WRC Belgien: Die Wasserstoff-Premiere!

Auch im Motorsport setzt sich Toyota für alternative Antriebskonzepte ein und treibt die Wende zur Klimaneutralität voran. Im Rahmen der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) startet bei der Rallye Ypern der neue wasserstoffbetriebene GR Yaris H2 zu ersten Demonstrationsfahrten im Rallye-Einsatz.

Bei dem experimentellen Konzeptfahrzeug wird ein Verbrennungsmotor mit Wasserstoff angetrieben. Während die Brennstoffzellenlimousine Toyota Mirai (Kraftstoffverbrauch nach WLTP: Wasserstoff kombiniert 0,89-0,79 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert nach WLTP 0 g/km) Wasserstoff in elektrische Energie umwandelt, um damit einen Elektromotor anzutreiben, dient der Wasserstoff im neuen GR Yaris H2 als Kraftstoff für den Verbrenner. Die Hochdrucktanks und der Betankungsprozess sind dabei identisch mit denen des Mirai. Der innovative Wasserstoffverbrennungsmotor wurde im GR Corolla H2 entwickelt, der bereits im letzten Jahr in der asiatischen Langstrecken-Meisterschaft Super-Taikyu an den Start ging und mit dem WRC-Teamchef Jari-Matti Latvala und Teamgründer Akio Toyoda bei den diesjährigen 24 Stunden von Fuji gestartet sind. Bei der Rallye Ypern wird der GR Yaris H2 an jedem Tag der Rallye eine Etappe bestreiten und das Fahrerfeld als Testfahrzeug anführen. Pilotiert wird der Prototyp vom vierfachen Weltmeister und Toyota Rallye-Legende Juha Kankkunen.

Neben den positiven Umweltauswirkungen bietet Wasserstoff gerade auch im Rennsport viele Vorteile: Da er schneller verbrennt als Benzin, führt dies zu einem ausgezeichneten Ansprechverhalten. Gleichzeitig bieten die Wasserstoffmotoren – auch durch die entsprechende akustische und sensorische Begleitung – jenen Fahrspaß, der für Verbrenner typisch ist.

Auf dem Weg zur CO2-Neutralität verfolgt Toyota ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele. Grün produzierter Wasserstoff spielt eine entscheidende Rolle, um die Emissionen zu senken. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung seiner Wasserstoffmotoren-Technologien im Motorsport offeriert Toyota eine weitere Alternative und ebnet so den Weg in eine wasserstoffbasierte Gesellschaft.

Emissionsfrei mit Verbrenner: Im Rahmen des neunten Laufs der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ist ein Toyota GR Yaris H2 zu Demonstrationszwecken gestartet. Das experimentelle Konzeptfahrzeug nutzt einen wasserstoffbetriebenen Verbrennungsmotor und war erstmals außerhalb Japans auf öffentlichen Straßen unterwegs.

Gesteuert wurde das innovative Fahrzeug von dem als „Morizo“ bekannten Toyota Präsidenten Akio Toyoda. Gemeinsam mit der finnischen Rallye-Legende und dem vierfachen Weltmeister Juha Kankkunen manövrierte er die wasserstoffbetriebene Variante des GR Yaris (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,2 l/100 km; CO2-Emission kombiniert: 186 g/km – nach WLTP) durch Belgien. Am zweiten Tag (20. August) der Rallye Ypern absolvierte das Duo die 15 Kilometer lange Wertungsprüfung (WP) 11, die über schmale Wirtschaftswege an Feldern entlang und zwischen Häusern verlief und selbst für professionelle Rallyemeister eine Herausforderung darstellt. Als Testfahrzeug fuhr der GR Yaris H2 dabei noch vor dem Safety Car, das vor dem Start jeder Rallye-Etappe deren Sicherheit bestätigt.

Obwohl „Morizo“ noch nie auf diesen Straßen gefahren war und auch keine Gelegenheit hatte, sie vorab zu begutachten, konnte er sich auf Kankkunens Anleitung verlassen und die extrem rutschige und sich ständig ändernde Fahrbahnoberfläche ohne Zwischenfälle bewältigen.

„Ich bin Juha dankbar, dass er mir das Fahren ermöglicht hat. Er hat mich sicher geführt, sodass ich mich wohl gefühlt habe. Die Straßen waren schwierig – nicht nur rutschig, sondern auch eng. Ihre Oberfläche schien sich von einem Moment zum anderen zu verändern, genau wie die Strecken bei der Rallye Japan“, erklärte Akio Toyoda im Nachgang. „Wir hatten auch einen Toyota Mirai (Kraftstoffverbrauch nach WLTP: Wasserstoff kombiniert 0,89-0,79 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert nach WLTP 0 g/km) vor Ort, um die externe Stromversorgung zu demonstrieren. Zusammen mit unserem Wasserstoffmotor-Fahrzeug konnten wir das Potenzial von Wasserstoff als eine Option zur Erreichung von CO2-Neutralität in Europa hervorheben.“

„Akios Fahrstil war großartig. Und der Wasserstoffmotor hat ein solides Drehmoment, das sich nicht von dem eines Benzinmotors unterscheidet. Da Wasserstoffmotoren kein CO2 ausstoßen, können sie nicht nur im Motorsport, sondern auch in der Welt der Alltagsautos eine Option zur Erreichung der Klimaneutralität sein“, ergänzt Juha Kankkunen.

Und gleichzeitig bietet der Wasserstoffmotor eine gute Alternative zu den surrenden Elektromotörchen, wie sie beispielsweise bei der WorldRX und der Extreme E anzutreffen sind!

Das war es auch schon für diese Woche, denn der Zugang zum Internet ist nachwievor Glücksache. Noch bis zum 7. September werkelt Vodafone an den Glasfasernetzen. Solange wird kein gewohnter Blogbetrieb möglich sein, so leid es mir tut. In diesem Sinne, durchhalten und euch allen ein schönes Wochenende!

Fotos (c) Toyota Gazoo Racing WRT