DTM Norisring: Die Serie hält!

Guten Morgen aus Düsseldorf!

Mercedes bleibt am Norisring die Macht. Die seit 2003 anhaltende Siegesserie hielt auch gestern! Für die von Doppelsiegen in der Formel 1 verwöhnten Mercedes Fans war der Sieg von Robert Wickens am Norisring ein wenig Balsam für die Seele.

_M146587 (c) daimler-benz mediaTop-Traktion, perfektes Bremsverhalten. Der Norisring bescherte Mercedes nicht nur den Rennsieg. Robert Wickens holte sich bereits am Samstag die Pole Position. Insgesamt waren fünf Mercedes-Benz C-Coupes unter den besten Sechs des Abschlußtrainings. Im Rennen war sogar ein Doppelsieg im Bereich des möglichen. Christian Vietoris lag in der Schlussphase des Rennens auf Platz zwei, als er mit einem Problem am rechten Hinterrad vorzeitig ausschied. Für Robert Wickens lief der vierte DTM-Lauf perfekt: „Schon unsere gute Pace im Training und die Pole Position kamen für mich nach dem schwierigen Saisonstart unerwartet. Dann heute auch noch das Rennen zu gewinnen, ist wie ein Traum für mich“, sagte der sichtlich zufriedene Kanadier nach dem Rennen.

AM140161_large (c) audi mediaAudi lieferte an der Noris eine starke Teamleistung. Jamie Green und Mattias Ekström fuhren aufs Podium. Audi holte auf dem Norisring die meisten Punkte und liegt in der Herstellerwertung der DTM nun mit 196 Zählern klar vor BMW (132) und Mercedes-Benz (76). Aufgrund starker Regenfälle erfolgte der Start in Nürnberg hinter dem Safety-Car. Als das Rennen nach drei Runden freigegeben wurde, kam es zu einer Berührung zwischen dem Trainingsdritten Jamie Green im Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Rosberg und dem Zweitplatzierten Mercedes von Paul di Resta, der einen ungewöhnlich großen Abstand zu seinem Vordermann gelassen hatte. Gegen Green wurde eine Fünf-Sekunden-Boxenstoppstrafe verhängt, durch die der Brite den Anschluss zum späteren Sieger Robert Wickens verlor. Mit Rang zwei gelang Green trotzdem das bisher beste Ergebnis seit seinem Wechsel zu Audi.

Audi war an der Noris stark, das bestätigte auch Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Nach den Erfolgen bei den 24 Stunden von Le Mans und dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hätten wir natürlich auch gerne endlich unser DTM-Heimspiel auf dem Norisring gewonnen. Leider hat es nicht geklappt, aber das ist kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Ganz im Gegenteil: Wir haben eine ganz starke Leistung der gesamten Audi-Mannschaft gesehen!“

P90154588 (c) bmw mediaBMW war am Norisring nur dritte Kraft. Marco Wittmann wurde bei seinem Heimrennen Sechster und bestplatzierter BMW-Pilot. Joey Hand folgte dem Fürther und sammelte als Siebter noch einige Punkte. Die übrigen BMW DTM-Fahrer verpassten im vierten von insgesamt zehn Saisonrennen den Sprung in die Top-10. BMW-Motorsportdirektor Jens Marquard brachte die durchwachsene Leistung seiner Piloten auf den Punkt: „Das war das erwartet harte Rennen. Die Witterungsbedingungen haben für schwierige Verhältnisse gesorgt, und das Rennen war dominiert von der richtigen Reifenstrategie. Marco Wittmann hat ein gutes Rennen gezeigt und konnte noch einige Zähler mitnehmen. In der Breite sind wir natürlich nicht zufrieden. Auf die Plätze sechs und sieben zu kommen, ist nicht unser Anspruch. Glückwunsch an Robert Wickens und Mercedes zum Sieg. Und ein Kompliment an die zahlreichen Zuschauer, insgesamt 121.000 über das Wochenende, die bei diesem Wetter auf den Tribünen ausgeharrt haben. Das verdient großen Respekt.“

Mercedes kann also noch gewinnen. Aber von einer Trendwende zu reden ist noch viel zu früh. Die C-Coupes werden im Verlauf der Saison wohl weiter mit ihrer schwachen Gesamtleistung kämpfen müssen. Aber zumindest bei regnerischen Bedingungen haben die Stuttgarter eine realistische Siegchance. Die ARD hat das Rennen von Nürnberg bereits in der Mediathek. In knapp zwei Wochen gastiert die DTM auf dem Moskau Raceway. In Russland wird sich Mercedes wohl wieder hinten anstellen müssen!

alle Fotos: Daimler-Benz AG, Audi AG, BMW AG