Tropheé Andros: Erster Sieg für Francky!

Franck Lagorce siegt wieder. Beim vierten Lauf zur Tropheé Andros holte sich Francky am Samstag den ersten Sieg auf dem Werks-Mazda. Jean-Philippe Dayraut baut die Führung aus. Ausserdem: Die Rallye Dakar ist nach völlig umgebauter siebter Etappe in Uyuni angekommen!

Jean-Philippe Dayraut und BMW France marschierten auch in Isola 2000 zielstrebig in Richtung Titel. Im ersten Finale am Freitag holte sich der Mann aus Toulouse einen nie wirklich gefährdeten Sieg. Zwar hing der MINI mit Benjamin Riviere in Dayrauts Nacken, Riviere hatte allerdings nicht den Hauch einer Chance auf ein erfolgreiches Überholmanöver. Olivier Panis fuhr im WRT Audi A1 einen einsamen Heat und wurde unbedrängt von der Konkurrenz guter Dritter in einem ereignislosen Rennen.


Elite Pro jour 1 – Isola 2017 von TropheeAndros

Das zweite Finale am Samstag sah Franck Lagorce auf der Pole. Francky fuhr ein cleveres Rennen und verteidigte seine Führung gegen einen heftig attackierenden Jean-Baptiste Duborg. Ein Duell, das die Zuschauer von den Sitzen riss. Dahinter kämpften Olivier Panis und Jean-Philippe Dayraut um den letzten Podiumsplatz. Dayraut gelang es zur Hälfte des Rennens, an Panis vorbei zu ziehen und sicherte sich mit dem dritten Rang wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft. Für zahlreiche Beobachter der französischen Eisrennserie kommt Dayrauts Comeback nicht wirklich überraschend. BMW France hat mit dem M2 genau das richtige Auto und Dayraut ist Profi genug, aus dem guten Material des Beste zu machen. Vor dem fünften Rennwochenende am 14. und 15. Januar in Hautes Alpes führt Dayraut in der Gesamtwertung mit 462 Punkten vor Jean-Baptiste Dubourg (446 Punkte) und Benjamin Riviere, der 426 Zähler auf dem Konto hat.


Elite Pro jour 2 – Isola 2017 von TropheeAndros

Die Rallye Dakar ist inzwischen auf dem Rückweg nach Buenos Aires. Der erste Teil der Marathonetappe wurde allerdings zum Sprint. Auf dem Weg von La Paz nach Uyuni wurde die Sonderprüfung auf 166 Kilometer gekürzt. Nachwievor kämpfen die Teams mit den widrigen Wetterbedingungen im bolivianischen Hochland. Stephane Peterhansel gewann die kurze Etappe vor Sebastien Loeb und baute seine Führung aus. Peterhansels Etappensieg war auch strategisch geprägt. Der Dakar-Rekordsieger geht heute als erster auf den zweiten Teil der Marathonetappe und erhofft sich von der Startposition entscheidende Vorteile. Mit Tagesrang drei verbesserte sich das Toyota Gazoo Team mit Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz in der Gesamtwertung von der achten auf die sechste Position. „Heute lief der Tag so, wie Giniel und ich uns das eigentlich für die gesamte Dakar vorgenommen hatten“, sagte Dirk von Zitzewitz im Ziel. „Ich denke, dass wir auf Augenhöhe mit den Favoriten um den Tagessieg gekämpft haben, fahrerisch wie auch navigatorisch. Mit Tagesrang drei in die zweite Woche zu starten, ist eine gute Sache. Nun hoffen wir, dass wir morgen und auf den kommenden Etappen ebenfalls glänzen können. Auf dem zweiten Teil der Marathon-Etappe mit knapp 500 WP-Kilometern sicher keine leichte Aufgabe!“

Auch Mikko Hirvonen meldete sich gestern eindrucksvoll zurück. Mit dem vierten Rang in der Tageswertung behaupteten Hirvonen und Copilot Michel Périn den fünften Platz in der Gesamtwertung.

Dakar 2017, Stand nach der 7. Etappe

1. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Peugeot 15:57.06 Std.
2. Sébastien Loeb/Daniel Elena, Peugeot +1.57
3. Nani Roma/Alex Haro Bravo, Toyota +11.07
4. Cyril Despres/David Castera, Peugeot +14.01
5. Mikko Hirvonen/Michel Perin, Mini +47.24
6. Giniel de Villiers/ Dirk von Zitzewitz, Toyota +1:11.44
7. Orlando Terranova/Andreas Schulz, Mini +1:16.06
8. Jakub Przygonski/Tom Colsoul, Mini +1:18.02
9. Boris Garafulic/Filipe Palmeiro, Mini +2:08.20
10. Romain Dumas/Alain Guehennec, Peugeot +2:48.37

Heute steht der zweite Teil der Marathonetappe auf dem Programm. Von Uyuni führt die Route über 892 Kilometer zurück ins argentinische Salta. Eine Sonderprüfung über 492 Kilometer gegen die Uhr steht an, zweigeteilt in einen bolivianischen und einen argentinischen Abschnitt. Ersterer führt durch ein Dünen-Gebiet im Altiplano und einer Durchquerung zahlreicher Furten. Auf argentinischer Seite wartet ein noch unbekanntes Terrain auf die Fahrer und Beifahrer. Die Teams müssen sich durch ein Gewirr aus zahlreichen, farbintensiven Canyons schlängeln. Wieder einmal eine ganz spezielle Herausforderung für die Navigatoren. Start zur achten Etappe ist heute um 12:55 Uhr MEZ. Das Profil der Etappe steigt noch einmal bis auf 4.400 Meter Seehöhe.

Fotos (c) Peugeot Sport, DPPI, BMW AG, Team X-Raid, Tropheé Andros, B. Bade