Schreck für Peugeot

Guten Morgen aus Düsseldorf!

Puuh, das ist Peugeot noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen.

Bei gestrigen Testtag in Le Mans verschrottete Marc Gene seinen 908 so nachhaltig, das der Wagen abgeschrieben werden muß. Auf feuchter Piste verlor der Spanier bei hohem Tempo die Kontrolle und fuhr in der Porsche-Kurve in eine Mauer. Gene blieb unverletzt, wurde aber sicherheitshalber in ein Krankenhaus gebracht.

Peugeots Plan, mit drei Autos in Le Mans an den Start zu gehen, bedarf nun einer Sondergenehmigung. Nach dem Totalverlust des gemeldeten Chassis muß der Veranstalter ACO entscheiden, ob Peugeot für das Rennen in 12 Tagen ein neues Auto aufbauen darf. Hier ein Überblick auf die gestrigen Bestzeiten. Für unsere Le-Mans Tipper hier im Dorf ist die Top Ten sicher eine wertvolle Hilfe!

  • 01. Lamy/Sarrazin/Wurz (Peugeot) – 3.22.222 Minuten – 62 Runden
  • 02. Montagny/Klien/Zonta (Peugeot) – 3.26.641 – 71
  • 03. Biela/Pirro/Werner (Audi) – 3.26.678 – 61
  • 04. Gene/Minassian/Villeneuve (Peugeot) – 3.27.248 – 44
  • 05. Luhr/Prémat/Rockenfeller (Audi) – 3.28.359 – 59
  • 06. Primat/Tinseau/Treluyer (Pescarolo-Judd) – 3.33.939 – 44
  • 07. Collard/Boullion/Dumas (Pescarolo-Judd) – 3.35.443 – 38
  • 08. Ayari/Duval/Groppi (Courage-Judd) – 3.36.264 – 55
  • 09. Mücke/Enge/Charouz (Lola-Aston Martin) – 3.36.426 – 25
  • 10. Capello/Kristensen/McNish (Audi) – 3.37.011 – 68

Ein souveränder Gustl Farfuß ließ gestern in Pau keine Zweifel aufkommen und holte sich im ersten Rennen den ersten Saisonsieg. Auf trockener Piste und Sonnenschein fuhr der Brasilianer der Konkurrenz auf und davon. Im zweiten Rennen prasselte der Regen so heftig, das drei Runden lang hinterm Pace-Car gefahren wurde, bevor das Rennen freigegeben wurde. Andy Priaulx gewann Lauf zwei und BMW machten mit Farfuß und Priaulx Boden gut. Ansonsten waren beide Läufe diesmal eher langweilig. Im ersten Lauf gab es den üblichen Stau, aber Überholvorgänge oder spannende Manöver blieben aus. Dies änderte sich auch im Lauf 2 nicht, der klar durch den Dauerregen beeinträchtig wurde.

Richtig rund gings es dafür beim NASCAR Lauf auf der Monster Mile in Dover/Delaware. Dank eines überraschend guten Live-Streams kam das Rennen direkt zu mir nach Haus und es hat sich gelohnt. Der „Big One“ in Runde 19 geht sicher in die NASCAR Geschicht ein, es war auf jeden Fall der Megacrash der bisherigen Saison. Elf Autos, darunter viele Favoriten, fielen dem Unfall zum Opfer. Der Rest ist schnell erzählt. Kyle Busch fuhr nach 400 Runden als Sieger durchs Ziel. Der Junior stolperte erneut und wird sich langsam peinlichen Fragen stellen müssen! Mehr vom NASCAR Lauf auf der Monster Mile gibts hier. Übrigens, David Coulthard hielt sich in Dover auf und zeigte reges Interesse an der NASCAR.

Ab 22 Uhr wurde es dann ein wenig streßig. Die NASCAR mußte sich meine Aufmerksamkeit mit den Indycar Autos teilen. Und eine Besonderheit fiel mir als Besonderheit auf. Ehrenstarter A.J. Foyt schickte das Feld mit den Worten“ Danica and Gentleman, start your engines“ auf die Reise. Schöne Geste, die einzige Dame im Feld beim Vornamen zu nennen. Danica spielte allerdings im Rennverlauf keine große Rolle und kam als Neunte ins Ziel. Das Rennen in Milwaukee war eine richtig spannende Angelegenheit, bei dem die Schutzengel drei Runden vor Schluß wieder ganze Arbeit leisten mußten. Andretti, Carpenter und Meira verwickelten sich in einen böse aussehden Unfall, der zum vorzeitigen Rennabbruch führte. Ryan Briscoe gewann vor Scott Dixon und Tony Kanaan. Mehr vom Rennen, viele Videos und News gibt es hier.

Und dann ist da noch was: Morgen findet in Paris jene FIA-Weltrat Sitzung statt, die über die Zukunft von Max Mosley entscheidet.

Bis dahin, einen schönen Tag noch!