IMSA Austin: BMW mit Podium belohnt!

Nach entbehrungsreichen Wochen wird das BMW Team RLL auf dem Circuit Of The Americas endlich belohnt. Beide BMW M6 GTLM fahren auf das Podium. Den Klassensieg holt sich Corvette. Zum Gesamtsieger krönte sich die Mannschaft von Wayne Taylor Racing. Der Cadillac DPi fährt den vierten Sieg in Folge ein!

Bill Auberlen und Alexander Sims fuhren im BMW M6 GTLM mit der Startnummer 25 in dem zwei Stunden und 40 Minuten langen Rennen auf Rang zwei und lagen nach 71 Runden auf dem 5,472 km langen Kurs lediglich 2,498 Sekunden hinter der siegreichen Corvette mit Jan Magnussen und Antonio Garcia. John Edwards und Martin Tomczyk beendete im Schwesterfahrzeug mit der Nummer 24 das Rennen nach einem starken Auftritt auf Rang drei. Von der Poleposition verteidigte Edwards die Führung. Sims gelang es, sich von Startposition drei um einen Platz direkt hinter seinen Teamkollegen vorzuschieben. Dichtes Gedränge am Ende des GTLM-Fahrerfeldes und zahlreiche Zwischenfälle sorgten dafür, dass einige Favoriten bereits früh aus dem Rennen um den Sieg heraus fielen. Sims musste den zweiten Platz nach 34 Minuten und einem harten Duell über 14 Runden an den Porsche mit der Nummer 911 abgeben. Edwards lag weiterhin in Führung, inzwischen mit einem Vorsprung von 3,2 Sekunden. In Runde 22 musste er den Porsche jedoch passieren lassen. Dann sorgte eine zweite Safety-Car-Phasedafür, dass das Feld mit Edwards und Sims auf den Positionen zwei und drei wieder zusammenrückte. In Runde 26 begannen die Boxenstopps. Sowohl die beiden BMW als auch der Porsche steuerten unter Gelb die Box an. Ein schneller Stopp brachte die Nummer 24 mit Tomczyk am Steuer zurück an die Spitze. Auberlen folgte im Schwesterauto, doch unglücklicherweise erhielt Auberlen aufgrund eines Problems beim Tankvorgang eine Durchfahrtsstrafe. Tomczyk und zwei weitere Wettbewerber übersahen die roten Ampeln am Ausgang der Boxengasse und mussten daraufhin für eine 60-Sekunden-Strafe zurück in die Box. Die Corvette mit der Nummer 3 hatte bereits zuvor ihren Boxenstopp absolviert und übernahm die Führung vor Auberlen auf Rang zwei und Tomczyk auf der vierten Position.

Die zweite Runde der Boxenstopps fand in den Runden 44 und 45 statt, in der verbleibenden Stunde des Rennens erneut mit Sims am Steuer der Nummer 25 und Edwards im Schwesterfahrzeug. Ein brennendes Prototype-Fahrzeug sorgte zehn Minuten vor Rennende für eine weitere Gelbphase. Die Strecke wurde schnell geräumt und das Rennen vier Minuten vor Schluss neu gestartet. Sims versuchte, zu der Corvette aufzuschließen, konnte sie jedoch nicht mehr einholen. Am Ende erreichten der Brite als Zweiter und Edwards auf Rang drei das Ziel und bescherten dem BMW Team RLL damit die ersten beiden Podiumsplatzierungen in dieser Saison.

Porsche verpasste in Texas seine dritte Podiumsplatzierung nur knapp. Auf dem Grand-Prix-Kurs vor den Toren der texanischen Hauptstadt hatte Patrick Pilet einen guten Start. Als sich in der ersten Kurve vor ihm gleich mehrere Autos in die Quere kamen, konnte er ausweichen und vom vierten Platz eine Aufholjagd starten. Er holte sich erst den dritten Platz, wenige Runden später ging er an einem weiteren Konkurrenten vorbei. Nach einer knappen Stunde lag er sogar in Führung. In diesem Tempo ging es aber nicht weiter. Sein Teamkollege Dirk Werner, der den 911 RSR übernommen hatte, wurde erst von einem GTD-Auto getroffen, später handelte er sich eine 60-Sekunden-Strafe ein, die er in der Boxengasse absitzen musste. Dadurch war der Kampf um eine mögliche Podiumsplatzierung verloren. Nach 2:40 Stunden fuhr Patrick Pilet schließlich als Vierter über die Ziellinie. Zum Gesamtsieger kürte sich zum vierten Mal in Folge der Cadillac DPi von Wayne Tayler Racing. Die Brüder gewannen trotz aller Querelen um die Balance of Performance die prestigeträchtigen Rennen in Daytona, Sebring, Long Beach und nun auch in Austin. Nummer zwei blieb erneut das Team von Action Express, die zwei Cadillac DPi auf die Plätze hieven konnten.

Ähnlich stark war der Auftritt von Toyota Gazoo Racing beim WEC-Lauf in Spa. Das Team aus Köln-Marsdorf holte beim ersten Einsatz von gleich drei TS050 Hybrid einen lupenreinen Doppelsieg. Erneut standen die Sieger von Silverstone. Sébastien Buemi, Anthony Davidson und Kazuki Nakajima, ganz oben auf dem Podium und verteidigten somit ihre Führung in der Fahrerweltmeisterschaft. In einem engen und dramatischen Rennen kamen Mike Conway und Kamui Kobayashi auf dem Schwesterauto nur 1,992 Sekunden hinter den Siegern auf Platz zwei ins Ziel und sicherten dadurch den ersten Doppelsieg für Toyota seit dem Rennen in Shanghai 2014. Die Crew des dritten TS050 mit der Startnummer 9, Stéphane Sarrazin, Yuji Kunimoto und Nicolas Lapierre, die zum ersten Mal zusammen fuhren, rundeten ein problemfreies Rennen als fünfte ab und sammelten darüber hinaus wertvolle Daten über die Leitung des TS050 Hybrid in der Minimalabtrieb-Variante. Beim letzten WM-Lauf vor den 24 Stunden von Le Mans belegte Porsche mit den beiden 919 Hybrid die Plätze drei und vier. In dem Sechsstundenrennen auf der Ardennen-Achterbahn kämpften beide Prototypen mit Zwischenfällen. Das Trio Earl Bamber, Timo Bernhard und Brendon Hartley verlor wegen eines schleichenden Plattfußes viel Zeit und belegte Platz drei. Das Schwesterauto mit dem amtierenden Weltmeister Neel Jani sowie André Lotterer und Nick Tandy war von der Poleposition gestartet, hatte aber Pech mit dem Zeitpunkt zweier Neutralisationsphasen und kam hinter den Teamkollegen ins Ziel.

Alle Teams bereiten sich nun intensiv auf den offiziellen Le Mans Test am 4. Juni vor. Die heiße Phase für die 24 Stunden von Le Mans am 17. und 18. Juni hat begonnen!

Fotos (c) BMW AG, Porsche AG, GM Media/Chevy Racing, Cadillac Media, Toyota Gazoo Racing Media