IMSA GTLM: BMW Sieg beim Daytona-Thriller!

Über 40 Führungswechsel, Spannung bis zur letzten Runde und grenzenloser Jubel: Das BMW Team RLL hat zum zweiten Mal hintereinander den Saisonauftakt der IMSA WeatherTech SportsCar Championship in Daytona gewonnen!

Auf dem Daytona International Speedway sicherten sich John Edwards, Jesse Krohn, Augusto Farfus und Chaz Mostert auf dem Startnummer 24 MOTUL BMW M8 GTE den Sieg in der GTLM-Klasse. Das Schwesterauto mit der Nummer 25 kam auf Platz fünf ins Ziel. An der Spitze begeisterten die BMW Werksfahrer die GT-Fans mit großartigen Überholmanövern und behielten schließlich gegen die beiden Porsche auf den Plätzen zwei und drei die Oberhand. Bereits 2019 hatte das BMW Team RLL den Sieg in Daytona gefeiert. Damals sicherte Farfus mit einer starken Leistung im Schluss-Stint den ersten Platz beim Langstreckenklassiker in Florida. Diesmal saß Krohn für den letzten Stint des Rennens am Steuer. 46 Minuten vor Schluss überholte er den zu diesem Zeitpunkt führenden Porsche, absolvierte kurz darauf seinen letzten Boxenstopp und gab den ersten Platz bis zum Ende nicht mehr ab. In 1:42,168 Minuten gelang Krohn auch die schnellste Runde des Rennens.

Damit konnte BMW Motorsport ein weiteres Kapitel in seiner Daytona-Erfolgsgeschichte schreiben: Erstmals hatte BMW 1976 im World Center of Racing gewonnen, damals mit dem BMW 3.0 CSL. 1997 und 1998 feierte der BMW M3 GTR Klassensiege. Daytona-Prototypen mit BMW Motor überquerten 2011 und 2013 als Sieger die Ziellinie. Für den BMW M8 GTE war es der vierte GTLM-Triumph in der IMSA-Serie. Pech hatten Connor De Phillippi, Bruno Spengler, Philipp Eng und Colton Herta, die sich im Schwesterauto abwechselten. In der Anfangsphase des Rennens beschädigten Trümmerteile eines anderen Fahrzeugs eine Ölleitung. Es folgte ein langer Reparaturstopp, der das Fahrerquartett weit zurückwarf. Mehr als Rang fünf war für die Startnummer 25 daher nicht möglich. In der GTD-Klasse kämpfte das Team von Turner Motorsport mit dem BMW M6 GT3 um ein Top-Ergebnis beim Saisonauftakt. BMW Werksfahrer Jens Klingmann, Bill Auberlen, Robby Foley und Dillon Machavern belegten nach 763 Runden den sechsten Platz.

Der Sieg des BMW M8 GTE war für Dan Harper, Neil Verhagen und Max Hesse – die Mitglieder des neuen BMW Junior Teams – zugleich der krönende Abschluss eines ereignisreichen Wochenendes. Die drei Junioren waren in die Abläufe des BMW Team RLL eingebunden und sammelten wertvolle Erfahrungen hinter den Kulissen. Dazu gehörte ein Besuch bei Radio Le Mans genauso wie das Schwenken der Startflagge bei der BMW Endurance Challenge, dem Saisonauftakt der IMSA Michelin Pilot Challenge am Freitag.

24 Stunden von Daytona Gesamtklassement GTLM
1. Krohn/Edwards/Mostert/Farfus (FIN/USA/AUS/BR), BMW M8 GTE, 786 Runden
2. Vanthoor/Bamber/Jaminet (B/NZ/F), Porsche 911 RSR, 786 Runden
3. Tandy/Makowiecki/Campbell (GB/F/AUS), Porsche 911 RSR, 786 Runden
4 Garcia/Taylor/Catsburg (E/USA/NL), Corvette C8.R, 785 Runden
5. De Phillippi/Eng/Spengler/Herta (USA/A/CDN/USA), BMW M8 GTE, 772 Runden

Der nächste Lauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship findet am 21. März 2020 in Sebring statt.

Doch für BMW Motorsport geht es bereits am kommenden Wochenende weiter.

Anfang Februar startet mit dem Bathurst 12 Hour in Australien die Intercontinental GT Challenge 2020. Auch in dieser Saison wird der BMW M6 GT3 in der internationalen GT-Rennserie an den Start gehen. Als Einsatzteam fungiert Walkenhorst Motorsport und wird dabei durch BMW Werksfahrer verstärkt. Die IGTC-Saison 2020 umfasst fünf Rennen in Ländern auf fünf Kontinenten: in Australien, Belgien, Japan, den USA und Südafrika. Beim Saisonauftakt in Bathurst vom 31. Januar bis 2. Februar wird Walkenhorst Motorsport aufgrund logistischer Schwierigkeiten mit nur einem BMW M6 GT3 antreten. Am Steuer wechseln sich die BMW Werksfahrer Augusto Farfus und Nick Catsburg sowie Lokalmatador Chaz Mostert ab. Alle weiteren Saisonrennen wird das Team mit zwei BMW M6 GT3 bestreiten. Dann stoßen auch die BMW Werksfahrer Martin Tomczyk und Nick Yelloly sowie David Pittard dazu.

Als zweites Rennen nach dem Auftakt stehen Ende Juli die 24 Stunden von Spa-Francorchamps auf dem Programm. Im August gastiert die IGTC mit den Suzuka 10 Hours in Japan. Neu im Kalender ist das Indianapolis 8 Hours Anfang Oktober. Das Finale bildet dann das 9 Stunden Rennen von Kyalami im November in Südafrika.

Fotos (c) BMW AG, Porsche AG, Chevy Racing/GM Media