F1: Der Titelverteidiger!

Nur 12 Wochen nach dem Fallen der letzten karierten Flagge in der Formel 1-Saison 2020 hat das Mercedes-AMG Petronas Formel 1 Team offiziell seinen Rennwagen für die Saison 2021 vorgestellt. Der Mercedes-AMG F1 W12 E Performance wurde gestern im Technologie-Zentrum in Brackley präsentiert!

Das 2021er Rennauto des Teams trägt den Namen Mercedes-AMG F1 W12 E Performance und ist unser erstes Auto, das die Bezeichnung „E PERFORMANCE“ erhält. Damit bringen wir die zukünftige engere Zusammenarbeit mit der Performance-Abteilung Mercedes-AMG zum Ausdruck. „E PERFORMANCE“ ist die neue Technologiebezeichnung, die in den Produktnamen und Plaketten aller zukünftigen Performance-Hybridfahrzeuge von Mercedes-AMG Verwendung finden wird. Diese werden Technologie aus der Formel 1 beinhalten, insbesondere die Arbeit von Mercedes AMG High Performance Powertrains in Brixworth. Die engere Zusammenarbeit des Teams mit AMG spiegelt sich auch in der neuen Lackierung für die Saison 2021 wider. In diesem Zuge ersetzt das AMG Branding das Sternen-Muster auf der Motorabdeckung, auf der die schwarze Grundlackierung, die wir im Jahr 2020 erstmals eingesetzt haben, nun in das traditionelle Racing-Silber übergeht. Die prominenteste Farbe bleibt das ikonische Grün von Titelpartner PETRONAS auf den Front- und Heckflügeln, der Nase, den Rückspiegeln und dem Halo. An den Seiten des Fahrzeugs befinden sich parallele grüne sowie silberne Streifen, mit denen wir die seit über einem Jahrzehnt andauernde Partnerschaft zwischen Mercedes und PETRONAS symbolisieren. Die visuelle Identität wird vom Burgunderrot des Teamteilhabers und Principal Partners INEOS komplettiert, das an der Airbox und an den Innenseiten der Frontflügel-Endplatten zu sehen ist. Das Ergebnis ist ein markanter und unverwechselbarer Look für die neue Saison.

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung der 2021er F1-Autos war die Anpassung an das neue Aerodynamik-Reglement, das mehrere einschneidende Veränderungen in entscheidenden Performance-Bereichen des Fahrzeugs mit sich bringt. „Wenn man ein Auto verlangsamen möchte, was faktisch der Sinn hinter den Regeländerungen ist, sind Modifikationen am Unterboden der einfachste und kostengünstigste Weg, um dieses Ziel zu erreichen“, sagte James Allison. „Der Unterboden ist eine so wichtige Komponente der Aerodynamik, dass schon kleine geometrische Veränderungen große Performance-Verringerungen mit sich bringen. Nachdem die Regeln beschlossen waren, war es unsere Aufgabe, herauszufinden, wie wir die Verluste durch die Regeländerungen wieder zurückgewinnen können.“

Das stellte unsere Designer vor eine beträchtliche Herausforderung, da sie versuchen mussten, die durch die Regeländerungen verlorene Performance zurückzugewinnen. Die vier wichtigsten Modifikationen am Unterboden sind:

  • Ein dreieckiger Ausschnitt am Unterboden vor den Hinterrädern.
  • Eine Verringerung der Größe der Winglets an den hinteren Bremsbelüftungen um einige Zentimeter.
  • Eine Verkürzung der beiden Umlenkbleche am Diffusor, die der Fahrzeugmitte am nächsten sind.
  • Das Schließen der Schlitze im Unterboden im Bereich der Bargeboards.

Die Veränderungen an der Aerodynamik waren ein Schlüsselbereich bei der Entwicklung des W12, einige der Teile an unserem neuen Auto sind jedoch identisch zu jenen am W11. Der Grund dafür ist, dass die Regeln die Übernahme einiger Komponenten vorschreiben. Dadurch hat sich die Arbeitslast für unser neues Auto auf gewisse Weise reduziert, aber diese Tatsache brachte gleichzeitig auch ihre eigenen, neuen Herausforderungen und Schwierigkeiten mit sich. Die erheblichen Veränderungen an der Aerodynamik des Unterbodens sowie die Anpassung an die neuen Regeln zur Übernahme von Teilen beschäftigten das Team über den Winter, aber es gibt in vielen Bereichen des Autos auch Verbesserungsmöglichkeiten. Daran haben unsere Ingenieure unermüdlich gearbeitet, um mit dem neuen Auto einen Sprung nach vorne zu machen.

Die vielleicht größte Herausforderung für das Team wird in dieser Saison die Arbeit unter der neuen Budgetobergrenze sein. Die Budgets aller Formel 1-Teams dürfen 2021 maximal 145 Millionen US-Dollar betragen. Das führte zu beträchtlichem Aufwand hinter den Kulissen, um uns an diese neuen Einschränkungen anzupassen. Gleichzeitig hat es das Team dazu gebracht, seine Organisation anzupassen, zum Beispiel durch die Bildung der Applied Science Abteilung, unserer High-Tech-Ingenieurs-Abteilung.

Während sich die Welt um uns herum und das Umfeld, in dem wir arbeiten, fortwährend verändern, setzt das Team in der Saison 2021 auf Konstanz bei der Fahrerpaarung: Lewis und Valtteri gehen in ihre fünfte gemeinsame Saison als Teamkollegen. Beide sind heiß darauf, nach einem intensiven Trainingsprogramm in der Winterpause wieder ins Cockpit zu steigen. Gleichzeitig haben wir ein starkes Duo an Ersatzfahrern für die Saison 2021: Stoffel Vandoorne kehrt in dieser Rolle an der Seite seines Mercedes Formel-E-Teamkollegen Nyck de Vries zurück.

Fotos (c) Daimler AG