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Bathurst 12 Hr: ‘Back To Back’ für Audi

Guten Morgen aus Düsseldorf!

Audi gewinnt die 12 Stunden von Bathurst zum zweiten Mal in Folge. Mercedes fährt auf den zweiten Rang. Kein neuer Rundenrekord.

Christopher Mies, Darryl O’Young und Christopher Joens holen sich am Mount Panorama einen grandiosen “Back To Back – Triumpf. Die Vorjahressieger machten auch in diesem Jahr alles richtig und trugen ihren Audi R8 LMS zum Sieg. Dabei hatte die Mannschaft eine Schrecksekunde zu überstehen. Der Känguru-Audi grub sich einmal ins Kiesbett ein, kam jedoch aus eigener Kraft auf die Piste zurück. Bei zum Teil schwierigen Wetterverhältnissen mit viel Regen war der von Phoenix-Racing eingesetzte Audi R8 LMS GT3 trotz des kleinen Ausrutschers die Macht am Berg. Der von Erebus-Racing in Kooperation mit Black Falcon eingesetzte Mercedes-Benz SLS AMG GT3 mußte sich nach 12 Stunden bzw. 270 Runden mit einem Rückstand von einer Minute und 13 Sekunden geschlagen geben. Der australisch-deutsche Silberpfeil konnte aber dennoch Akzente setzen. Der schnelle Jerome Bleekemolen fuhr in der abtrocknenden Schlußphase beherzte Runden und zementierte den zweiten Gesamtrang vor dem Ferrari F458 von Clearwater Racing. Platz Vier ging an den Hunter Sports Group Porsche 997 GT3. Hier das komplette Resultat des Rennens. Ein paar erste Eindrücke von der Startphase des Rennens gibt’s auch schon.

 

Das regnerische Wetter am Mount Panorama machte den angepeilten neuen Rundenrekord bereits früh zunichte. Das war leicht zu verschmerzen, denn das Rennen war wieder einmal packend und hochdramatisch. Die verschiedenen Klassen waren angefüllt mit konkurrenzfähigen Autos, die sich großartigen Sport lieferten. Zwar waren nur 26 Fahrzeuge gemeldet, doch das tat der Spannung keinen Abbruch. Das Bathurst 12 Hours hat das Zeug zu einem großen GT3-Event. Das bewiesen auch die Zuschauerzahlen des fabelhaften Livestreams. Waren im vergangenen Jahr knapp 12.000 Zuschauer online dabei, kamen die Veranstalter heute auf den fabelhaften Wert von über 70.000 Zuschauern aus der ganzen Welt. Zweifellos, das Bathurst 12 Hours eine große Zukunft. Kein Wunder, bei der Strecke!

 

Und dann war da noch…

…Danica Patrick! Miss Supercool entwickelt sich zur Miss Demolition! Trouble In Turn 3 And A Wild Ride… Beim gestrigen Auftakt zur Nationwide Series startete “La Patrick” zwar von der Pole, bekam aber einen kleinen Stups von Cole Whitt, ausgerechnet Danica Patricks Teamkollege. Der Schubser ging schief und Danica landete mit ihrem giftgrünen Chevy wieder in der Mauer. Diese NASCAR-typische Erfahrung fand Danica gar nicht lustig. Ihre wilden Flüche gingen via Bordfunk in die Welt hinaus und die auf Moral und Anstand bedachten US-Fernsehsender hatten ihre liebe Mühe, Danicas Wutausbrauch mit vielen Piiiiep-Piiiiep-Tönen zu zenzieren.

 

Übrigens, James Buescher gewann das hektische Rennen vor Brad Keselowski. Patrick-Stupser Cole Whitt wurde Dritter. Und Danica? Wurde als 38. gewertet und läuft wahrscheinlich jetzt noch mit Schaum vor dem Mund herum. Kein gutes Zeichen für Danicas Daytona 500 Auftritt heute abend ab 18:55 Uhr LIVE auf Motorvision TV

