Dakar 2014: Al-Attiyah holt Tagessieg!

P90141600 (c) bmwmotorsport x-raidGuten Morgen aus Düsseldorf!

Es war nicht die längste Etappe, die Nasser Al-Attiyah für sich entscheiden konnte. Es war die höchste, die dem MINI-Piloten gestern den ersten Tagessieg bescherte. Der Katari schraubte seinen Turbodiesel bis auf 4836 Höhenmeter und gewann die 302 Kilometer lange Wertungsprüfung auf dem Dach der Dakar. Der Sieg bei der Andenüberquerung ist ein kleiner Trost für Al-Attiyah, der auf der fünften Etappe einen Wegpunkt verpasste und sich eine Zeitstrafe von 60 Minuten einfing.

P90141666 (c) MINImotorsportMit dem fünften Gesamtrang ist Al-Attiyah aber zur Zeit noch gut im Rennen. Der Sand- und Dünenspezialist rechnet sich auf dem letzten Teil der Dakar noch ein paar Chancen aus: „Ich hoffe noch immer auf eine Podiumsplatzierung, aber es liegt ein langer Weg vor uns.“ Stephane Peterhansel machte auf den Hochplateaus der Anden wieder Boden gut. Der Franzose erreichte das Ziel als Tageszweiter und nahm dem führenden Teamkollegen Nani Roma wichtige Minuten ab. Mr. Dakar hat den sechsten Dakar-Gesamtsieg noch nicht aus den Augen verloren!

Der Toyota Hilux mit Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz konnte in der dünnen Höhenluft den dritten Gesamtrang nur knapp behaupten. Die Tagesetappe endete für das Hilux-Team nicht wunschgemäß. Im Ziel reichte es nur zum siebten Platz. De Villiers lief auf den MINI des Russen Vladimir Vasilyev auf, der sich allerdings mächtig breit machte: „…er hat nicht einmal dann Platz gemacht, als wir direkt neben ihm waren“, schimpfte Giniel de Villiers im Ziel. Der Zeitverlust läßt sich auch im Gesamtklassement ablesen. Der MINI von Orlando Terranova ist bis auf zweieinhalb Minuten an den Toyota Hilux herangekommen. Eine Winzigkeit bei der Dakar! Doch die Hilux-Mannschaft ist optimistisch. Die chilenischen Sandetappen auf Meereshöhe liegen dem Bakkie!

 

201443213 (c) robbygordonAuf der achten Etappe machte auch Robby Gordon wieder auf sich aufmerksam. Robbys HST-Gordini war das schnellste Fahrzeug im Feld und kam als Zehnter ins Ziel. Ähnlich gut lief es für BJ Baldwin auf seinem EVR-Chevrolet. Der Baja 1000 Sieger wurde im Ziel als fünfzehnter gewertet. Ein kleines Trostpflaster für die bisher doch eher harzige Leistung der beiden US-Kutscher. Im Gesamtklassement finden wir Robby Gordon auf dem 24. Platz. Baldwin hat sich auf dem 34. Gesamtrang etabliert. Der Dacia Duster mit Emiliano Spataro und Benjamin Lozada hat sich inzwischen den 18. Gesamtrang vorgearbeitet! Ein beachtliches Ergebnis. Der einzig verbliebende Ford Ranger mit Lucio Alvarez und Ronnie Graue liegt abgeschlagen auf dem 41. Gesamtrang. Die Ford-Werkstruppe zahlt bei der laufenden Dakar erhebliches Lehrgeld. Das war zu erwarten, doch die Ranger-Crew setzt bereits auf die nächste Dakar im Januar 2015.

 

Die Gesamtwertung nach der 8. Etappe:

  1. Roma/Périn, MINI, 29:46,08 Std.
  2. Peterhansel/Cottret, MINI, + 00:23.46
  3. De Villiers/von Zitzewitz, Toyota, + 00:48.25
  4. Terranova/Fiuza, MINI, + 00:51.55
  5. Al-Attiyah/Cruz, MINI, + 01:09.05
  6. Sainz/Gottschalk, SMG, + 01:43.59

 

Die heutige Etappe führt von Calama nach Iquique und geht über 422 Wertungskilometer Richtung Süden. Entlang der Pazifikküste geht die Reise durch die Dünen in die Atacama-Wüste. Die letzten Kilometer sind noch einmal äußerst selektiv. Kurz vor dem Ziel passieren die Piloten die Düne von Cerro Dragon mit einem Gefälle von 30 Prozent. Auf losem Sand kein Kinderspiel!