NHRA: Der Countdown nimmt Fahrt auf!

Jack Beckman sorgte in St. Louis für eine Überraschung bei den Funny Cars. Shawn Langdon siegte in der Top Fuel Klasse. Die größte Überraschung lieferte aber Alex Laughlin, der die Pro Stock Klasse für sich entscheiden konnte. Summit Racing mussten sich dagegen mit einem sieglosen Wochenende begnügen!

img_4656Erica Enders-Stevens ging es in St. Louis auch nicht besser. Zwar erreichte die amtierende Pro Stock Meisterin nach ihrem Quali-Aus von Charlotte die Elimination Round. Bereits in der ersten Runde kam aber das Aus im Duell gegen Jason Line. Und ausgerechnet Line war es, der in der zweiten Runde auf seinen Teamkollegen Greg Anderson traf. Line kam weiter und das die Saison so dominierende Summit Racing Duo war bereits früh gesprengt. Auf seinem Weg ins Finale wurde Jason Line jedoch von Bo Butner überrascht, der mit einer sensationellen Reaktionszeit von nur 0,003 Sekunden einen Holeshot hinlegte. Nach der dritten Elimination war auch Jason Line aus dem Rennen. Butner qualifizierte sich für das Finale und traf auf Alex Laughlin, der bereits Vince Nobile und Shane Gray aus dem Turnier warf. Butner war gewarnt und hatte dennoch keine Chance. Bereits am Start kam Laughlin perfekt aus der Box und gewann seinen ersten Pro Stock National Event überaus souverän. Mit der Zeit von 6.611 Sekunden profitierte Laughlin allerdings auch von Butners schwachen Start, der am Christbaum 0,037 Sekunden verlor. Fast ein Ewigkeit!

131-_2_jackbeckman-sunBei den Funny Cars sorgte Jack Beckman für einen Aha-Moment. Im vergangenen Jahr noch bis zum Saisonfinale im Titelkampf, arbeitete sich Beckman im Laufe der 2016er-Saison langsam nach vorn. Mit Sieg Nummer 2 rückte der Pilot des Infinte Hero Dodge Charger nun auf den dritten Platz der Funny Car Gesamtwertung. Der Weg dahin war in St. Louis allerdings nicht einfach. Bereits in der zweiten Elimination Round traf Beckman auf John Force. Nur dank der schnelleren Reaktionszeit konnte Beckman das Duell gegen den Altmeister gewinnen. Im dritten Heat wartete Ron Capps, der allerdings mit einer Zeit von 4,112 Sekunden enttäuschte. Beckman stand im Finale und das nicht zuletzt dank konstanter Zeiten unter vier Sekunden. Parallel arbeitete sich Tommy Johnson Jr. ins Finale vor und räumte dabei Robert Hight und Tim Wilkerson aus dem Weg. Beckman vs. Johnson, das war auch das Duell zweier alter Weggefährten. Beckmans erster Sieg als Profi war gegen jenen Tommy Johnson. Auch in St. Louis bieb Beckman erfolgreich. Dem Funny Car Champion des Jahres 2012 gelang ein perfekter Start, doch Johnson holte auf. Nach etwa 330 Fuss ging dem Funny Car von Johnson allerdings die Puste aus. Der Make-A-Wish Dodge Charger wurde langsamer und Beckman hatte den Sieg in einer Zeit von 3,928 Sekunden und einem Schnitt von 324,51 Meilen pro Stunde sicher.

Das Top Fuel Duell gewann Shawn Langdon, der sich einen packenden Zweikampf mit Tony Schumacher lieferte. Langdon legte im Red Fuel/Sandvik Dragster einen Traumstart hin und gewann das Rennen. Mit seinem dritten Saisonsieg machte Langdon in St. Louis gleichzeitig einen Sprung auf den vierten Rang der Top Fuel Tabelle.

Bereits am kommenden Wochenende ist Halbzeit im NHRA Countdown To Championship. Mit den Dodge Nationals auf dem Maple Grove Raceway nimmt der Kampf um die Titel dann richtig Fahrt auf!

Und dann war da noch…
Ein spektakuläres WTCC-Rennen in Shanghai!

wtcc_thed_bjork_action_imageAuf dem Shanghai International Circuit fuhr Volvo zum Premierensieg in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Thed Björk gelang das Kunststück mit einer äußerst cleveren Fahrt und einigen spektakulären Überholmanövern. Zur Halbzeit des Opening Race lag Björk auf dem vierten Rang hinter Michelisz, Chilton und Tarquini. Eine Kollision zwischen Tarquini und Chilton nutzte Björk eiskalt aus, setzte sich auf den zweiten Platz und blies anschließend zur Jagd auf Norbert Michelisz. Björk war eindeutig schneller als Michelisz, doch hinter den beiden lauerte bereits Yvan Muller, der in seinem 148. WTCC-Rennen auf einen Fehler der Führenden lauerte. Drei Runden vor dem Ende des Rennes nahm Björk Maß, kam aber noch nicht an Michelisz Honda vorbei. Der Ungar wehrte sich allen Mitteln, hatte aber mit seinem 60 Kilo schwereren Honda Civic fast keine Chance gegen den heranstürmenden Volvo S60. Ein spektakuläres Finish bahnte sich an, das Björk in der letzten Runde für sich entscheiden musste. Zwischen den beiden kam es zum beinharten Duell, Teile flogen und Björk übernahm die Führung mit angeschlagenem Auto. Die Hinterradaufhängung an Björks Volvo hielt aber bis ins Ziel. Der erste Volvo-Sieg war in trockenen Tüchern. Das Main Race gewann erwartungsgemäß Jose-Maria Lopez, der Citroen zum Herstellertitel führte! Mehdi Bennani krönte sich in Shanghai zum Independent-Champion!

Fotos (c) General Motors STLNews, Geiger Global Media, NHRA Media, FIA WTCC Media, DPPI