Dakar 2020: Toyotas Projekt Titelverteidigung!

Toyota Gazoo Racing setzt bei der kommenden Rallye Dakar, die von Südamerika nach Saudi-Arabien verlegt wurde, ein Vier-Wagen-Team ein. Bei der Dakar am Start ist die neueste Version des bärenstarken Toyota Hilux, wenn das Rennen am 5. Januar 2020 in der saudischen Stadt Jeddah beginnt. Nachdem das Team die Ausgabe 2019 des härtesten Rennens gewonnen hat, wird es vom Start weg unter Leistungsdruck stehen!

An der Spitze des Projektes Titelverteidigung stehen Dakar-Sieger Nasser Al Attiyah und sein Navigator Mathieu Baumel. Das Paar hat bei der Dakar 2019 nicht nur den Sieg errungen, sondern mit Ausnahme der Rallye Marokko auch jedes einzelne Rennen, an dem sie teilgenommen haben, gewonnen. Damit sind sie die Quoten-Favoriten auf den Sieg in Saudi-Arabien, werden aber von ihren Teamkollegen Giniel de Villiers und Beifahrer Alex Haro hart gefordert. Der Südafrikaner, der nach dem Abschied seines langjährigen Navi-Genies Dirk von Zitzewitz nun mit dem Spanier Alex Haro zusammenarbeitet, hat den Sieg bei der Rallye Marokko 2019 errungen und hat den Vorteil, dass er den in Südafrika gebauten Toyota Hilux während der gesamten lokalen Marathon-Meisterschaft regelmäßig testen konnte. Der Mann aus Stellenbosch ist dank seines Sieges in Marokko hungrig nach mehr Pokalen. Der dritte Toyota Hilux wird von Bernhard ten Brinke gefahren, der seinen ehemaligen Beifahrer, den Belgier Tom Colsoul, verpflichtet hat. Das Paar hat sich in der Vergangenheit als sehr schnell erwiesen, und Ten Brinke fand sich zwei Jahre hintereinander auf Topplatzierungen wieder, bevor er sich wegen technischer Probleme verabschiedete obwohl das Ziel fast in Sichtweite war. Fernando Alonso und Marc Coma, beide aus Spanien, übernehmen die Leitung des letzten in Südafrika gebauten und entwickelten Toyota Hilux. Die beiden haben sich monatelang auf das Rennen vorbereitet, und obwohl Alonso deutlich gemacht hat, dass er noch viel lernen muss, hat er im Auto eine außergewöhnliche Geschwindigkeit gezeigt und wird einen gleichmäßigen Lauf, vielleicht gar einen Etappensieg, nicht aber einen Gesamtsieg anstreben.

Die 2020er-Version des Dakar-Siegers Toyota Hilux weist gegenüber der 2019er-Version zahlreiche kleine Optimierungen auf, behält aber die gleiche Fahrwerksgeometrie und Motorisierung wie das Vorgängerfahrzeug bei. Die Tests in Südafrika haben es dem Team ermöglicht, an der Verfeinerung und Zuverlässigkeit der Schlüsselkomponenten zu arbeiten, und Toyota Racing Team Chef, Glyn Hall, ist von der neuesten Version des Toyota Hilux überzeugt. „Wir haben bei unseren Einsätzen in der südafrikanischen Cross-Country-Serie, die uns im Laufe des Jahres als Hauptprüfstand dient, deutliche Fortschritte gemacht“, erklärt Hall. „Wie zu erwarten war, waren die Gewinne eher inkrementell als der Evolutionssprung, den wir bei der Einführung des neuen Autos vor zwei Jahren gesehen haben. Aber wenn man all die Verbesserungen zusammenzählt, bin ich zuversichtlich, dass wir den besten Toyota Hilux einsetzen, den wir je gesehen haben!“

