IMSA: Neues Design, neuer Name: BMW M Hybrid V8 & Porsche LMDh Prototyp!

Vor Beginn der Testphase des LMDh-Prototypen für die Saison 2023 der IMSA WeatherTech SportsCar Championship präsentiert BMW M Motorsport den Namen, das Design und eine aufregende Camouflage-Livery für das Fahrzeug. Der BMW M Hybrid V8 erhält einen von BMW Group Designworks gestalteten Look, der die Historie von BMW M Motorsport in Nordamerika feiert und gleichzeitig eine dynamische hybrid-elektrische Zukunft definiert!

Die wichtigste Nachricht: Der Prototyp ist ganz klar als BMW M Fahrzeug zu erkennen. So lautet auch die Botschaft von Franciscus van Meel, Geschäftsführer der BMW M GmbH: „Die wichtigste Aufgabe und gleichzeitig die größte Herausforderung für das Design-Team des LMDh-Programms war, dass der Prototyp eindeutig als BMW M Motorsport Fahrzeug zu erkennen ist. Und ich kann allen Fans sagen: Der BMW M Hybrid V8 ist auf den ersten Blick als BMW erkennbar. Er trägt die Gene von BMW M eindeutig in sich. Darüber hinaus gefällt mir die Camouflage-Livery mit den Hinweisen auf die große Historie der Marke in Nordamerika sehr gut. Gratulation an die Design- und Aerodynamikabteilungen bei BMW M Motorsport und Dallara zu diesem großartigen Job. Ich kann es kaum erwarten, den BMW M Hybrid V8 schon bald auf der Strecke zu sehen.“

Markenzeichen beim Design des BMW M Hybrid V8 ist die breite Niere. Dazu kommen typische BMW M Designelemente wie das eingelassene 50-Jahre-Jubiläums-Logo an der Front, die BMW Ikonen Scheinwerfer, die dynamische Seitenlinie, der Hofmeister-Knick, die M-Rückspiegel oder die Heckleuchten. Die Camouflage-Livery, mit der der BMW M Hybrid V8 seine Testfahrten absolvieren wird, trägt viele Elemente aus der rund fünf Jahrzehnte währenden Rennsportgeschichte in Nordamerika. Die Umrisse historischer Rennfahrzeuge – des 1975 BMW 3.0 CSL, des 1981 BMW M1/C, des 1978 BMW 320i Turbo, des 1986 BMW GTP, des BMW M3 E36 GTS-2, des BMW Z4 GTLM und des BMW M8 GTE – bilden ein Mosaik, das die genauen Umrisse des BMW M Hybrid V8 während der Testphase noch etwas verschleiert.

„Der Job des Teams war, ein LMDh-Fahrzeug zu gestalten, das wie ein BMW aussieht und dabei jede Möglichkeit ausnutzt, auch wie ein BMW auf der Rennstrecke zu performen“, sagt BMW Group Designworks Global Automotive Director Michael Scully. „Das Design hat seine Wurzeln in BMWs DNA der zielgerichteten, effizienten Performance. Der kühne und entschlossene Charakter des Designs vereint die Vorreiterrolle von BMW bei Turbomotoren mit einem optimierten hybrid-elektrischen Antrieb. Die Camouflage-Livery feiert 50 Jahre BMW M, indem sie an großartige Rennfahrzeuge aus der Geschichte des IMSA-Rennsports erinnert. Gleichzeitig verschleiert sie in der für das Projekt kritischen Testphase auf der Rennstrecke die zukunftsweisende äußere Geometrie des BMW M Hybrid V8 sowie dessen Technologie. Wenn man genau hinsieht, entdeckt man mehrere Siegerfahrzeuge bei den 24 Stunden von Daytona und das erste speziell entwickelte IMSA GTP Fahrzeug von 1981: den BMW M1/C. Auf diese Camouflage folgt eine Werks-Livery, die die Dynamik und Attraktivität des Wettbewerbs mit hybrid-elektrischen Antrieben symbolisiert.“

Bei Porsche wurde der neue LMDh-Prototyp bereits ersten Tests unterzogen und hat seine Feuertaufe auf internationalem Parkett bestanden. Auf dem Circuit de Catalunya nahe der spanischen Metropole Barcelona absolvierte das Fahrzeug mehr als 2.000 Kilometer. Im Zentrum der Probefahrten standen die Abstimmung der Systeme, die Entwicklung von Reifen sowie die Optimierung des Zusammenspiels von V8-Turbomotor und den vom Reglement vorgeschriebenen Hybridelementen. Beim mehrtägigen Test saßen unter anderem die neuen Porsche-Werksfahrer Felipe Nasr und Dane Cameron hinter dem Steuer des rund 680 PS starken Boliden. „Die erfolgreichen Testfahrten in Barcelona waren ein enorm wichtiger Schritt“, fasst Thomas Laudenbach zusammen. Der Leiter Porsche Motorsport ergänzt: „Bei unseren ersten Runden auf dem Testgelände in Weissach galt es, die grundsätzliche Funktionalität des LMDh-Prototypen sicherzustellen. In Spanien zeigte sich die gesamte Bandbreite der Entwicklung: Dauerläufe, Setup-Arbeit und – ganz besonders wichtig – die Optimierung des Zusammenspiels aller Partner in diesem Projekt. Wie schnell sich die Mitarbeiter von Porsche, Penske, Michelin, Multimatic und anderen bei der Arbeit an der Teststrecke zusammengefunden haben, ist für mich höchst beeindruckend. Vielen Dank an alle, die ihren Teil dazu beigetragen haben.“

„Wir haben den ersten Test auf einer ,echten‘ Rennstrecke absolviert und konnten die bisherige Laufleistung des neuen Porsche LMDh mit über 2.000 Kilometern mehr als verdoppeln“, sagt Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. „Dies zeigt, dass wir die Zeit nach den zuvor geplanten, aber abgesagten Tests sehr gut für eine intensive Vorbereitung genutzt haben. Inklusive unserer Partner waren wir mit mehr als 70 Menschen vor Ort. Das war auch organisatorisch eine Herausforderung. Wir haben mit dem Auto, aber auch in der operativen Zusammenarbeit und bei den Abläufen innerhalb von Porsche Penske Motorsport riesengroße Fortschritte erzielt. Bis wir dort sind, wo wir hinmüssen, ist es aber noch ein weiter Weg. Wir haben während des Tests von Tag zu Tag große Fortschritte erzielt. Die Rückmeldung der Fahrer gegenüber den Ingenieuren und des gesamten Teams war durchweg positiv“, bilanziert Jonathan Diuguid, Leiter Porsche Penske Motorsport. „Wir sind die Ersten, die mit einem LMDh-Fahrzeug im Testbetrieb sind. Dies gibt uns die Möglichkeit, alle Themen in den kommenden Wochen und Monaten konsequent auszusortieren und 2023 möglichst optimal vorbereitet in den Wettbewerb zu starten.“

Porsche setzt das Entwicklungsprogramm mit dem neuen LMDh-Prototypen in den kommenden Monaten auf verschiedenen Rennstrecken in Europa und Nordamerika fort. Im Herbst wird das Fahrzeug homologiert, der erste Renneinsatz erfolgt im Januar 2023 bei den 24 Stunden von Daytona.

Fotos (c) BMW AG, Porsche AG