Meilen sammeln…

Guten Morgen aus Düsseldorf!
Heiß ersehnt, lang erfleht. Das erste richtig große Rennwochenende des noch jungen Jahres steht an. Und während im Dorf der Frühling ganz zaghaft an die Türen klopft, wird in Daytona und in Bathurst bereits bei 25 Grad im Schatten Vollgas gegeben. Kein Wunder, das Danica Patrick ihr Pole-Interview mit Sonnenbrille auf der Nase ablieferte. Miss Supercool geht heute vom bestmöglichen Startplatz in ihr 26. Nationwide Rennen. Ein Riesending für NASCAR, aber auch für die Quote von Motors TV, die das Rennen heute ab 18 Uhr live übertragen. Danica ist übrigens erst die zweite Kutscherin, die sich eine NASCAR Nationwide Pole greifen konnte. Und wenn alles gut geht, hat das Go-Daddy-Girl am Ende des Tages 300 Meilen mehr auf ihrem Konto und vielleicht sogar einen Sieg in der Tasche. Dafür müßte Danica allerdings die Superstars schlagen. Denn im Line Up zum Drive4COPD 300 lauern neben Tony Stewart, dem Junior und den Busch-Brüdern auch Trevor Bayne auf ihre Chancen, es der Dame mal so richtig zu zeigen. Schauen wir mal, wie sich Danica aus der Affäre zieht.

 

Meilen sammeln geht auch in Down Under. In Bathurst kommt allerdings richtig was zusammen. Wer heute am frühen Morgen das abschießende Qualifying gesehen hat, dem wird der gewaltige Speed aufgefallen sein, mit dem Audi, Ferrari und Mercedes über den Mount Panorama gebrettert sind. Allan Simonsen im Rosso Maranello Ferrari 458 stanzte bereits im freien Training eine Zeit von 2:08.24 in den Asphalt. Im entscheidenden Qualifying sicherte sich dann der Phoenix-Audi die Pole Position vor dem roten Geschoß und dem zweiten Phoenix-Audi. Der von Black Falcon in Kooperation mit Erebus-Racing eingesetzte Mercedes SLS AMG GT3 sicherte sich den vierten Platz. Die Bathurst-Premiere des SLS ist für sich allein schon spektaktulär. Wenn der Flügeltürer mit seinem bollernden Schiffsmotor über den Berg pflügt, nenn ich das Speedklettern vom allerfeinsten. Was das Meilensammeln angeht, dürfte das 12-Stunden Rennen von Bathurst einem neuen Rekord entgegen steuern. Der bisherige Rekord von 292 Runden dürfte in der Nacht auf Sonntag fallen. Wenn das Wetter mitspielt! Denn im Laufe des Rennens werden ein paar Regenschauer erwartet. Los gehts heute abend um 20:15 Uhr MEZ live auf Audi.TV, aber die Insider unter euch wissen das ja längst, denn die Runden über den Mount Panorama sind eben etwas ganz besonderes. Der Audi R8 LMS von United Autosports nimmt uns mal ein paar Meilen mit.

 

Richtig Meilen sammeln, das konnten auch Mercedes und Nico Rosberg gestern in Barcelona. Mit 139 Runden war Rosberg im W03 am vierten Testtag eindeutig fleissigster Fahrer. Viel Arbeit für die Silberpfeil-Truppe, die in einem simulierten Grand Prix am Donnerstag gegen Red Bull den kürzeren zog. Webber gewann das imaginäre Duell gegen Michael Schumacher. Allerdings fuhr Webber mit drei verschiedenen Reifensätzen und das ist ja im normalen Rennbetrieb nicht erlaubt. Trotzdem, Red Bull ist die Macht, die es zu schlagen gilt. Nach Auswertung der Daten rechnete Ross Brawn mit einem Gap von einer halben bis zu einer dreiviertel Sekunde. Bei Mercedes gehts also vorwärts. Schließlich lag der Gap zu Red Bull im vergangenen Jahr noch bei 1,5 Sekunden. Die Kühlprozesse, die 2011 mehrfach zu Problemen führten, gelten als gelöst. Norbert Haug stapelt aber weiter tief: “Wir wollen erstmal aus der Liga der Überrundeten in die Kategorie jener aufsteigen, die überholen”, sagte der Mercedes-Sportchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das hört sich gut an. Klappts mit dem Überholen, dann klappts auch mit dem Meilen sammeln.

In diesem Sinne, einen schönen Samstag, viel Spaß bei den ersten Rennen des Wochenendes und cool bleiben, wenns beim Meilen sammeln mal wieder heiß hergeht!