Neben den lokalen Tests hat der Toyota Hilux auch an einer Vielzahl von harten internationalen Marathon-Rennen teilgenommen, darunter die Silk-Way-Rallye, die Katar-Marathon-Rallye und die Rallye Marokko – und bei jedem dieser Ausflüge ging er als Sieger hervor. Bei der Rallye Dakar spielte in den vergangenen Jahren die Höhenlage eine wichtige Rolle, denn die Andenkette erstreckte sich über den größten Teil des südamerikanischen Kontinents, wo das Rennen seit 2009 stattfindet. Mit der Verlagerung nach Saudi-Arabien wird das Rennen jedoch in geringeren Höhen ausgetragen, wo der V8-Saugmotor des Toyota Hilux zu Hause sein wird. „Allerdings wird die Leistungsfähigkeit des Motors auch weiterhin maßgeblich von der Größe des Ansaugluft-Begrenzers bestimmt, der für die Rallye Dakar 2020 auf 37 mm begrenzt ist“, erklärt Hall. „Der Restriktor soll den Organisatoren helfen, die Leistung der verschiedenen Motoren im Rennen auszubalancieren, und obwohl wir immer einen größeren Restriktor bevorzugen würden, müssen wir uns in diesem Jahr zumindest nicht mit der Komplexität extremer Höhenlagen auseinandersetzen!“

Das Rennen beginnt in Jeddah, das am Roten Meer im Westen des Landes liegt. Am 5. Januar startet die erste Etappe, danach schlängelt sich das Rennen nordwärts bis zur Stadt Neom, bevor es auf einer Südstrecke ins Landesinnere geht, die die Dakar in der zweiten Rennwoche in die menschenleere saudische Wüste führt. Die Dakar 2020 endet am 17. Januar 2020 in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Das Rennen besteht aus 12 Etappen plus einem Ruhetag und umfasst verschiedene Geländearten, darunter Berge, Flussbetten und viele Dünen.

Die Schlüsseldaten der Dakar 2020:
02/01-05/01 Administrative und technische Kontrollen, Jeddah
05/01 Etappe 1: Jeddah > Al Wajh, 752 km / 319 km SP
06/01 Etappe 2: Al Wajh > Neom, 401 km / 367 km SP
07/01 Etappe 3: Neom > Neom, 489 km / 404 km SP
08/01 Etappe 4: Neom > Al Ula, 676 km / 453 km SP
09/01 Etappe 5: Al Aula > Ha’il, 563 km / 353 km SP
10/01 Etappe 6: Ha’il > Riyadh, 830 km / 478 km SP
11/01 Ruhetag, Riyadh
12/01 Etappe 7: Riad > Wadi Al-Dawasir, 741 km / 546 km SP
13/01 Etappe 8: Wadi Al-Dawasir > Wadi Al-Dawasir, 713 km / 474 km SP
14/01 Etappe 9: Wadi Al-Dawasir > Haradh, 891 km / 415 km SP
15/01 Etappe 10: Haradh > Shubaytah, 608 km / 534 km SP
16/01 Etappe 11: Shubaytah > Haradh, 744 km / 379 km SP
17/01 Etappe 12: Haradh > Qiddiyah, 447 km / 374 km SP
Gesamtdistanz 7.856 Kilometer, davon 5.097 Kilometer Sonderprüfungen

Bei Toyota ist man zuversichtlich, das Projekt Titelverteidigung erfolgreich abschließen zu können, denn… „Es besteht kein Zweifel, dass der Toyota Hilux einer der härtesten Bakkys ist, die je hergestellt wurden. Die extreme Herausforderung der Rallye Dakar ist für uns die perfekte Plattform, um die unvergleichliche Härte und Zuverlässigkeit zu demonstrieren, die den Toyota Hilux seit jeher von der Konkurrenz unterscheidet“, sagt Leon Theron, Senior Vice President of Sales and Marketing bei Toyota SA Motors. „Für uns ist das Zusammenkommen ein Anfang. Zusammenbleiben bedeutet Fortschritt, und Zusammenarbeit führt zum Erfolg. Wir bleiben bescheiden, aber unbestreitbar siegeshungrig!“

Bevor es mit der Dakar nächste Woche Ernst wird, war es das auch schon für diese Woche. Im Bordkino bleiben wir noch ein bisschen bei der Dakar. Diesmal mit einem spannenden Rückblick auf das Jahr 1984. Aber seht selbst….

Fotos (c) Toyota Gazoo Racing, Red Bull Content Pool