Formel E Rom: Deutsche Teams mit hohen Erwartungen!

Nach dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Hersteller beim Saisonauftakt in Saudi Arabien wollen Porsche, Mercedes, Audi und BMW beim zweiten Rennen in Rom Erfolge feiern. Insbesondere Audi und Porsche hegen hohe Erwartungen!

Die Formel E kommt nach Europa und kehrt zurück ins Herz der italienischen Hauptstadt Rom: Am 10. und 11. April trägt die Formel E gleich zwei Rennen in der Metropole aus. Der Rome E-Prix wird auf einer 3,385 Kilometer langen Strecke im Stadtbezirk Esposizione Universale di Roma ausgetragen. Nach Peking 2014 ist es die zweitlängste in der Geschichte der Formel E. Im Vergleich zur Streckenführung von 2019, als die Formel E zuletzt in Rom gefahren ist, wurden vier 90-Grad-Kurven und eine Schikane eingebaut. Insgesamt weist der Kurs, der am Palazzo die Congressi und der Piazzale Marconi vorbeiführt, 19 Kurven auf. Die Gerade auf der Via Cristoforo Colomco wurde etwas gekürzt. „Die neue Strecke hat mit der alten nicht mehr viel Ähnlichkeit“, sagt André Lotterer. „Deshalb ist es zum Glück kein großer Nachteil, dass unser Team in Rom noch nie gefahren ist.“ Für Porsche Teamkollege Pascal Wehrlein steht fest: „Das wird auf jeden Fall spannend.“

Nach den Auftaktrennen Ende Februar wollen Lucas di Grassi und René Rast jetzt die ersten Pokale für ihr Team Audi Sport ABT Schaeffler holen. „Mit dem fast komplett neuen Design für Rom haben FIA und Formel E wieder einmal einen tollen Job gemacht, um die Formel E noch spannender zu gestalten“, sagt Lucas di Grassi, der die Formel E und die FIA zusammen mit anderen Fahrern bei Themen wie Streckenlayouts berät. „Das neue Layout ist fantastisch. Es hat längere und schnellere Geraden und bietet mehr Überholmöglichkeiten. Ich bin mir sicher, die Fans werden es lieben – ich kann es kaum erwarten, dort endlich Rennen zu fahren!“

Die sportlichen Erwartungen sind hoch. „Die bisherigen Resultate spiegeln nicht unsere wahre Stärke wider“, sagt Teamchef Allan McNish. In den Auftaktrennen holte Audi Sport ABT Schaeffler insgesamt 19 Punkte, René Rast verpasste Freitags das Podium mit Platz vier nur knapp. „Dennoch waren in Diriyah alle Audi e-tron FE07 sehr schnell. Diese Erfahrung, Testfahrten und die intensive Vorbereitung – all das hat unseren Fahrern noch einmal zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. Jetzt wollen wir uns für die harte Arbeit mit Pokalen belohnen!“ Rom ist dafür der perfekte Ort. McNish: „Wie schon zuletzt vor zwei Jahren wird der Auftritt in Rom einer der Saisonhöhepunkte sein!“

Für René Rast ist der Fakt, dass in Rom zwei Rennen ausgetragen werden, eine gute Nachricht. „So habe ich die Möglichkeit, nach dem ersten Tag in Ruhe die Daten anzuschauen und etwas für das zweite Rennen zu lernen“, sagt der Deutsche. „Auch wenn wir leider kaum Zuschauer haben werden, freue mich sehr auf das Wochenende: Ich war schon oft in Rom und finde die Stadt beeindruckend – jetzt auf diesen Straßen ein Rennen zu fahren, ist etwas ganz Besonderes für mich!“

Auch das Mercedes EQ Team will nach der sechswöchigen Pause erstarkt zurückkehren. Teamchef Ian James formulierte es so: „Das Rennwochenende in Diriyah war von Höhen und Tiefen geprägt, darunter einige außergewöhnliche Leistungen unserer Fahrer und des gesamten Teams. Der Höhepunkt des Wochenendes war sicherlich unser erster Saisonsieg, der uns noch mehr Selbstvertrauen gegeben und bestätigt hat, dass wir uns als Team auf dem richtigen Weg befinden. Der zweite Renntag in Diriyah zeigte uns dann, dass man im Rennsport nichts als selbstverständlich ansehen darf!“

In Rom will auch BMW i Andretti Motorsport das schwierige Auftaktwochenende vergessen machen. Teamchef Roger Griffith versprüht Optimismus: „Kaum zu glauben, dass unser letztes Rennen in Rom schon zwei Jahre her ist. Wir freuen uns sehr auf die Rückkehr auf einen Kurs, den die Fahrer lieben. Jake Dennis ist dort noch nie zuvor gefahren, aber da weite Teile der Strecke neu sind, sollte das kein nennenswerter Nachteil sein. Maximilian Günther war beim letzten Rennen in Rom im Qualifying sehr stark, hat also gute Erinnerungen an diesen Ort. Nach den enttäuschenden Rennen in Diriyah ist unser Team heiß darauf, verlorenen Boden auf die Konkurrenz gutzumachen. Wir haben bei der Ursachenforschung nach den Gründen für unser unerwartet schwaches Abschneiden in Diriyah gute Fortschritte gemacht. Wir sind zuversichtlich, in Rom die Wende schaffen zu können!“

Das TAG Heuer Porsche Formel E Team, das beim Saisonauftakt wertvolle Meisterschaftspunkte einsammeln konnte, will die Form weiter steigern. Insbesondere Pascal Wehrlein will im Porsche 99X Electric mit der Startnummer 99 an seine starke Leistung vom Saisonauftakt anknüpfen, wo er sein Premierenrennen für Porsche aus der ersten Startreihe in Angriff nahm. Sein Teamkollege André Lotterer stellt sich im zweiten Porsche 99X Electric mit der Startnummer 36 der starken Konkurrenz. In der ersten vollelektrischen Rennserie der Welt kämpfen zwölf Teams und 24 Fahrer in dieser Saison um die erstmals zu vergebenden Weltmeistertitel. Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team sieht dem dritten und vierten Saisonrennen zuversichtlich entgegen. „In Diriyah hat der Grundspeed unseres Porsche 99X Electric gestimmt. Darauf können wir für Rom aufbauen“, sagt Amiel Lindesay „Wir dürfen jedoch eines nicht vergessen: Obwohl das unsere zweite Saison ist, sind wir bisher gerade mal bei insgesamt sechs Events gefahren. Und der Wettbewerb in dieser stark besetzten Weltmeisterschaft ist unglaublich hart!“

Rom ePrix Live im TV und Internet
Das sind die Übertragungszeiten im TV und als Livestream im Internet von den Formel-E-Rennen in Rom:
Samstag, 10.4. – 11.45 Uhr, ran.de: Qualifying 1. Rennen live
Samstag, 10.4. – 15.30 Uhr, Sat1 und ran.de: 1. Rennen live
Sonntag, 11.4. – 08.45 Uhr, ran.de: Qualifying 2. Rennen live
Sonntag, 11.4. – 12.30 Uhr, Sat1 und ran.de: 2. Rennen live

Fotos (c) Audi Communication Motorsport, BMW AG, Mercedes AG, Porsche AG