WRC: Hirvonen bei Citroen! Was macht Ford?

Guten Morgen aus Düsseldorf!

Sebastein Loeb hat einen neuen Spielgefährten. Seit gestern ist amtlich, was die Spatzen eh schon von den Dächern pfiffen. Mikko Hirvonen wechselt von Ford zu Citroen. Hirvonen ersetzt Sebastien Ogier, der das Team um Häuptling Loeb vorzeitig verlassen darf. In Richtung Ford?

Überraschend schnell vollzog sich der Transfer von Hirvonen. Noch vor Wochenfrist zielte der finnische Ford-Pilot auf den Gewinn der Weltmeisterschaft. Nun reiht sich Mikko brav in die zweite Reihe. Denn eins dürfte jedem Beobachter klar sein. Super Seb Loeb spielt im Citroen-Team zweifelsfrei die erste Geige. Mikko Hirvonen wird sich unterordnen müssen und brav die Rolle des Teamplayers spielen. Nach mehr als 100 WM-Läufen für Ford geht der Finne zwar als Werksfahrer in die neue Saison. Ob sich Hirvonen im Dunstkreis von Loeb wirklich wohlfühlen wird, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Und Ogier? Super Seb II drängt es in ein WRC-Auto. Insider sprechen bereits von einem Rollentausch und sehen Ogier im kommenden Jahr bei Ford. Doch das Ford Rallye-Team hat derzeit interne Probleme. Teamchef Malcolm Wilson kämpft um die Zukunft in der WRC. Ford überlegt derzeit, das WRC-Programm auf Eis zu legen und nur noch als Semi-Werksteam anzutreten. Aus meiner ganz persönlichen Sicht wäre dieser Weg eine falsche Entscheidung. Ford hat im Laufe der WM auf hohem Niveau gekämpft. Das Team um Wilson, Latvalla und Hirvonen hat den kleinen Fiesta siegfähig gemacht. Im nächsten Jahr würde es Ford nicht an Gegnern mangeln. Schließlich hat sich das MINI-Lager bereits entschieden, mit dem MINI John Cooper Works WRC im kommenden Jahr an allen WM-Läufen teilzunehmen. Teamchef Dave Richards signalisierte die Zündung einer neue Ausbaustufe, die den roten Zwerg noch leistungsstärker machen wird. MINI ist ein sehr gutes Beispiel, wie der Teamsport WRC richtig funktioniert. Beste Performance, toller Teamgeist und ein quitschfideles Automobil, das die Fans am Streckenrand in Begeisterung versetzt. Volkswagen wird’s ähnlich angehen, wenn der Polo WRC von der Kette gelassen wird.

Die WRC steht vor richtig guten Zeiten, da sollte Ford nicht kneifen, findet Stephan.

1 Kommentar

  1. Chris

    Das ist ja interessant. Hatte bei der Sport1-Übertragung aus Wales schon das Gerücht gehört und nun ist es schon fix.
    Wundert mich, dass Hirvonen diesen Weg geht und er tut sich damit keinen Gefallen, da stime ich Dir zu. Wie will er so Weltmeister werden. Nur wenn der Chef grob patzt, was bei Seb sehr unwahrscheinlich ist, hat Hirvonen eine Chance auf den Titel. Aber vielleicht will er auch einfach nur ein schnelles Auto und einen sicheren Arbeitsplatz;)

    Ich freu mich auf die Saison 2012 mal wieder mit der Monte und auf VW ganz besonders!

    Chris

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