WRC Neuseeland: Aus die Maus…

Guten Morgen aus Düsseldorf!

Die Fordfreunde schieben Frust. Titelkandidat Latvalla hat sich mit seinem gravierenden Patzer um jede WM-Chance gebracht. Zwar brannte Latvalla im Regen der Sonderprüfung 14 erneut ein Feuerwerk ab und holte sich den Etappensieg, doch im Gesamtklassement liegt Latvalla heute früh abgeschlagen auf dem achten Rang. Aus die Maus, der Traum vom WM-Titel ist ausgeträumt.

Das hat inzwischen auch Ford-Teamchenf Malcolm Wilson realisiert, der von einem frustierendem Jahr spricht: „Wir hatten noch nie ein solch konkurrenzfähiges Auto wie in dieser Saison, daher sind wir alle sehr enttäuscht.“ Latvalla, zu Saisonbeginn als ganz heißer Titelkandidat gehandelt, brachte sich selbst durch mangelnde Konstanz und dumme Fehler um den Titel. Nur ein WM-Sieg, der in Schweden, steht auf der Habenseite, der Rest der Saison war bisher zum Vergessen. Vielleicht hat sich Latvalla mental auch schon von Ford verabschiedet. Die Gerüchte um seinem Wechsel zu Volkswagen laufen ja schon seit geraumer Zeit auf Hochtouren.

Gute Laune herrscht dagegen bei Citroen. Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen haben für die letzten Etappen freie Fahrt. Citroen-Teamchef Yves Matton gab seinen Stars grünes Licht für ein teaminternes Duell auf Augenhöhe. Erstmals darf Mikko Hirvonen Jagd auf Loeb machen. Der Abstand ist knapp, denn vor den Abschlußetappen liegen zwischen beiden Citroen-Kutschern nur 6,4 Sekunden. Das freie Fahren bei Citroen kommt Hirvonen sicher zugute, war der Finne doch zuletzt auch ein wenig frustriert, im Kampf gegen Loeb keinen Stich zu bekommen. Das wird sich in Neuseeland ändern, denn Loeb und Hirvonen lassen nichts anbrennen. Auf der letzten Prüfung des Tages holte sich Hirvonen soeben den Etappensieg, Loeb wurde nur Vierter. Citroen plant bereits mit einem Doppelschlag, dafür müssen beide Autos aber erstmal ins Ziel. Reine Routine, denkt Stephan.

 

DTM Hockenheim: Eingetütet

Die DTM galt hier im Blog jahrelang als endlos langweilig. Das hat sich gottseidank geändert, mit dem Einstieg von BMW und den neuen Autos hat die Serie ihr Gähn-Image abgelegt und präsentiert wieder packenden Rennsport. Für uns hier im Dorf Grund genug, sich Ende Oktober auf den Weg nach Hockenheim zu machen. Die Tour zum Saisonfinale steht und – man kann es kaum glauben – seit einer gefühlten Ewigkeit gibts mal wieder ein langes DTM-Wochenende vor Ort. Bleibt zu wünschen, das der Kampf um den DTM-Titel bis zum Finale in Hockenheim schön spannend bleibt und BMW weiter ordentlich mitmischen kann.

VLN: Beliebte Tagestour

Immer ’nen Besuch wert ist die VLN am Nürburgring. Mit der 43. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy startet heute um 12 Uhr der vierte Saisonlauf. Zwei Dutzend Top-Teams kämpfen auf der Nordschleife wieder um den Gesamtsieg, darunter auch das Siegerteam des 24-Stunden Rennens. Phoenix-Racing bringt den Audi R8 LMS Ultra mit Frank Stippler und Marc Basseng an den Start. „Phoenix Racing und der Nürburgring gehören einfach zusammen, schließlich ist unser Team direkt an der Nordschleife beheimatet. Zudem ist auch Audi auf der Langstrecke zuhause“, sagt Teamchef Ernst Moser. „Die VLN ist eine tolle Rennserie, der wir uns seit jeher eng verbunden fühlen. Deshalb haben wir entschieden, die komplette Saison zu bestreiten.“

Tolle Rennserie, das hat die VLN nun auch amtlich. Über 12.000 Leser des Magazins ’sport auto‘ wählten die VLN zur beliebtesten nationalen Rennserie Deutschlands. 36 Jahre Grüne Hölle, das kann nicht unbelohnt bleiben. Schließlich bleibt die VLN auch in diesem Jahr die Rennserie mit der größten Bandbreite an Fahrzeugen und Teilnehmern. Auch die Freunde des gepflegten Motorsports aus dem Dorf an der Düssel werden sich die beliebte Tagestour in diesem Jahr noch einmal geben.