WRC Rallye Monte Carlo: Aufklärungsarbeit!

34625266  (c) volkswagenGuten Morgen aus Düsselorf!

Noch sind es ein paar Tage bis zum Start der neuen WRC-Saison. Doch die Teams sind bereits im Streß. In den Seealpen läuft seit gestern die Recce. Die Reconnaissance, die Aufklärung der Streckenverhältnisse, ist bis einschließlich Montag angesetzt. Eine wichtige Vorbereitung für die 72 Teams. Schließlich müssen 15 selektive Sonderprüfungen mit einer Distanz von 383,88 Kilometer ins Gebetbuch. Dazu sind mehr als 1000 Kilometer Verbindungsetappen zu absolvieren.

Den Auftakt zur 82. Rallye Monte Carlo bildet wie immer der Ceremonial Start am Montag. Morgen um 20:15 Uhr wird die Monte vor dem Casino Monte Carlo offiziell auf die Reise gehen. Am Dienstag herrscht noch die Ruhe vor dem Sturm. Die Teams richten sich in ihren Servicequartieren in Gap ein. Am Mittwoch steht der Skakedown auf dem Programm. In Chateauxvieux, etwa 6 Kilometer südlich von Gap, wird der WRC-Troß auf einer 3,52 Kilometer langen Piste die letzten Einstellungen vornehmen.

Polo-R-WRC-Rally-Monte-Carlo (c) volkswagenAm Donnerstag um 07:25 Uhr beginnt der Wettbewerb mit den ersten sechs Sonderprüfungen rund um Gap. Am Freitag steht unter anderem die Königsetappe von Vitrolle über den Col D’Espreaux nach Faye auf dem Programm. Die Etappe ist mit 49,03 Kilometer die längste der Monte, eine der längsten im Rallyekalender und wird zweimal befahren. Der Samstag wird dann fraglos der Höhepunkt für die Fans. Die legendäre Etappe von La Bollène Vesubie über den Col de Turini nach Moulinet eröffnet den letzten Tag der Rallye Monte Carlo. Auch am Samstag werden die Sonderprüfungen doppelt bewältigt. Die Teilnehmer müssen also am Samstagabend ein zweites Mal über den Col de Turini, bevor auf der nächtlichen Powerstage von Sospel nach Breil sur Roya die Zusatzpunkte vergeben werden. Und dann ist es wieder da, das ‚Nacht-der-langen-Messer-Gefühl‘, das die Puristen der Rallye Monte Carlo noch immer im Herzen tragen. Hier das komplette Routing der 82. Monte. Die aktuellen Straßenverhältnisse in den Seealpen bieten zur Zeit wenig winterliches. Erst Mitte der Woche rechnen die Wetterfrösche mit leichtem Schneefall und Tagestemperaturen um 5 Grad Celsius. Gut möglich, das weite Teile der Sonderprüfungen relaitv schneefrei bleiben. Doch für eine präzise Wettervorhersage ist es definitiv noch zu früh. Eine Vorhersage ist allerdings jetzt bereits sicher: Volkswagen setzt auf die Operaion Titelverteidigung!

i20-WRC-Three-Quarters-Rear (c( hyundai shell wrtDie Konkurrenz, allen voran das Hyundai Shell World Rally Team, will den Wolfsburgern zumindest ein bisschen den Spaß verderben. Beim WM-Debüt des brandneuen Hyundai i20 WRC werden die belgische Stamm-Fahrerpaarung Thierry Neuville und Nicolas Gilsoul sowie ihre spanischen Kollegen Dani Sordo und Marc Martí ihren Wettkampfeinstand im neuen Dienstwagen geben. Das im hessischen Alzenau beheimatete Hyundai-Team stapelt vor der Monte erwartungsgemäß tief: „Bei der Rallye Monte Carlo steht jetzt unsere erste praktische Prüfung bevor. Dort anzutreten war ein ganz wichtiger Punkt in unserem Entwicklungszeitplan“, sagt Teamdirektor Michel Nandan. „Ich bin überzeugt, dass wir einen sehr guten Fahrer-Mix haben. Dennoch geben wir keine Platzierung als Ziel vor.“

 

Hyundai will bei der Monte beide Autos ins Ziel bringen. Das wird hoffentlich gelingen! Neuville und Sordo haben genug Monte-Erfahrung, um den i20 WRC in einem Stück über die Distanz zu bringen. Vielleicht springen ja sogar ein paar WM-Punkte heraus. Das wäre bereits ein großartiger Erfolg, auf den auch Citroen und M-Sport Ford lauern.

ec180724_L (c) m-sport wrtM-Sport rückt in diesem Jahr mit brandneuer Lackierung aus. Die Kooperation mit dem Emirat Katar wurde beendet. Die Partnerschaft mit Castrol und Michelin wurde intensiviert. Der Fiesta des Jahres 2014 präsentiert sich in einem schicken blauen Farbton und macht optisch echt was her. Mit Robert Kubica und Mikko Hirvonen setzt M-Sport auf eine interessante Fahrer-Kombination. Hirvonen muß sich wieder neu erfinden und kann bei M-Sport in die Rolle des abgeklärten Teamleaders schlüpfen. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn mit Robert Kubica hat Hirvonen einenn Teamkollegen, der seine erste volle WRC-Saison fährt. Kubica ist nach dem Sieg bei der Jänner-Rally scharf auf weitere Erfolge. Doch der WRC2-Weltmeister gilt als Heißsporn, der im WRC-Auto noch viel lernen muß. Und da schöne Rallye-Autos bekanntlich auch schnell sind, könnte es mit dem M-Sport Fiesta ganz ordentlich voran gehen. Aber dazu dann mehr ab Mittwoch!