Tropheé Andros: Dubourg ist Eismeister!

Zum zweiten Mal in Folge sichert sich Jean-Baptise Dubourg den Titel der Tropheé Andros. Mit einem Rückstand von fünf Punkten wird Jean-Philippe Dayraut Vizemeister. Nach zwei äußert hart geführten Saisons gegen Clio-Pilot Dubourg wirft der Eiskönig das Handtuch. Dayraut kehrt der französischen Eisrennserie den Rücken!

Die Tropheé Andros 2016/2017 war die vielleicht spannendste der letzten Jahre und kumulierte in einen Zweikampf, der mit aller Härte geführt wurde. Auf der einen Seite der sechsfache Champion und Herausforderer Jean-Philippe Dayraut im neu aufgebauten BMW France M2. Sein Gegenpart: Der Vorjahresmeister Jean-Baptiste Dubourg, der sich bei seiner ersten Meisterschaft hauchdünn gegen Dayraut durchsetzen konnte. Bereits vor der Saison deutete nahezu alles darauf hin, das die beiden auch in diesem Winter die Hauptdarsteller des packenden Eis-Sports werden würden. In den Nebenrollen: Olivier Panis im WRT-Audi. Franck Lagorce im von Mazda France vorbereiteten Mazda 3. Dazu Benjamin Riviere im immer noch gut gehenden MINI und Audi-Pilot Benoit Treluyer. DTM-Pilot Adrien Tambay blieb nach guter Vorjahresleistung in diesem Jahr leider nur die Statistenrolle. Dayraut und Dubourg lieferten sich von Beginn an messerscharfe Attacken. Teilweise so hart, das Dayraut in Andorra mit einer zehnsekündigen Strafe belegt wurde. Die Strafe schrieb Geschichte, denn es war die erste Zeitstrafe der Tropheé Andros überhaupt.

Andorra tat Dayraut weh. Viel schlimmer war für den Mann aus Toulouse aber die Disqualifikation von Lans, initiert vom härtesten Gegner. Dubourg beschwerte sich über die fehlende Heckschürze an Dayrauts BMW M2 und der Protest hatte Erfolg. Aus meiner Sicht in gravierender Fehler der Rennleitung. Heute zählen aber nur noch die harten Fakten. Dubourg wurde in Super Besse zum zweiten Mal Meister und hielt Dayraut in Schach. Der große Eiskönig, der durchaus mit Yvan Muller und Alain Prost auf einer Stufe steht, setzte aber noch einmal eine Duftmarke. Von der Pole Position gewann Dayraut das Saisonfinale in Clermont Super Besse. Dabei hatte Dayraut durchaus Druck von Olivier Panis, der immer wieder versuchte, eine erfolgreiche Attacke zu reiten. Dayraut war im durchaus spannenden Abschlußrennen aber immer Herr der Lage. Der Champion von 2009, 2010, 2011, 2013, 2014 und 2015 holte sich den letzten seiner 55 Siege. Jean-Baptiste Dubourg kam mit einem Rückstand von 5,760 Sekunden auf den dritten Rang und konnte anschließen seine zweite Meisterschaft feiern.


Elite PRO – Super Besse 2017 von TropheeAndros

Dayraut sparte sich im Ziel große Worte, doch zwischen den Zeilen konnte man deutlich Kritik am System der Tropheé Andros heraushören. Das neu eingeführte Zeitfahren um die Superpole schien Dayraut so gar nicht zu gefallen. Auch der immer größer werdende Einfluss der TV-Stationen auf die Rennserie behagte dem 47-jährigen nicht.

Tropheé Andros – Saison 2016/2017 – Endstand
1. Jean-Baptiste Dubourg, Renault Clio 3, 639 Punkte
2. Jean-Philippe Dayraut, BMW M2, 634 Punkte
3. Olivier Panis, Audi A1 quattro, 626 Punkte
4. Benjamin Riviere, MINI Countryman, 601 Punkte
5. Franck Lagorce, Mazda 3, 589 Punkte
6. Benoît Treluyer, Audi A1 quattro, 510 Punkte
7. Olivier Pernaut, Mazda 3, 501 Punkte
8. Bertrand Balas, Peugeot 3008, 494 Punkte
9. Gérald Fontanel, BMW M2, 441 Punkte
10. Gilles Stievenart, BMW M2, 343 Punkte

Für die Freunde der französischen Eisrennserie beginnt nun eine lange Sommerpause. Der Auftakt zur Saison 2017/2018 ist am 9. Dezember in Val Thorens.

Fotos (c) Tropheé Andros, B. Bade