Indycar & WRC: Vollgas in Südamerika

Guten Morgen aus Düsseldorf!
 
Willkommen im Mai! Wir werfen heute noch einen Blick auf den frühen Sonntagabend. Da gab’s nach all der DTM- und WTCC-Aufregung noch einen Racing-Nachschlag in Form eines sehenswerten Indycar-Rennens. Der Leitplankenkanal von Sao Paulo lieferte die eine oder andere Überraschung. Die größte Überraschung war wohl das Wetter. Denn die Piste blieb trocken!
 
Will Power ist fraglos der „King Of The Streets“ in Brasiliens Megametropole. Der Australier holte sich am Sonntag seinen dritten Samba-Sieg und bewies, das er auch bei trockener Piste in Sao Paulo unschlagbar ist. Power mußte sich aber im letzten Renndrittel einiger Attacken erwehren. Denn Ryan Hunter-Reay nutzte jeden Restart, um Power auf die Pelle zu rücken. Nach 75 Runden und einem chaotischen Rennfinale gewann Will Power in den Straßen von Sao Paulo mit einem Vorsprung von 0,905 Sekunden vor Ryan Hunter-Reay, der seinerseits von einem bärenstark fahrenden Takuma Sato gejagt wurde. Der Japaner in Rahal-Diensten war damit auch der eigentliche Mann des Rennens. Sato kam aus der Tiefe des Raumes und fuhr von Startplatz 26 bis aufs Podium! Dabei profitierte Sato von einem größeren Durcheinander und zwei Restarts, die ihn in der 71. Runde auf den dritten Platz spülte. Überraschend gut lief das Rennen auch für Rubens Barrichello. Der Brasilianer hielt sich fern von ausfallverdächtigen Gefechten und wurde als Zehnter gewertet.

 

Will Power steht pünktlich zum Indy-Monat Mai mit 180 Punkten ganz oben auf der Tabelle. Helio Castroneves (135 Punkte) und James Hinchcliffe (123 Punkte) folgen auf den Plätzen

Bleiben wir noch ein wenig in Südamerika…

Sebastien Loeb gewann die WRC Rallye Argentinien und holte sich den 70. Rallye-WM Sieg! Der neunte WM-Titel in Folge dürfte dem Elsässer nun wohl sicher sein. Loebs Gegner machten in Argentinien zu viele Fehler. Ford Ersatzmann Dani Sordo verlor den sicher geglaubten dritten Rang in Sichtweite des Ziels. Knapp vier Kilometer vor Ende der 502 Kilometer langen Rallye streikte im Ford Fieste das Spaniers die Energieversorgung. Dani Sordo kann trotzdem zufrieden sein. Der Spanier lieferte einen fahrerisch fehlerfreien Job ab. Bei Ford wird man sich Gedanken machen, denn Sordo hat sich mit seiner famosen Leistung als Nachfolger des unglücklichen Jari-Matti Latvalla ins Gespräch gebracht. 

 
Zufriedene Gesichter dagegen bei Volkswagen. Sebastien Ogier fuhr mit dem Skoda Fabia S2000 auf einen umjubelten siebten Rang. Ganz nebenbei lieferte sich der VW-Werksfahrer noch packende Zweikämpfe mit Andreas Mikkelsen. Das teaminterne Duell begeisterte nicht nur die Zuschauer am Streckenrand. Der scheidende VW-Motorsportdirektor Kris Nissen brachte es auf den Punkt: „Unsere guten Erfahrungen in Argentinien setzen sich fort: Nicht nur drei Siege bei der Rallye Dakar, sondern auch dieser Testeinsatz in der Rallye-WM wird uns in sehr guter Erinnerung bleiben. Das spannende Kopf-an-Kopf-Duell zwischen Ogier und Mikkelsen hat die Zuschauer begeistert und uns zugleich eine Menge Daten und Erkenntnisse geliefert. Passend dazu hat unser Team einen perfekten Job bei Fahrzeug-Einsatz und Übersee-Logistik gemacht. Wir waren gut gerüstet und freuen uns schon jetzt auf 2013, wenn wir mit dem Polo R WRC in Argentinien am Start stehen werden.“

Und dann war da noch…

Die Rolex Sportscar Series, die am Sonntag im strömenden Regen von Homestead ein naßes und wildes Rennen ablieferte. Aber seht selbst!