Rallye Dakar: Der Ruhetag der keiner ist!

Dirk von Zitzewitz ist zurück im Rallye Dakar Cockpit. Wie bereits letztes Jahr berichtet der ehemalige Dakar-Sieger täglich im Videotagebuch von der legendärsten Rallye der Welt!

Der 09. August 2019 hätte nicht nur das Karriereende von Dirk von Zitzewitz bedeuten, sondern auch sein Leben beenden können. Bei der Hungarian Baja überschlug sich der Dakar-Sieger von 2009 an jenem Tag mit seinem Side-by-Side und brach sich das Genick. Wie durch ein Wunder überlebte er, doch vor ihm lag ein langer Weg zurück. Vielen hätte ein Weg zurück in einen normalen Alltag gereicht, doch „DVZ“ wäre nicht der Rennfahrer, der er ist, wenn er sich mit dem Normalen zufrieden gäbe. Sein Ziel: zurück ins Cockpit als Co-Pilot, um wieder um den Sieg bei der berühmt-berüchtigten Rallye Dakar zu kämpfen.
Im vergangenen Winter erlebte er die Dakar aus einer neuen Perspektive als Berater des Yazeed Racing Teams. „Das war zwar interessant, aber ich wusste danach: ich möchte die Dakar nur noch aus dem Cockpit erleben oder ich bleibe lieber zu hause“, zog von Zitzewitz Fazit. Für die Dakar 2021 sitzt er nun wieder im Toyota an der Seite von Yazeed Al-Rahji und rechnet sich nicht nur Chancen auf eine Podestplatzierung aus. „Unser Traum ist es, die Dakar 2021 zu gewinnen“, gibt der Norddeutsche selbstbewusst als Zielsetzung aus.

Auch die KAMAZ-Master-Crew um Andrey Karginov nutzte den gestrigen Tag zu einer Pause für Mensch und Maschine. Dabei muss sich die russische Crew nur wenig Sorgen machen. Die Kamas Trucks laufen wie Uhrwerke und zur Hälfte der Rallye besetzen die Kamaz-Crews die ersten drei Ränge der Gesamtwertung. Bei jeder Etappe trennen die Truckbesatzungen im Ziel nur wenige Sekunden und Minuten. Und in einer solchen Situation spielt die Kommandotaktik eine wichtige Rolle. Das KAMAZ-Master-Team bespricht sie täglich und passt sie je nach Rennverlauf an. Vor der Marathon-Etappe, die für Sonntag und Montag geplant ist, ist es sehr wichtig, den gewonnenen Vorsprung nicht zu verlieren und, wenn möglich, Positionen in der Gesamtwertung zu stärken.

Fotos (c) DPPI, Team Kamaz Master