N24H: Titelverteidiger auf Pole!

Vorjahressieger ROWE Racing hat der Startnummer 1 auf dem BMW M6 GT3 im Top-Qualifying alle Ehre gemacht. Bei schwierigen Bedingungen auf nasser Strecke fuhr Nick Yelloly mit einer Rundenzeit von 10:01,619 Minuten die Poleposition für die 24 Stunden auf dem Nürburgring heraus, die am Samstag um 15:30 Uhr starten!

Jesse Krohn wurde im #20 BMW M6 GT3 von Schubert Motorsport Vierter, Max Hesse im #77 BMW M6 GT3 des BMW Junior Teams Zehnter. Kurz vor Beginn des Top-Qualifyings sorgte die hochemotionale Ehrenrunde des legendären BMW M3 Eifelblitz in Erinnerung an die verstorbene Sabine Schmitz für Gänsehaut.

Noch im Trockenen hatte Augusto Farfus das BMW Junior Team in die Position gebracht, um die Top-Ten kämpfen zu können, indem er im ersten Teil des Top-Qualifyings die drittschnellste Zeit erzielte und sich für den Top-20-Shootout qualifizierte. Dort zeigte Hesse mitten in einem Gewitter bei extremen Streckenverhältnissen starke Nerven.

Noch besser lief es für Yelloly, der mit den Bedingungen am besten zurechtkam und mehr als zwei Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten herausfuhr. Krohn lag nach einer starken Runde im Einzelzeitfahren lange auf dem dritten Rang, freute sich am Ende aber auch als Vierter über einen Startplatz in Reihe zwei.

Das in der Pro-Am-Klasse startende Fahrzeug von Walkenhorst Motorsport mit der Startnummer 100 hatte sich ebenfalls für Top-Qualifying zwei qualifiziert, verzichtete aber aus Sicherheitsgründen auf einen Start und wurde somit auf Platz 20 gewertet. Der #101 BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport, der #98 BMW M6 GT3 von ROWE Racing und der #102 BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport beginnen das Rennen von den Positionen 24, 25 und 30.

Die 30 Minuten vor Beginn der ersten der beiden Top-Qualifying-Sessions standen voll und ganz im Zeichen der vor kurzem verstorbenen Nürburgring-Legende Sabine Schmitz. Johannes Scheid, der 1996 und 1997 gemeinsam mit Schmitz am Steuer des BMW M3 „Eifelblitz“ das 24-Stunden-Rennen gewonnen hatte, drehte in einer Replika des Siegerfahrzeugs von 1996 eine Ehrenrunde um die Nordschleife. Diese begann in der Boxengasse unter dem Applaus der anderen Teams und Fahrer, die aus ihren Boxen kamen und für den ‚Eifelblitz‘ Spalier standen. „Es war sehr emotional, erst die vielen Menschen in der Boxengasse, und dann überall entlang der Strecke die Streckenposten, die sogar selbst gemachte Transparente dabeihatten“, sagte Scheid nach seiner Runde. „Ich habe zu Sabine gesagt: ‚Die sind alle für dich da‘. Es war sehr berührend. Es läuft mir immer noch kalt den Rücken herunter. Das waren wir ihr schuldig, und ich finde es so klasse, dass BMW das möglich gemacht hat!“

Fotos (c) BMW AG