Dakar 2020: Etappensieg für den Routinier!

Dakar-Routinier Stéphane Peterhansel und Copilot Paulo Fiuza sorgen im MINI John Cooper Works Buggy für den nächsten Jubel im Bahrain JCW X-raid Team. Nach dem gestrigen Erfolg von Carlos Sainz sicherten sie sich auf der vierten Etappe von Neom nach Al-`Ula den Tagessieg!

Das ist der insgesamt dritte Erfolg für ein von X-raid gebautes Fahrzeug bei dieser Dakar. Sainz und Lucas Cruz erreichten im MINI JCW Buggy heute den dritten Rang. Nasser Al-Attiyah hielt im Toyota Hilux auf Rang Zwei seine Chancen auf den Gesamtsieg weiter am Leben. Allerdings hätte ich von Toyota auch zum Auftakt der Dakar ein wenig mehr Performance erwartet. Doch vielleicht starten die Hilux in der zweiten Woche der Rallye erst richtig durch. Der Abstand auf die Spitze ist denkbar knapp. Noch darf man das Team Hilux, insbsondere Nasser Al-Attiyah also nicht abschreiben. Peterhansel und Fiuza konnten früh in der Prüfung die Führung übernehmen. Sie kamen ohne größere Probleme durch und konnten so die Konkurrenz bis ins Ziel hinter sich lassen. Dieser Tagessieg lässt das Duo auf den dritten Platz in der Gesamtwertung nach vorne rutschen. „Ich freue mich sehr über den Tagessieg“, so der Franzose. „Heute war unser bester Tag, uns sind nicht viele Fehler unterlaufen und wir haben uns nur kurz verfahren. Einmal mussten wir wegen eines Reifenschadens stoppen. Die letzten 60 Kilometer hatten es in sich: weicher Sand mit großen Steinen und schwieriger Navigation!“

Nach ihrem gestrigen Tagessieg mussten Sainz und Cruz die heutige Prüfung eröffnen. Zu Beginn konnte die Konkurrenz von den Linien der beiden profitieren, doch auf den letzten Kilometern spielte die MINI JCW Buggy-Crew ihre Erfahrung aus und sie kamen auf Platz drei ins Ziel. „Die letzten 100 Kilometer waren die schwersten, die ich in meiner Dakar-Karriere absolviert habe“, berichtet Sainz. „Extrem steinig und der Weg war nur sehr schwer zu finden. So eine Prüfung ohne größere Probleme hinter sich gebracht zu haben, ist wie ein Sieg. Ich bin so froh, im Ziel zu sein!“

Przygonski und Gottschalk gingen es in dem steinigen Gelände heute etwas vorsichtiger an und erreichten schlussendlich den neunten Platz. „Wir sind von Platz zwei aus gestartet und hatten nur Carlos vor uns. Das hat sich angefühlt, als würden wir die Prüfung eröffnen“, erzählte der Pole. „Er fährt mit dem Buggy eine andere Linie als wir. Zu Beginn lagen auf der Strecke so große Steine, dass wir vielleicht etwas zu langsam unterwegs waren. Aber nach zwei Platten war es mir wichtiger im Ziel anzukommen als übermäßig schnell zu sein!“

In Dirks Dakar Vlog gehts heute um die Navitechnik, Reifendrücke und das logistische Wunder der Gastronomie während der Dakar.

Die morgige fünfte Etappe führt die Teilnehmer nach Hail. Nach 80 Kilometern Verbindungsetappe geht es für die Piloten auf eine 353km lange Wertungsprüfung. Hier erwarten die Teilnehmer hauptsächlich Sand, Dünen und erneut Steine. Im Anschluss müssen sie noch 130 Kilometer bis ins Biwak zurücklegen.

Dakar Rally – Gesamtwertung nach Etappe 4

1. C. Sainz (ESP) / L. Cruz (ESP) MINI JCW Buggy – 15h 12m 12s
2. N. Al-Attiyah (QAT) / M. Baumel (FRA) Toyota – 15h 15m 15s
3. S. Peterhansel (FRA) / P. Fiuza (POR) MINI JCW Buggy – 15h 23m 54s
4. Y. Al-Rajhi (KSA) / K. Zhiltsov (RUS) Toyota – 15h 35m 22s
5. O. Terranova (ARG) / B. Graue (ARG) MINI JCW Rally – 15h 35m 25s

Fotos (c) Team X-Raid