IMSA Virgina: BMW und Porsche auf dem Podium!

Das BMW Team RLL ist auf das Podium der IMSA WeatherTech SportsCar Championship zurückgekehrt. Beim fünften Rennen der Saison 2020 am Samstag auf dem VIRginia International Raceway belegten Bruno Spengler und Connor De Phillippi den zweiten Platz der GTLM-Klasse. Das Porsche GT Team hat den fünften Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship auf den Positionen drei und fünf beendet. In einem ereignisreichen Rennen auf dem Virginia International Raceway im Osten der USA erreichten der Brite Nick Tandy und sein französischer Teamkollege Frédéric Makowiecki in der Startnummer 911 den dritten Podestplatz anstatt den verdienten Sieg. Der Klassensieg ging erneut an Corvette Racing!

Nach 85 Runden und einer Renndauer von zwei Stunden und 40 Minuten kam der Nummer 25 MOTUL BMW M8 GTE mit nur 3,5 Sekunden Rückstand auf die siegreiche Corvette ins Ziel. Das BMW Team RLL Duo im Fahrzeug mit der Startnummer 24, John Edwards und Jesse Krohn, hatten früh im Rennen mit einem mechanischen Problem zu kämpfen und erreichten das Ziel mit einem Rückstand von 19 Runden. Die Story des Tages wurde in der GTD-Klasse geschrieben – mit dem Sieg von Bill Auberlen und Robby Foley im Nummer 96 Turner Motorsport BMW M6 GT3. Es war Auberlens 61. IMSA-Sieg, der ihn zum alleinigen Rekordhalter in der ewigen Bestenliste der IMSA machte. Zudem war es Auberlens 443. Rennstart in einem BMW, auch das ein Rekord.

Porsche Werksfahrer Frédéric Makowiecki, der von der Pole-Position gestartet war, musste bereits nach elf Runden in Führung liegend aufgrund eines Reifenschadens zum frühzeitigen Boxenstopp. Im Rahmen einer Safety-Car-Phase konnte sich die Nummer 911 zurück an die Spitze arbeiten und in der Folge absetzen. Doch ein Vorsprung von bis zu 18 Sekunden reichte dennoch nicht, um den ersehnten ersten Sieg des neuen Porsche 911 RSR in den USA zu realisieren. Kurz vor dem Ende des Rennens über 2:40 Stunden trat erneut eine Beschädigung an einem Reifen auf. Durch den fälligen Boxenstopp fiel Tandy auf Platz drei zurück. Der Brite attackierte in den finalen Umläufen, fuhr dabei in 1:41,333 Minuten die deutlich schnellste Runde des Rennens, aber konnte sich nicht mehr nach vorn arbeiten.

Die rund 515 PS starken Werksautos aus Weissach hatten sich mehrfach an der Spitze gemeinsam vom Feld absetzen können. Beide Autos waren aufgrund enormer Konstanz auf höchstem Niveau siegfähig. Doch die Startnummer 912 der amtierenden GTLM-Meister Bamber und Vanthoor war vom Pech verfolgt. Im engen Zweikampf mit einem BMW wurde der Diffusor am Heck des Fahrzeuges beim Restart nach einer Safety-Car-Phase beschädigt. Die notwendige Reparatur während zweier Boxenstopps warf das Fahrzeug um drei Runden zurück. Mehr als Platz fünf war unter diesen Voraussetzungen nicht mehr möglich.

In der Herstellerwertung belegt Porsche vor dem sechsten Saisonrennen am 6. September auf der Road Atlanta den dritten Rang. In der Fahrermeisterschaft bleiben Bamber und Vanthoor auf dem zweiten Platz. Die Teamkollegen Makowiecki und Tandy verbesserten sich auf Position vier.

In der GTD-Klasse für Fahrzeuge nach FIA GT3-Reglement erreichte der Porsche 911 GT3 R des Kundenteams Wright Motorsports den sechsten Platz. Der amerikanische Werksfahrer Patrick Long und sein Landsmann Ryan Hardwick zeigten im über 500 PS starken Auto mit der Startnummer 16 eine beeindruckende Aufholjagd. Nach dem Start von Platz zwölf arbeitete sich das Duo im Verlauf des Rennens konsequent nach vorn. In der Gesamtwertung belegt das Team den sechsten Rang.

Fotos (c) BMW AG, Porsche AG