IMSA: Perfekter Abschluß für Porsche!

Porsche hat gemeinsam mit seinen Kundenteams einen perfekten Abschluss der Saison 2021 in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship gefeiert. In der GTD-Klasse und im IMSA Michelin Endurance Cup gewann Porsche beim Finale auf der Road Atlanta den Herstellertitel!

Die Mannschaft von Pfaff Motorsports mit den Stammpiloten Laurens Vanthoor und Zacharie Robichon sicherte sich mit dem Porsche 911 GT3 R die Team- und Fahrermeisterschaft. Das Team Wright Motorsports holte alle drei Titel im Endurance Cup, der die Langstreckenrennen in Daytona, Sebring, Watkins Glen und das Petit Le Mans im US-Bundesstaat Georgia umfasst. In der GTLM-Klasse erreichte WeatherTech Racing im letzten Rennen mit dem 911 RSR einen Doppelerfolg. „Was für ein traumhafter Abschluss der Saison“, freute sich Thomas Laudenbach, Leiter Motorsport. „Jeweils alle drei Titel in der GTD-Klasse sowie im IMSA Michelin Endurance Cup für die starken Kundenteams von Porsche. Zudem ein weiterer Klassensieg für den 911 RSR bei seinem letzten Einsatz in der nordamerikanischen Rennserie. Bereits am Freitag der Gewinn von Hersteller-, Fahrer- und Teamwertung durch Wright Motorsports in der IMSA Michelin Pilot Challenge mit dem Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport. Besser geht es gar nicht! Gratulation an die Teams WeatherTech, Wright, Pfaff und Hardpoint und die Kollegen von Porsche Motorsport North America. Einen großen Dank an alle, die durch ihre Arbeit im Entwicklungszentrum in Weissach diese tollen Erfolge möglich gemacht haben.“ Die Startnummer 9 von Pfaff Motorsports absolvierte auf der Road Atlanta bei kühlen Temperaturen unter zehn Grad Celsius ein fehlerfreies Rennen. Werksfahrer Vanthoor und sein Kollege Robichon hielten sich über zehn Stunden aus jeglichem Ungemach heraus und überquerten den Zielstrich am Ende auf Klassenrang zwei – genug für den Gewinn aller GTD-Titel. Beim „Petit Le Mans“ wurde das Duo vom deutschen Porsche Entwicklungsfahrer Lars Kern unterstützt.

Wright Motorsports zeigte eine beeindruckende taktische und kämpferische Leistung. Der über 500 PS starke 911 GT3 R mit der Nummer 16 fiel in der Frühphase durch einen Reifenschaden nach einer Kollision mit einem konkurrierenden Fahrzeug um zwei Runden zurück. Dank einer optimalen Strategie war dieser Rückstand bereits nach nicht einmal drei Stunden wieder aufgeholt. Werksfahrer Patrick Long aus den USA, sein Landsmann Trent Hindman und Jan Heylen aus Belgien übernahmen nach vier und acht Rennstunden jeweils die Führung und sammelten so ausreichend Punkte für den Gewinn des IMSA Michelin Endurance Cup. In der Schlussphase konnte das Auto das Tempo der Spitze aufgrund von Beschädigungen am Heck nicht mehr mitgehen und fuhr auf Klassenrang fünf ins Ziel.

„Einen besseren Abschluss der Saison können wir uns nicht wünschen“, bilanzierte Sebastian Golz, Projektleiter Porsche 911 GT3 R. „Ab der ersten Runde brannte der Asphalt. Das haben wir bei vielen Überholmanövern, Berührungen und den insgesamt zehn Gelbphasen gesehen. An diesem Wochenende haben wir uns innerhalb der Porsche Familie bei der Vorbereitung und während des Rennens optimal gegenseitig unterstützt und einen kühlen Kopf behalten. Die Belohnung war das Maximum: alle Titel für Fahrer, Teams und Hersteller der GTD-Klasse sind an diesem Wochenende an Wright, Pfaff und Porsche gegangen!“

Das amerikanische Kundenteam Hardpoint hatte im letzten Rennen der Saison 2021 großes Pech. In der ereignisreichen Frühphase des „Petit Le Mans“ entstand am Porsche 911 GT3 R mit der Nummer 88 durch einen Kontakt mit einem Konkurrenten ein erheblicher Schaden am Kühler. Durch den Austausch des defekten Bauteils verlor das Fahrzeug der beiden Amerikaner Rob Ferriol und Andrew Davis sowie der Britin Katherine Legge 15 Runden. Diesen Rückstand konnte das Team nicht mehr wettmachen und wurde am Ende auf Klassenrang acht gewertet.

In der GTLM-Klasse absolvierte der erfolgreiche Porsche 911 RSR sein letztes Rennen in der IMSA-Serie. Diese Fahrzeugkategorie wird ab 2022 in der nordamerikanischen Rennserie nicht mehr vertreten sein. Das Kundenteam WeatherTech Racing, das anlässlich des Saisonfinales gleich zwei der rund 515 PS starken Fahrzeuge aus Weissach einsetzte, erreichte ein optimales Ergebnis: Doppelerfolg auf der Road Atlanta. In einem spektakulären und intensiven Kampf gegen die Herstellerteams von Corvette und BMW sah die Startnummer 79 von Cooper MacNeil, Matt Campbell und Mathieu Jaminet die Zielflagge auf Platz eins. Die Teamkollegen Kévin Estre, Frédéric Makowiecki und Michael Christensen aus Dänemark erreichten in der Nummer 97 den zweiten Klassenrang.

„Ein Top-Ausstand für den 911 RSR in einem hart umkämpften Rennen“, fasste Steffen Höllwarth, Einsatzleiter GTLM zusammen. „Wir hatten als einziges Team am Ende noch zwei Eisen im Feuer und haben uns für unterschiedliche Strategien entschieden. Generell haben wir im Finale die wenigsten Fehler gemacht. So wurde es ein perfektes Wochenende für Porsche. Alle Titel im IMSA Michelin Pilot Cup, alle Titel in der GTD-Klasse und ein Doppelerfolg in der GTLM-Kategorie. Danke an alle Beteiligten.“

Für Porsche waren die Einsätze des 911 RSR in der nordamerikanischen Sportwagen-Rennserie ein großer Erfolg. Sieben Titelgewinne in der IMSA-Meisterschaft, fünf Triumphe im North American Endurance Cup, 24 Rennsiege und 62 Podestplätze stehen in insgesamt acht Saisons zu Buche. Im kommenden Jahr werden die erfahrenen Kundenteams in den Klassen GTD Pro und GTD mit dem 911 GT3 R starten, bevor Porsche ab 2023 mit einem LMDh-Prototypen in den Kampf um Gesamtsiege bei den größten Langstreckenrennen der Welt zurückkehrt.

Fotos (c) Porsche AG