DRM Stemweder Berg: Kreim holt Hattrick!

Drei Starts, drei Siege. Nach spannendem Kampf holte sich Skoda-Youngster Fabian Kreim gestern am Stemweder Berg den dritten Sieg in Folge. Nach fünf von acht Saisonläufen liegt Titelverteidiger Kreim in der Gesamtwertung nur noch drei Punkte hinter Spitzenreiter Rene Mandel zurück!

Prickelnde Spannung beim fünften Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft: Auf acht der 15 Wertungsprüfungen war der Sieger nur den Wimpernschlag von maximal einer Sekunde schneller als die Verfolger. Fabian Kreim, Rene Mandel und Dominik Dinkel lieferten sich einen packenden Dreikampf und teilten sich die Bestzeiten. Die Führung wechselte zweimal zwischen Kreim und Mandel, die ersten vier Plätze veränderten sich fast nach jeder Prüfung. Doch Fabian Kreim und Navigator Frank Christian behielten im Skoda Fabia R5 die Nerven. Das Skoda Auto Deutschland Duo ging am Samstagmorgen als Zweite auf die Strecke, untermauerte aber den Anspruch auf den Sieg sofort mit einigen Bestzeiten. Kreim erfuhr sich auf den schnellen Asphaltpisten mit den gefühlt tausend Abzweigungen schrittweise einen deutlichen Vorsprung, der jedoch nicht ohne Schrecksekunde blieb. Auf der drittletzten Wertungsprüfung touchierte der Skoda Champion einen im Gras versteckten Stein und beschädigte sich dabei die vordere rechte Radaufhängung. Aber der robuste Fabia R5 hielt und Kreim/Christian gelang ein tolles Happy End: Das Team von Skoda Auto Deutschland war nach 133 Kilometern und 15 Wertungsprüfungen im Ziel 9,3 Sekunden schneller als ihre Dauerrivalen Rene Mandel/Dennis Zenz, nach der Sachsen-Rallye der zweite Triumph in Folge.

„Das ist ein ganz wichtiger Sieg. Es war ein harter Kampf, wir mussten alles geben und immer 100 Prozent konzentriert bleiben“, sagte Kreim dem Skoda-Mediendienst. „Kein Vergleich zum ersten Erfolg im Skoda hier vor zwei Jahren. Ich habe mir vor der Rallye die Onboard-Aufnahmen von damals nochmal angesehen, mit dem Speed wären wir dieses Mal nicht mal aufs Podium gefahren!“ 2013 hatte er hier schon im Opel Rallye Cup gesiegt. 2015 folgte dann an gleicher Stelle der erste Triumph im Skoda, ehe Kreim im vergangenen Jahr trotz unwetterartiger Regenfälle erneut Schnellster wurde. In diesem Jahr geriet der Sieg allerdings nicht zum Selbstläufer. Zwar übernahm der amtierende Champion am Freitagabend in der ersten Prüfung sofort die Führung, musste sie jedoch wenig später wieder abgeben und wurde zwischenzeitlich sogar bis auf Platz vier durchgereicht. In der Rolle des Jägers fühlte sich Kreim aber sichtlich wohl und holte auf. Zum Abschluß der ADAC Rallye Stemweder Berg sicherte sich Kreim zudem die fünf Zusatzpunkte für den Sieg in der Powerstage und liegt damit in der Gesamtwertung der Deutschen Rallye-Meisterschaft mit 90 Punkten nur noch drei Zähler hinter Rene Mandel zurück. Im Schatten von Sieger Kreim lieferten sich Mandel und Skoda Pilot Dinkel lange Zeit ein packendes Duell um Platz zwei, das Dinkel wegen eines Ausrutschers in der drittletzten Wertungsprüfung nur knapp verlor.

Das Feld der Top-Piloten wurde von Hermann Gaßner junior und Copilotin Ursula Mayrhofer erweitert, die erstmals ihren Hyundai i20 R5 an den Start brachten und auf Rang fünf ins Ziel fuhren. „Der Hyundai hat sehr viel Potential und ich konnte ihn während der Rallye immer besser auf meinen Fahrstil abstimmen“, sagte Gaßner junior dem ADAC-Presseportal. Peugeot blieb der Lohn für die gezeigte Leistung dagegen verwehrt. Philipp Knof und Copilot Alex Rath kamen im Peugeot 208 T16 R5 zwar immer besser in Fahrt und sicherten sich auf der Powerstage einen Zusatzpunkt. Doch auf der letzten Prüfung musste der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport den R5 vom Team Peugeot Deutschland Romo dann aber mit Getriebeproblemen abstellen.

Fotos (c) ADAC Motorsport, Peugeot Kommunikation, Skoda Auto Deutschland