Dakar 2020: Sainz schlägt erneut zu!

Für die X-Raid MINI Buggys läuft die erste Woche der Dakar nahezu perfekt. Gestern sicherte sich Carlos Sainz seinen zweiten Etappensieg vor Nasser Al-Attiyah im Toyota und Stephane Peterhansel im zweiten MINI Buggy. Damit konnte der Spanier seine Führung in der Gesamtwertung weiter ausbauen!

Durch einen Reifenschaden fiel Sainz zu Beginn der Prüfung zunächst zurück, doch er schaffte schnell den Weg zurück an die Spitze. Den Wegpunkt bei Kilometer 250 passierte er als Führender und hielt diese Position bis ins Ziel. „Wir hatten gut angefangen und mussten dann leider einen Reifen wechseln“, erzählt Sainz. „Der letzte Teil der Prüfung war schwierig: schnell, aber sehr uneben mit viel Kamelgras. Dieses Terrain liegt unserem Buggy, der heute wieder super lief. Zudem konnten wir unseren Vorsprung in der Gesamtwertung um knapp drei weitere Minuten ausbauen!“ Peterhansel und Fiuza können mit dem dritten Tagesrang auch ihren dritten Platz in der Gesamtwertung festigen. Das Duo war schnell unterwegs, büßte aber durch zwei Reifenschäden immer wieder etwas Zeit ein. „Wir hatten nach etwa 80 Kilometern einen Platten und mussten stoppen“, berichtet der Franzose. „Auf dem zweiten Teil der Prüfung gab es extrem viel Kamelgras, die Schläge gehen auf Mensch und Maschine. Leider habe ich mir in dieser Passage einen schleichenden Plattfuß eingefangen. Carlos hat uns hier eingeholt und wir sind zusammen bis ins Ziel gefahren!“

Das Toyota Team Hilux, insbesondere Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah, haben sich auf dem zweiten Gesamtrang festgebissen und hoffen auf die Chance einer Attacke. Teamchef Glyn Hall ist optimistisch, da der neue Bodenbelag das Plattfußrisiko minimieren sollte und sagte: „Die gute Nachricht ist, dass es nach den Informationen, die wir haben, ab jetzt mehr sandige Spuren gibt. Ich hoffe, dass wir das Problem der Reifenpannen hinter uns gelassen haben und wir von nun an auf den Sandreifen fahren werden. Das bedeutet eine etwas weichere Konstruktion, die unseren Besatzungen eine bessere Traktion gibt. Wenn das tatsächlich der Fall ist, können sich die Fahrer ein wenig entspannen, denn eine Etappe ohne Ersatzteile zu beenden, ist für die Crew ziemlich stressig!“ Immerhin hat sich auch Fernando Alonso an sein neues Arbeitsgerät gewöhnt. Der Spanier prügelte auf der dritten Etappe seinen Hilux als Teamschnellster über die Piste und beendete die fünfte Etappe gestern als siebter. Nur knapp hinter Giniel de Villiers, der bisher nur auf der zweiten Etappe seine beste Performance abliefern konnte.

Morgen führt die Route die Teilnehmer in die saudische Hauptstadt Riad, in der am Samstag der Ruhetag absolviert wird. Doch vorher steht ihnen ein langer Tag bevor: nach einer 177 Kilometer langen Verbindungsetappe müssen die Piloten 477 km gegen die Uhr absolvieren. Danach noch 177 Kilometer bis ins Biwak in Riad. Der Organisator hatte im Vorfeld bekannt gegeben, dass der sechste Tag zu den härtesten der Dakar gehören soll.

Dakar Rally3 – Gesamtwertung nach Etappe 5

1. C. Sainz (ESP) / L. Cruz (ESP) MINI JCW Buggy – 19h 04m 13s
2. N. Al-Attiyah (QAT) / M. Baumel (FRA) Toyota – 19h 10m 12s
3. S. Peterhansel (FRA) / P. Fiuza (POR) MINI JCW Buggy – 19h 22m 06s
4. Y. Al-Rajhi (KSA) / K. Zhiltsov (RUS) Toyota – 19h 35m 52s
5. O. Terranova (ARG) / B. Graue (ARG) MINI JCW Rally – 19h 36m 18s

Fotos (c) Team X-Raid, Toyota Gazoo Racing