Tropheé Andros Andorra: Im Grenzbereich!

Die Rennen der Tropheé Andros Saison 2016/2017 entwickeln sich zu einem echten Thriller. Nach dem ersten Wochenende in Val Thorens waren auch die Läufe in Andorra geprägt von jeder Menge Action. Mit viel Aggressivität wurde der Grenzbereich mehrmals überschritten. Kein Wunder, denn die Qualität der Serie erlebt in diesem Jahr einen echten Schub. Prominente Top-Piloten und engagierte Hersteller treffen auf die etablierten Eispiloten. Da gibt man sich gern mal Saures. Keiner der Stars will verlieren!

Die latent aggressive Grundstimmung war im ersten Pro Finale am Freitagabend besonders spürbar. Benjamin Riviere gab im MINI Countryman das Tempo vor, dahinter entwickelte sich ein sehenswertes und übertrieben hartes Rennen. Olivier Panis im WRT-Audi, Franck Lagorce im Werks-Mazda, Jean-Baptiste Dubourg im Clio und Jean-Phillippe Dayraut im BMW France M2 lieferten sich im Verfolgerfeld packende Zweikämpfe mit ordentlich Lackaustausch. Mittendrin auch DTM-Pilot Adrien Tambay, der nicht minder austeilte. Die Zuschauer waren begeistert, die Sportkommissare von der überharten Fahrweise überrascht. Und so hagelte es zum ersten Mal in der langen Geschichte der Tropheé Andros eine Strafzeit. Jean-Philippe Dayraut fing sich zehn Sekunden ein, konnte damit aber noch zufrieden sein. Der Altmeister beendet den ersten Heat auf dem achten Rang. Es hätte für ihn durchaus schlimmer kommen können.


ELITE Pro J1 – Andorre 2016 von TropheeAndros

Auch im zweiten Finale am späten Samstagabend ging es hoch her. Dayraut startete von der Pole. Daneben ging Benoit Treluyer auf dem Audi A1 quattro ins Rennen. Noch vor der ersten Kurve teilte Dayraut aus und überraschte Treluyer, der danach auch noch Jean-Baptiste Dubourg und Olivier Panis ziehen lassen musste. Dabei kam Treluyer von der Linie ab und knallte in der zweiten Kurve heftig in die Streckenbegrenzung. Die erste Runde des 8-Runden-Rennens war bereits geprägt von jeder Menge Action, doch das sollte es noch nicht gewesen sein. Meister Dubourg setzte Dayraut im BMW M2 immer mehr unter Druck, musste allerdings auch nach hinten schauen, denn da war Olivier Panis im WRT-Audi A1 auf dem Vormarsch. Zur Rennhalbzeit entwickelte sich auf dem 820 Meter langen Eiskanal ein packender Dreikampf. Dubourg nahm mehrmals Maß, kam aber nicht ohne Risiko an Dayraut vorbei. Dahinter rasselten Panis und Riviere aneinander. Die Action steigerte sich von Runde zu Runde und in der vorletzten zückte Dubourg das Messer. Ein kleiner böser Rempler und der Clio des amtierenden Meisters schob sich an Dayrauts BMW vorbei. Dayraut versuchte noch einen Konter, der kam aber zu spät. Dubourg sicherte sich einen spektakulär herausgefahrenen zweiten Saisonsieg. Dahinter fuhren Dayraut und Olivier Panis auf die Plätze. Für die Sportwarte war der zweite Lauf durchaus harmonisch. Zeitstrafen wurden nicht vergeben.


ELITE Pro J2 – Andorre 2016 von TropheeAndros

In der Gesamtwertung führt nach zwei von sieben Rennwochenenden Jean-Phillippe Dayraut mit 230 Punkten vor Jean-Baptiste Dubourg (229 Punkte) und Benjamin Riviere, der 213 Zähler auf seinem Konto hat. Dahinter lauern Olivier Panis, Franck Lagorce und Benoit Treluyer. Auf die Verfolger wartet die nächste Chance bereits am kommenden Wochenende. Der winkelige 820-Meter-Kurs von Alpe d‘ Huez wird ein Garant für Rennaction vom Allerfeinsten.

Fotos (c) Tropheé Andros, B. Bade