Rallye Dakar: Dirks sensationelle Fahrt!

Zu Beginn der legendären Rally Dakar musste Wüstenprofi und Navigator Dirk von Zitzewitz einige Rückschläge einstecken. Jedoch geht es für den Norddeutschen und seinen Fahrer Yazeed Al-Rajhi gegen Ende der ersten Rally-Woche wieder aufwärts. Am Ende des gestrigen Tages fuhren Dirk und Yazeed nur knapp den Tagessieg verpasst und sind auf dem zweiten Platz im Ziel angekommen!

Die ganze Welt schaut aktuell gespannt auf das Geschehen in Saudi Arabien, wo derzeit die legendäre Rally Dakar stattfindet. Auch Dirk von Zitzewitz, welcher bei der Dakar bereits Legenden-Status erlangt hat, sitzt dieses Jahr wieder zusammen mit Yazeed Al-Rajhi im Cockpit. Nach einem holprigen Start in die ersten Etappen geht es für das Team nun gegen Ende der ersten Woche wieder in gewohnte Sphären innerhalb der Top 10 zurück. Obwohl die beiden Top-Kandidaten in den Etappen mit Spitzengeschwindigkeit durch die Dünen der arabischen Wüste gefahren sind, sorgten technische Probleme für massive Zeiteinbußen. Mehrere platte Reifen, ein defektes Getriebe und Navigationsprobleme sorgten dafür, dass sich die Toyota Overdrive Fahrer gegen Mitte der Woche auf Platz 43 der Gesamtwertung positionierten. Doch all der Druck und Frust der ersten Tage verflog am Freitag wie der Sand in den saudischen Dünen. Dirk von Zitzewitz navigierte einen herausragend fahrenden Yazeed Al-Rajhi und den Overdrive-Toyota auf seinen sensationellen zweiten Etappenrang. Das saudisch-norddeutsche Duo wurde nur geschlagen von Carlos Sainz und ließ so erfahrene Dakar-Helden wie Stephane Peterhansel und Giniel de Villiers hinter sich. Aber seht selbst:

Nach dem Pech der vergangenen Tage sicherten sich Carlos Sainz und Lucas Cruz in ihrem MINI JCW Buggy den Tagessieg. Ihre Teamkollegen Stéphane Peterhansel und Edouard Boulanger erreichten auf der sechsten Etappe von Al Qaisumah nach Hail den vierten Platz. Vladimir Vasilyev und Dmitry Tsyro beendeten im MINI JCW Rally den Tag auf Platz zehn. Sie liegen in der Gesamtwertung auf Rang sieben. Peterhansel war fast die gesamt Etappe über schneller als sein direkter Konkurrent um den Gesamtsieg Nasser Al-Attiyah, doch auf den letzten Kilometern fiel er hinter den Katari zurück. Allerdings büßte er nur 18 Sekunden ein und liegt weiterhin mit knapp sechs Minuten Vorsprung in Führung.

Kurz nach dem Start brach Orlando Terranova aufgrund von technischen Problemen die sechste Etappe ab und fuhr über die Serviceroute nach Hail. Aufgrund des Reglements ist ein Neustart übermorgen nicht möglich und für Terranova die Dakar leider frühzeitig beendet.

Stéphane Peterhansel: „Das war eine sehr gute Woche für uns. Uns sind nicht viele Fehler unterlaufen und der MINI läuft super. Nach dem Prolog hatte ich noch Angst, dass ich nicht schnell genug sein könnte. Was Edouard bei seiner ersten Dakar zeigt, ist wirklich super.“

Carlos Sainz: „Ich freue mich über den Tagessieg. Wir haben gegeben, was wir konnten. Die Etappe heute führte über sandige Pisten und die Navigation war nicht so schwierig. In der ersten Woche hätten Lukas und ich einen besseren Job abliefern können. Wir müssen das jetzt sehr genau analysieren. Die Dakar scheint dies Jahr einer anderen Philosophie zu folgen.“

Morgen steht für die Teilnehmer der Ruhetag auf dem Programm. Die Teams nutzen den Tag die Fahrzeuge für die zweite Woche vorzubereiten, zumal übermorgen die Marathonetappe absolviert wird und die Piloten am Abend ohne ihre Teams auskommen müssen.

Rallye Dakar – Ergebnis SS6
1. C. Sainz /ESP) / L. Cruz (ESP) – MINI JCW Buggy – 3h 38m 27s
2. Y. Al-Rajhi (KSA) / D. von Zitzewitz – Toyota – 3h 42m 30s
3. N. Al-Attiyah (QAT) / M. Baumel (FRA) – Toyota – 3h 45m 43
4. S. Peterhansel (FRA) / E. Boulanger (FRA) – MINI JCW Buggy – 3h 46m 01s
5. J. Przygonski (POL) / T. Gottschalk (GER) – Toyota – 3h 52m 48s

Rallye Dakar – Gesamtwertung nach SS6
1. S. Peterhansel (FRA) / E. Boulanger (FRA) – MINI JCW Buggy – 22h 14m 03s
2. N. Al-Attiyah (QAT) / M. Baumel (FRA) – Toyota – 22h 19m 56s
3. C. Sainz /ESP) / L. Cruz (ESP) – MINI JCW Buggy – 22h 54m 42s
4. J. Przygonski (POL) / T. Gottschalk (GER) – Toyota – 23h 25m 39s
5. N. Roma (ESP) / A. Winocq (FRA) – Prodrive – 23h 50m 58s

Fotos (c) Toyota Gazoo Racing, Team X-Raid, Red Bull Content Pool, Weber Werke,