Rallye Dakar: Al-Attiyah schlägt zurück!

In der Autoklasse rückte der Katarer Nasser Al-Attiyah bis auf fünf Minuten an die Spitze heran und hat nun vier Tage Zeit anzugreifen. Er sagte: „Wir haben das Auto in einem Stück gehalten, was gut ist, denn an einigen Stellen haben wir sehr gepusht. Wir haben heute drei Minuten auf Stéphane zurückgewonnen und wir werden Tag für Tag weitermachen!“

Peterhansel gab sich selbst die Schuld dafür, dass er Zeit auf seinen engsten Rivalen verloren hat. Er sagte: „Auf den letzten 50 km habe ich ein oder zwei Fehler gemacht. Ich habe die Informationen meines Beifahrers Edouard nicht befolgt und wir mussten umdrehen. Hier haben wir wahrscheinlich ein oder zwei Minuten verloren. Am Ende sind wir aber immer noch im Kampf dabei. Etappenzweiter wurde Carlos Sainz vor Cyril Despres, der die Etappe als „eine der drei schönsten Etappen der letzten 20 Dakars, die ich gefahren bin“ bezeichnete. Kuba Przygónski wurde auf der Etappe Sechster, während Giles de Villiers Reifenprobleme weiter anhielten. Außerdem gab es mechanische Probleme für Sébastien Loeb, der Stunden in der Wüste verbrachte, um sein Hunter BMX zu reparieren.

Auf der achten Etappe von Sakaka nach Neom beendeten die beiden MINI JCW Buggy-Crews die 374 Kilometer gegen die Uhr auf den Plätzen zwei und drei. Carlos Sainz mit Lucas Cruz erreichten Rang zwei vor ihrem Teamkollegen Stéphane Peterhansel mit Edouard Boulanger Vladimir Vasilyev und Dmitry Tsyro beendeten im MINI JCW Rally den Tag auf Platz acht. In der Gesamtwertung liegen sie auf Position sechs – den Abstand auf Platz fünf konnten sie heute um rund 15 Minuten verkürzen. Für Sainz und Cruz war es ein zufriedenstellender Tag. Sie kamen ohne große Probleme durch die Prüfung und sicherten sich im Ziel den zweiten Platz. Sie liegen in der Gesamtwertung weiterhin auf einem guten dritten Platz. Peterhansel und Boulanger waren als Zweite in die Wertungsprüfung gestartet. Doch ab etwa der Hälfte mussten die beiden die Strecke eröffnen und die schwierige Navigation als Erste meistern. Ein Vorteil für die hinter ihnen gestarteten Konkurrenten. Konnte Peterhansel zu Beginn noch um den Tagessieg fahren, musste er sich schlussendlich mit Rang drei zufriedengeben.

Carlos Sainz: „Heute lief es nicht schlecht für uns. Wir hatten einen Platten und an einer Stelle war die Navigation etwas schwierig. Aber ich kann mich nicht beschweren.“

Stéphane Peterhansel: „Wir sind zwar als Zweite gestartet, mussten aber später die Strecke eröffnen. Auf den letzten 50 Kilometern sind mir ein paar Fehler unterlaufen, da ich nicht den Ansagen meines Co-Piloten gefolgt bin. Da haben wir ein paar Minuten verloren. Aber wir kämpfen weiterhin um den Gesamtsieg und es ist fast unmöglich einen Dakar-Tag ohne Fehler zu absolvieren.“

Yazeed Al Rahji und Dirk von Zitzewitz erleben im Overdrive Toyota einen denkbar schlechten Tag. Die Tagessieger von gestern starteten als Erste. Doch mehr Plattfüsse als Ersatzreifen beendeten dem Traum vom Dakar-Sieg. Nach zwei Reifenschäden lag das Duo noch in Führung. doch der dritte und vierte Reifendefekt bedeutete einen Zeitverlust von über einer Stunde. Doch bereits heute wollen Yazeed und Dirk wieder angreifen. Mehr dazu und auch die schöne Geschichte mit dem Kieselstein erfahrt ihr hier…

Die Teams bleiben heute einen weiteren Tag in Neom, nachdem sie dort bereits die Marathonetappe verbracht haben. Für die Piloten steht eine insgesamt 574 Kilometer lange Schleife rund um Neom auf dem Programm – 465 km davon gegen die Uhr. Die Strecke führt die Teilnehmer am Roten Meer entlang, auf hauptsächlich sandigen Pisten.

Rallye Dakar – Ergebnis SS8
1. N. Al-Attiyah (QAT) / M. Baumel (FRA) – Toyota – 2h 56m 56s
2. C. Sainz /ESP) / L. Cruz (ESP) – MINI JCW Buggy – 2h 57m 48s
3. S. Peterhansel (FRA) / E. Boulanger (FRA) – MINI JCW Buggy – 2h 59m 59s
4. K. Al Qassimi (UAE) / X. Panseri (FRA) – Peugeot – 3h 09m 40s
5. C. Despres (FRA) / M. Horn (CHE) – Peugeot – 3h 09m 45s

Rallye Dakar – Gesamtwertung nach SS8
1. S. Peterhansel (FRA) / E. Boulanger (FRA) – MINI JCW Buggy – 29h 36m 49s
2. N. Al-Attiyah (QAT) / M. Baumel (FRA) – Toyota – 29h 41m 39s
3. C. Sainz /ESP) / L. Cruz (ESP) – MINI JCW Buggy – 30h 15m 44s
4. J. Przygonski (POL) / T. Gottschalk (GER) – Toyota – 31h 14m 57s
5. N. Roma (ESP) / A. Winocq (FRA) – Prodrive BRX Hunter – 32h 07m 18s

Fotos (c) DPPI, Team X-Raid, Toyota Gazoo Racing