DTM Lausitz I: Müller zum Dritten!

Drei Rennen, drei Siege: Nico Müller ist der Mann der Stunde in der DTM. Nach seinem Doppelerfolg beim Saisonauftakt in Spa gewann der Schweizer für Audi auch das Samstagsrennen auf dem Lausitzring. Teamkollege Robin Frijns komplettierte den Erfolg des Audi Sport Team Abt Sportsline mit Platz drei!

Müller ist der erste Fahrer überhaupt, der die ersten drei DTM-Rennen einer Saison für sich entscheiden konnte. Saisonübergreifend ist der Schweizer sogar seit vier Rennen ungeschlagen. „Der Erfolg heute geht zu einem großen Teil auf das Konto meines Teams“, sagte Müller. „Wegen meines Einsatzes beim Formel-E-Finale in Berlin konnte ich bei der üblichen Vorbereitung des Rennwochenendes nicht dabei sein. Die Jungs haben einen mega Job gemacht, mir erklärt, worauf ich hier achten muss und mir ein fantastisches Auto hingestellt. Ich hatte einen guten Start, konnte anschließend vorne bleiben und den Sieg nach Hause fahren. Ich bin sehr glücklich.“ Nach Bestzeiten in beiden freien Trainings am Freitag ging Müller von Startplatz zwei ins erste der beiden Rennen auf dem Lausitzring. Der Schweizer übernahm am Start sofort die Führung und konnte seinen Vorsprung auf 7,5 Sekunden ausbauen. „Dann kam eine Slow Zone, und zwei überrundete Autos vor mir fuhren derart langsam, dass ich fast meinen gesamten Vorsprung eingebüßt habe. Sheldon (van der Linde) hing danach fast an meiner Stoßstange. Zum Glück konnte ich mich wieder absetzen“, sagte Müller, der auch die schnellste Rennrunde fuhr.

Teamkollege Robin Frijns sicherte sich wie beim Auftakt in Spa die Pole-Position. „Das hat mich selbst überrascht, denn am Freitag fehlten mir noch vier Zehntelsekunden auf Nico, aber wir haben über Nacht hart gearbeitet“, sagte der Holländer. „Wenn man aufs Podium kommt, darf man nicht unzufrieden sein. Am Anfang lief es gut und ich konnte Nico unter Druck setzen. Doch nach zehn Runden haben meine Reifen offensichtlich stärker abgebaut als bei den anderen. Das müssen wir für morgen ändern.“

Drittbester Audi-Pilot war Ferdinand Habsburg vom Kundenteam WRT Team Audi Sport auf Platz sechs. Der Österreicher wehrte sich in der Schlussphase vehement gegen die Angriffe von René Rast. Der DTM-Champion aus dem Audi Sport Team Rosberg erlebte einen schwierigen Samstag. „Ich kann mich nicht daran erinnern, in den letzten zwei, drei Jahren einen so harten Tag in der DTM gehabt zu haben“, sagte Rast, der als Siebter ins Ziel fuhr. „Wir sind hier bisher einfach zu langsam.“

Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg) und DTM-Rookie Harrison Newey (WRT Team Audi Sport) sammelten auf den Plätzen acht und zehn ebenfalls Punkte. Jede Menge Pech hatte das Audi Sport Team Phoenix. Loïc Duval holte einen Punkt für Startplatz drei und kämpfte im Rennen um ein Podiumsresultat, ehe der Franzose mit einem Problem am Getriebe aufgeben musste. Gegen Mike Rockenfeller wurde nachträglich eine 30-Sekunden-Zeitstrafe wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Slow Zone ausgesprochen.

„Nicos Leistung war heute wirklich herausragend“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Nur die Slow Zone konnte ihn bremsen. Aber auch da ist er cool und souverän geblieben. Er war heute der schnellste Fahrer im Feld und hat den Sieg absolut verdient. Es war der zehnte in Folge für den Audi RS 5 DTM. Das gab es in der DTM noch nie. Darauf dürfen bei Audi Sport alle stolz sein. Aber wir haben auch gesehen, dass der Wettbewerb enger geworden ist. Es gab viele Zweikämpfe. Genau das wollen die Zuschauer sehen. Natürlich hoffen wir, dass wir unsere gute Form auch morgen halten können.“

Starker Auftakt für die BMW DTM-Teams in das zweite DTM-Rennwochenende der Saison auf dem Lausitzring. Sheldon van der Linde fuhr als Zweiter in seinem Shell BMW M4 DTM zum ersten Podiumsplatz seiner DTM-Karriere. Gleichzeitig ist er der erste Südafrikaner, der in der DTM den Sprung aufs Podium geschafft hat. Marco Wittmann im Schaeffler BMW M4 DTM und Timo Glock zeigten als Vierter und Fünfter ebenfalls eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Saisonauftakt in Spa-Francorchamps

 

Das zweite Rennen auf dem Sprintkurs des Lausitzrings startet am Sonntag um 13.30 Uhr. SAT.1 überträgt ab 13 Uhr live.

Fotos (c) Audi Communications Motorsport. BMW AG