Auf der Zielgeraden!

Die Woche biegt auf die Zielgerade ein und wie so oft kommt kurz vor Feierabend wieder alles auf einmal. Toyota Gazoo Racing gewinnt mit Nasser Al-Attiyah die Sealine Rallye, den dritten Lauf zum FIA Cross Country World World Cup. In Argentinien übernimmt Jari-Matti Latvala die Führung und hier im Blog erwartet euch mit den Nissan Mobil 500 ein äußerst unterhaltsames Rennen im Bordkino!

m_abu_dhabi_desrt_challenge_stage5_mkin_0094343411378157697FIA Cross Country Weltmeister Nasser Al-Attiyah ist wieder im Geschäft. Der Katari, inzwischen in Diensten von Imperial Toyota, gewann auf dem Hilux den dritten Lauf zum FIA Cross Country World Cup. Zittern muss Al-Attiyah aber noch um Sieg oder Niederlage bei der Rallye Dakar. Die Entscheidung über den Protest ist auch nach drei Monaten weiter offen. Zur Erinnerung: Stephane Peterhansel hatte während der Dakar in einer neutralen Zone nachgetankt. Das deutsche Team X-Raid legte dagegen Protest ein. Nach mehreren Anhörungen fällte das zuständige Schiedsgericht des französischen Motorsportverbandes FFSA ein Urteil, das nicht an Peterhansels Sieg rütteln wollte. Begründung: Keine! X-Raid reichte das nicht. Nun wird das Team über den DMSB beim internationalen Berufungsgericht der FIA intervenieren, um die befürchtete Allianz zwischen Peugeot und dem FFSA aufzubrechen. Ob dieser Schritt wirklich erfolgreich ist, wird sich erst im Sommer zeigen. So lange hat die Rallye Dakar des Jahres 2016 keinen offiziellen Sieger. Eine ziemlich enttäuschende Angelegenheit, wie ich finde! Den zweiten und dritten Platz bei der Sealine Rallye belegten übrigens die MINI-Teams von Yazeed Al Rajhi mit Navigator Timo Gottschalk und die Russen Vladimir Vasilyev/Konstantin Zhiltov.

  1. Bei der Rallye Argentinien drehte gestern Jari-Matti Latvala auf. Der Finne holte vier von acht Bestzeiten und übernahm die Führung vor Sebastien Ogier. Nur 3,9 Sekunden hinter dem Weltmeister lauert bereits Hayden Paddon im Hyundai i20 WRC. Dani Sordo hält vor dem heutigen Tag den fünften Rang. Thierry Neuville  hat bereits einen Rückstand von über sieben Minuten und liegt auf dem zehnten Platz. Der Belgier kämpfte gestern mit Problemen an der Elektrik seines New Generation i20 WRC.

Doch am Wochenende ist noch mehr los. Die Stromschnellen der Formel E geben heute ihr Gastspiel in Paris und die bunt lackierten Mittelklassewagen der WTCC fahren auf dem Hungaroring. In Ungarn sollten die Karten neu gemischt werden, denn die Kompensationsgewichte werden neu verteilt. Honda muß 70 Kilogramm zuladen. Lada wird mit 50 Kilogramm belastet. Citroen schleppt auch weiter 80 Kilogramm mit sich herum. Außerdem kann man sich morgen mit dem Start der Blancpain Endurance Series die Zeit vertreiben. Und wem das noch nicht reicht, für den gibt es im Bordkino ein Wiedersehen mit Peter Brock, Emanuele Pirro, ‚Smoking Joe‘ Winkelhock und Tony Longhurst, die sich 1992 auf dem Straßenkurs von Wellington ein spektakuläres Rennen lieferten. Historische Tourenwagen-Action At Its Best!

Das war es auch schon für heute. Allen Lesern und Freunden wünsche ich ein schönes Wochenende!

Fotos (c) Imperial Toyota, BMW AG, Hyundai Motorsport, Volkswagen Motorsport, Rally Argentina