DTM: Komödie letzter Akt, Spengler offiziell bei BMW

Guten Morgen aus Düsseldorf!

Gestern Nachmittag war’s also soweit. Hochoffiziell verkündete BMW, das Bruno Spengler im nächsten Jahr den dritten M3 in der DTM steuern wird. Spengler trifft auf Andy Priaulx und Augusto „Gustl“ Farfus, die bereits seit dem 15. Juli als DTM-Piloten feststanden.

„In den vergangenen Wochen haben wir uns neben der Entwicklung des BMW M3 DTM auch mit der Fahrerbesetzung für unser DTM-Comeback in der kommenden Saison beschäftigt“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Außerhalb der eigenen Reihen war Bruno Spengler einer unserer absoluten Wunschkandidaten. Trotz seines jungen Alters bringt er eine Menge DTM-Erfahrung mit, die uns in der Entwicklungsphase und an den Rennwochenenden ganz sicher zu Gute kommen wird. Deshalb haben wir nicht gezögert, ihn zu verpflichten, als sich die Gelegenheit bot. Bei welchem unserer drei Teams er fahren wird, legen wir zu einem späteren Zeitpunkt fest.“

Aah ja, das ist also das offizielle Ende eines Sommertheaters, das selbst die Freunde des gepflegten Motorsports im Dorf an der Düssel ziemlich genervt hat. Bereits im Frühjahr hagelte es Gerüchte und beim DTM-Rennen in Zandvoort erklärte Norbert Haug höchstpersönlich, das sein Schützling Spengler natürlich zu 100 Prozent auch im kommenden Jahr für Mercedes an den Start gehen wird. Gestern klang der Mercedes-Sportchef verständlicherweise deutlich anders: „“Bruno hat mir gesagt, dass er eine neue Herausforderung suchen will und nach neun Jahren gemeinsamer und erfolgreicher Arbeit in Formel 3 und DTM haben wir das akzeptiert.“

Das, bitteschön, hätten alle Beteiligten ja wohl auch besser kommunizieren können. Denn spätestens Anfang September war klar, Spengler besteigt den Zug von Stuttgart nach München! Und BMW? Die liebäugelten vielleicht mit Spenglers Meistertitel und einer fetten 1 auf dem M3. Das aus der Startnummer 1 nichts wurde, war zu einem gewissen Teil auch Spenglers Problem, der nun in München auf ein paar ganz harte Jungs trifft. Zwar ist noch nicht klar, in welchem BMW-Team Spengler Platz nehmen wird, aber mit Priaulx und Farfus hat der Kanadier schon genug zu tun. Dazu kommt noch Spenglers kleines „Imageproblem“, denn die meisten Kommentare in den Netzwerken deuten heute darauf hin, das Spenglers Entscheidung vielen Fans sauer aufstößt. Ich schätze allerdings, das hat eher was mit dem kommunikativen Hick-Hack der letzten Monate zu tun. Sportlich ist Spengler zweifelsohne ein Top-Mann. Aber da taucht natürlich noch eine Frage auf, oder besser, deren drei! Wen holt BMW noch? Die Gerüchteküche brodelt natürlich und Namen wie Dirk Werner, die beiden Müllers, Joey Hand, Nick Heidfeld und sogar Meister Tomczyk werden gehandelt. Wer weiß, vielleicht taucht zum Spaß sogar noch Dirk Adorf in diesem Wunschzettel auf. Egal wen BMW für die drei noch freien Cockpits engagiert, Bruno Spengler bekommt teamintern ernst zu nehmende Konkurrenz.

Der 28-jährige Spengler hat nach dapd-Informationen einen Dreijahresvertrag erhalten. Der Kanadier, nach dem hier im Dorf eine unter Insidern bestens bekannte Kurve benannt ist, wird sich in München beweisen müssen. Denn mit Priaulx und Farfus hat BMW die teaminterne Messlatte verdammt hoch gelegt.

4 Kommentare

  1. vlnfan

    last den spengler wo er ist und last den adorf ran

  2. Kölner Schumi Fan

    Tach zusammen!

    Mit BMW hat sich der Spengler mal keinen Gefallen getan…

    Aber ich sach mal, wenn er’s braucht! Der Konkurrenzkampf wird verdammt hart

  3. RaceScoutHH

    Moin Moin

    Kommunikation ist halt manchmal mehr Wunschdenken als Realität. Trotzdem ist Spengler der richtige Mann im richtigen Auto!

  4. Renngemeinschaft Köln Marsdorf

    Na endlich, was die Spatzen seit Monaten von den Dächern pfiffen und die Herren Spengler und Haug bis zuletzt dementierten, ist nun offiziell!

    Offiziell werden wir im kommenden DTM-Jahr einen Spengler erleben, dem die hausinterne Konkurrenz um die Ohren fahren wird. Hartes Brot für „Heulsuse“ Spengler!!

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