Truck GP Nürburgring: Vollgas statt Kriechspur

Guten Morgen aus Düsseldorf!

Am Wochenende ist es wieder soweit. Der Eifel bebt, schließlich werden mehr als 200.000 Besucher am Nürburgring erwartet. Zum 26. Mal findet jener Truck Grand Prix statt, der für den Motorsport-Mainstreamer meist keine Rolle spielt. Aber Achtung, die dicken Brummis, von den Freunden des gepflegten Motorsports aus dem Dorf an der Düssel auch liebevoll „Monsterlaster“ genannt, haben richtig was drauf. Vier Rennen zur europäischen Truck-Meisterschaft, dazu das ADAC GT Masters mit seinen kraftvollen Sportwagen. Der Nürburgring wird Samstag und Sonntag zum Laufsteg der PS-Protze. Kein Wunder, denn der typische Monsterlaster läßt ein DTM-Rennauto mal locker stehen. 12,9 Liter Hubraum, 1140 PS, 6200 Newtonmeter, von Null auf Hundert in 2,8 Sekunden.

Kein Vergleich zu den LKW’s, die auf der Autobahn die Kriechspur verstopfen. Allerdings hat so ein 6-Tonnen Renntruck nur noch wenig mit einem richtigen LKW zu schaffen. Zwar sind Serienteile vorgeschrieben, aber der technische Spielraum ist riesengroß. Zähmen lassen sich diese Geschosse nur mit Hilfe eines feintarierten Regelwerks: Die Geschwindigkeit ist auf 162 Km/h begrenzt. Die Bremsen arbeiten ständig am Limit und werden wassergekühlt. Der Fahrer arbeitet in einem Cockpit inmitten eines Sicherheitskäfigs aus oberarmdicken Überrollbügeln und lenkt sein Geschoß natürlich über ein typisches Rennlenkrad, vollgestopft mit digitalen Displays.

 

Renault-Trucks, Europameister des Jahres 2010, zeigt alle vier Truck-Rennen vom Ring LIVE als Webstream. Rennstart ist am Samstag um 09:55 und 12:25 Uhr. Am Sonntag starten die Rennen um 13:25 und 15:55 Uhr. Wer also am Wochenende nicht selbst am Ring ist, kann sich dieses grandioses Spektakel gemütlich von zuhause ansehen. Und glaubt mir, es lohnt sich!