Dakar 2018: Toyota macht Druck!

Noch 25 Tage bis zum Start der 40. Rallye Dakar. Nach den Vorbereitungen bei Peugeot und MINI ist es heute an der Zeit, einen Blick nach Südafrika zu werfen. Bei der Jubiläumsausgabe vom 6. bis 20 Januar 2018 hat Toyota Gazoo Racing Großes vor. Mit drei Hilux-Werkswagen und einem Hilux vom belgischen Overdrive-Team wirft Toyota der Equipe Peugeot den Fehdehandschuh hin. Der neue Hilux und ein erfahrenes Dakar-Team sollen endlich den Sieg bringen!

Toyota verspricht sich vom neuen Hilux einen Sprung nach vorn. In Kombination mit einem All-Star-Team ist Toyota Gazoo Racing Südafrika bereit, es mit der Rallye Dakar im Januar 2018 aufzunehmen. Der Toyota-Star und ehemalige Dakar-Sieger, Giniel de Villiers, wird wieder mit dem deutschen Navigator Dirk von Zitzewitz zusammenarbeiten. Das Paar gewann zuletzt das härteste Automobilrennen der Welt im Jahr 2009, hat aber vier Podiumsplätze für Toyota erreicht. De Villiers gewann vor kurzem die South African Cross-Country Series-Meisterschaft mit Navigator Dennis Murphy auf dem heißen Sitz. De Villiers und Murphy gewann vier Rennen in Folge und Toyota ist in der südafrikanischen Off Road Serie weiter ungeschlagenen. Ein Rekord der bis ins Jahr 2015 zurückreicht. In Südamerika vertraut Giniel De Villiers wieder auf seinen Stammnavigator Dirk Von Zitzewitz. Unterstützt wird das Team vom Katari Nasser Al Attiyah und dem französischen Navigator Mathieu Baumel. Die katarisch/französische Crew fuhr bereits die Dakar 2017 für Toyota Gazoo Racing, gewann die Eröffnungsetappe und führte die Rallye an, bevor sie auf der 3. Etappe mit einem Aufhängungsschaden ausfielen. Doch Al Attiyah und Baumel haben auch ausserhalb der Dakar Erfolge vorzuweisen. Das Pärchen gewann in diesem Jahr ihren vierten FIA Cross-Country World Cup, ihren dritten in einem Toyota Hilux, und sie freuen sich darauf, mit dem brandneuen Rennfahrzeug auf der Dakar 2018 in den Kampf zu ziehen. „Der Toyota Hilux hat einen Ruf für Zuverlässigkeit und Langlebigkeit“, schwärmt Al Attiyah über sein Auto. „Diese neue Version wird mit Sicherheit die besten Eigenschaften des Vorgängermodells beibehalten und dank ihres innovativen Designs ein neues Maß an Handling und Balance bieten!“ Den dritten Toyota Gazoo Racing Hilux wird der Niederländer Bernard ten Brinke pilotieren, der von seinem französischen Navigator Michel Périn geleitet wird. Ten Brinke ist seit 2012 bei der Rallye Dakar kein Unbekannter. Er fuhr 2016 einen Toyota Hilux als Teil des Overdrive Racing Teams, aber 2018 wird sein erster Einsatz als voller Werksfahrer sein. „Ich freue mich darauf, Teil des Werksteams zu sein“, sagte Ten Brinke. „Ich hatte immer großen Respekt vor dem Team, und obwohl unser Rennwagen in der Vergangenheit aus Südafrika kam, bin ich wirklich stolz, als einer der eigenen Fahrer des Teams aufgenommen zu werden.“

Die drei Crews werden alle den neuen Toyota Hilux fahren, der mit einem Mittelmotor und einer neuen Federungsgeometrie ausgestattet ist. Das neue Auto entspricht den neuesten Regeln der FIA und wird bei der Dakar 2018 mit einem 38-mm-Luftmengenbegrenzer fahren. „Die FIA ​​hat hart daran gearbeitet, die Leistung der Turbodiesel-Autos und der V8-Saugmotoren, wie unserer, auszugleichen“, erklärte Glyn Hall, langjähriger Teamleiter von Toyota Gazoo Racing Südafrika. „Dies ist ein fortlaufender Prozess, und während keines der Lager jemals mit den Regeln zufrieden sein wird, sind wir zuversichtlich, dass die letzten Änderungen uns bei der Dakar 2018 konkurrenzfähig machen werden.“ Der größere Restriktor, 12% mehr Federweg und ein geringeres Gewicht spielen sicher eine große Rolle, dazu verfügt der neue Hilux über eine veränderte Geometrie. Eine neue und eigenständig arbeitende Hinterradaufhängung wurde verbaut. Dafür rückte der bärenstarke V8-Motor ein Stück näher an die Fahrerkabine. Dies verbessert gleichzeitig die Balance des Autos. „Wir haben uns entschieden, die Geometrie und das Design des Autos für die kommende Rallye Dakar radikal zu verändern“, erklärte Hall weiter. „Um unsere Ziele zu erreichen, mussten wir ein ganz neues Auto bauen, auch wenn wir alles, was uns in den letzten fünf Jahren stark gemacht hat, übernommen haben. So haben wir den V8-Motor vom Vorgänger und das Getriebe und fast das gesamte Fahrwerk übernommen. Aber die Art und Weise, wie wir nun diese Komponenten verwenden, ist völlig neu. Die Tests stimmen uns sehr optimistisch!“

Mit neun Favoriten auf den Gesamtsieg deuten alle Vorzeichen auf einen gewaltigen Zweikampf zwischen Peugeot und Toyota hin. Als Aussenseiter gesellt sich das MINI Werksteam vom Team X-Raid dazu. Toyota sollte mit den neuen Hilux in der Lage sein, das Peugeot-Trio unter Druck zu setzen. Ob es für Toyota gegen Peterhansel, Loeb und Sainz in den Peugeot 3008 DKR Maxi reicht, wird der Januar zeigen. „Die 40. Rallye Dakar ist unbestritten das härteste Automobilrennen der Welt“, meinte Hall. „Das Terrain, die Temperaturen, die Höhe und die Navigation spielen alle eine wichtige Rolle. Aber für uns ist es auch die ultimative Herausforderung, und wir freuen uns darauf, unseren Streben nach Ruhm auch im kommenden Jahr fortzusetzen!“ Die Rallye Dakar bringt mehr als 500 Teilnehmer aus 60 verschiedenen Nationen zusammen. Das Rennen dauert 15 Tage, führt von Lima nach Cordoba und findet in Peru, Bolivien und Argentinien statt. Die Rallye führt über eine Distanz von mehr als 10.000 Kilometern, hat sich aber in den letzten Jahren zu einem Day-by-Day Sprint Race entwickelt. Trotz aller Kritik an der letzten Ausgabe ist sie schlichtweg das spektakulärste Autorennen in der Geschichte. Thierry Sabine, der Schöpfer der Dakar, fasste es einmal so zusammen: „Eine Herausforderung für diejenigen, die teilnehmen, ein Traum für diejenigen, die zuschauen!“

Fotos (c) Toyota Gazoo Racing SA, Imperial Motors, Red Bull Content Pool