WRC Rallye Akropolis: Latvalla im Kampf mit den Göttern

Guten Morgen, heute und in den nächsten Tagen aus Bensberg!

Die gute Nachricht! Jari-Matti Latvalla ist in den Rallyezirkus zurückgekehrt. Der finnische Ford-Fiesta Pilot hat die Zwangspause nach seiner Ski-Langlauf Verletzung gut überstanden. Zwar schmerzt die Schulter noch, doch Latvalla gibt sich für die mit Abstand härteste Rallye im WM-Kalender optimistisch. Latvalla träumt von einem Podestplatz und hat auch die Ambitionen auf den Titel nocht nicht so ganz aufgegeben. Die Realität der Punktewertung spricht allerdings eine andere Sprache. Latvalla liegt weit zurück, um im Titelkampf noch ein ernstes Wörtchen mitreden zu können. Der Rückstand auf den Teamkollegen Petter Solberg beträgt allein schon 45 Punkte und Solberg fehlen auf Tabellenführer Loeb ganze 18 Punkte. „Es sieht nicht gut aus,“ sprach Latvalla vor Beginn der legendären Rallye Akropolis, unter Kennern schlicht „Rallye der Götter“ genannt.

 

409,47 Wertungskilometer über brutalste Schotterpisten, dazu 1251,92 Kilometer Überführungsetappen. Verdammt harte Arbeit für die Kutscher und Navigatoren. Denn die Sonderprüfungen rund um den Kanal von Korinth erzwingen ein Höchstmaß an Konzentration. Hohe Temperaturen fordern die Besatzungen aufs Äußerste, Geröll und Steine machen den Reifen schwer zu schaffen, die Aufhängungen ächzen unter den extremen Belastungen und der Staub kriecht durch jede Ritze der Autos. Kurzum, die Akropolis-Rallye ist ein Knochenjob.

Seit 6:53 Uhr in der Früh sind die WRC- und S2000-Autos heute auf der Reise und nehmen 8 Sonderprüfungen unter die Räder, nur unterbrochen von zwei je 15 Minuten kurzen Servicestopps. Höhepunkt des ersten Tages wird fraglos die 23,17 Kilometer lange Bauxites-Sonderprüfung, die zweimal durchfahren wird. Den ersten Höhepunkt der Akropolis setzte bereits am frühen Donnerstagabend Rückkehrer Latvalla. Der Finne legte los wie der Teufel und stellte sich dem Kampf mit den Göttern. Bei der Auftaktprüfung war Latvalla um 2,8 Sekunden schneller als Sebastien Loeb. Damit ist Latvalla der erste Spitzenreiter. Teamkollege Petter Solberg verwachste die Auftaktprüfung allerdings völlig. Auf weichen Reifen ging für „Mister Hollywood“ gar nichts, die falsche Reifenwahl kostete Solberg 14,6 Sekunden auf den führenden Latvalla. Volkswagen Werksfahrer Sebastien Ogier kam im Skoda Fabia in die Top Ten der ersten Prüfung. Apropos Volkswagen! Immer öfter tauchen Gerüchte auf, das Jari-Matti Latvalla mit Volkswagen Motorsport in Kontakt steht. Ogier und Latvalla im VW Polo WRC? Das wäre ein verdammt heißes Team.

Peugeot: Es geht voran!

Peugeots neues Rallyeprojekt kommt gut voran. Der Peugeot 208 R2 hat in den letzten Wochen mehr als 6000 Testkilometer abgespult. Der Peugeot 208 R2 lief dabei auch als „Null-Auto“ bei der Rallye Korsika und machte auf den heißen Asphaltbändern eine gute Figur. Stephane Sarrazin war danach überzeugt vom präzisen Handling des Autos. Auch die Performance des 1.6 Liter Turbomotor lobte Sarrazin, der über Peugeots neues Rallyeprojekt begeistert ist: „It’s a super car and a deligt to drive!“

Die Equipe Peugeot ist noch auf Korsika und fuhr mit dem neuen Auto in den letzten Tagen weitere Asphalttests, die die Entwicklung des Autos weiter vorantreiben sollen. Mitte Juni stehen weitere Tests in den Vogesen auf dem Programm. Im Juli wird der 208 R2 homologiert, rechtzeitig vor seinem ersten echten Rallyeeinsatz auf der Ulster-Rally Mitte August.

Morgen werfen wir hier einen Blick auf das Indy 500, das endlich wieder live im deutschen TV zu sehen sein wird und dann ist an diesem Wochenende ja noch der legendäre Concorso d‘ Eleganza in Villa d’Este, der „Bling-Bling Grand Prix von Monaco, die GT1 in Navarra und die Formel 2 und die GT Open auf dem Nürburgring.  Viel los für die Freunde des gepflegten Motorsports (nicht nur) aus dem Dorf an der Düssel! 

1 Kommentar

  1. Renngemeinschaft Köln Marsdorf

    Schön das du es bist, Ariane!

    Lass Stephan am Wochenende ruhig mit seinen alten Autos spielen. Kommt er nicht auf dumme Gedanken, von wg. systemrelevanter Leistungsträger in Monaco 🙂

    Mit den billigen Plätzen gibt er sich eh nicht ab. Nur schade, das euer INDYCAR, BURGER & BEER diesmal am Comer See stattfindet. Müssen wir uns das Indy500 wieder in der Marsdorfer Spochtbar ankucken. Oder kommt von dir vielleicht morgen noch ein besserer Tip? Sind gespannt!

Kommentare sind geschlossen.