WTCC: Quali-Krimi in Oschersleben

Guten Tag aus Düsseldorf!

Die WTCC Qualifikation in Oschersleben wir nun wirklich nichts für schwache Nerven. Unmittelbar nach Beginn von Q1 fegte ein Regenschauer über die Strecke, so das alle Piloten möglichst gleichzeitig auf den Kurs wollten. Entsprechend groß war das Gedränge an der Boxenausfahrt, als die 27 Fahrzeuge mit Slicks auf die feuchte Piste rollten.

Während die großen Namen in den ersten Minuten wahrlich im Börderegen untergingen, fuhr Privatier Franz Engstler die schnellste Runde. Würde der Schauer nun zum Dauerregen, Engstlers Pole wäre zementiert gewesen, doch hätte, wäre, wenn…. Die Piste trocknete wieder ab, die Zeitenjagd ging weiter und Franz Engstler musste sich zum Ende des ersten Teils mit dem vierziehnten Startplatz zufrieden geben. Allerdings lag eine zweite Sensation in der Luft. Jaap van Lagen auf dem neuen (aber gefühlte 15 Jahre alten) Lada Priora schob sich unter die ersten Zehn, genauso wie Seat-Fahrer Marin Colak und Tom Coronel. Vom Tom wissen wir ja, das er Feuchtgebiete mag und seinen Benziner-Seat entsprechend um die Kurven treiben kann. Die Top Ten Teilnahme von Colak und Van Lagen hat mich dann aber doch überrascht. Allerdings positiv!

Auch im zweiten Teil des Qualifyings machten es Piste und Witterung den WTCC-Piloten nicht leicht. Gabriele Tarquini setzte aber in der letzten Minute den Schlußpunkt unter ein kurioses Qualifying und holte sich die Pole Position vor Marin Colak und Rickard Rydell. Jaap van Lagen wurde fabelhafter Vierter.

Allerdings bleibt ein fader Nachgeschmack. Tarquini fuhr seine Zeit unter lokalem Gelb, denn Rob Huff strandete kurz vor Ende des Zeittrainings. Und während sich Tarquini um gut 1,8 Sekunden verbesserte, hielten sich die Schnitzerbuben um Gustl Farfus und Jörg Müller brav an die Regeln, im gelben Streckenabschnitt keine Zeitverbesserung zu fahren. Ich bin gespannt, ob Tarquinis schnellste Runde noch ein kleines Nachspiel hat.

Die Top Ten für den WTCC-Lauf in Oschersleben sieht nun erstmal wiefolgt aus:

  • 1. Gabriele Tarquini – Seat Leon TDI -1:39.866
  • 2. Marin Colak – Seat Leon – 1:41.692
  • 3. Rickard Rydell – Seat Leon TDI – 1:42.192
  • 4. Jaap van Lagen – Lada Priora – 1:42,307
  • 5. Nicola Larini – Chevrolet Cruze – 1:43.626
  • 6. Rob Huff – Chevrolet Cruze – 1:45.526
  • 7. Tom Coronel – Seat Leon – 1:46.104
  • 8. Jörg Müller – BMW 320si – 1:46.249
  • 9. Gustl Farfus – BMW 320si – 1:46.481
  • 10. Alex Zanardi – BMW 320si – 1:47.667

 

Und dann war da noch….

Die Mercedes Pole in Brands Hatch. Paul Di Resta sicherte sich für den morgigen DTM-Lauf die Pole Position.

Soviel für heute und allen Motorsportfreunden ein schönes Wochenende!