Pikes Peak 2019: Bentleys Rekord von Todesfall überschattet!

Bentley hat sein Versprechen, den Rekord für Serienautos am Pikes Peak zu brechen, eingehalten. Pikes Peak-Experte und Bentley-Pilot Rhys Millen fuhr in einer seriennahen Version des Bentley Continental GT, ausgestattet mit der vorgeschriebenen Sicherheitsausrüstung, auf der rund 12,5 Meilen langen Strecke eine Zeit von 10:18.488 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 70 mph. Millens Zeit lag beeindruckende 8,4 Sekunden über dem vorherigen Rekord. Überschattet wurde das Race To The Clouds vom tödlichen Unfall des Ducati-Piloten Carlin Dunne!

Da die großen Werke dem Pikes Peak in diesem Jahr fernblieben und auch der Elektrorekord duch Volkswagen bereits im Vorjahr geknackt wurde, konzentrierte sich die Action auf die Klasse der seriennahen Produktionswagen. Eigentlich das Terrain für David Donner und seinen Porsche 911 Turbo S. Der Twin-Turbo Flat-6 dieses Autos brachte nur 560 PS und 699 Newtonmeter Drehmoment. Der Bentley Twin-Turbo W12 lieferte mit seinen 626 PS knapp über 900 Newtonmeter Drehmoment. Natürlich ist der Bentley viel schwerer, was sich in einem geraden Drag Race zeigen würde, da der Porsche von Null auf 60 mp/h gerade einmal 2,9 Sekunden braucht, der Bentley dagegen 3,6 Sekunden. Trotzdem gelang es Bentley, gleich zwei Rekorde aufzustellen. Mit einem Bentayga stellten die Briten im vergangenen Jahr den Rekord für Serien-SUVs auf. Doch in diesem Jahr war die Zeit reif für den Continental GT. Der Bentayga war mit einer Zeit von 10:49,9 Minuten etwas mehr als 30 Sekunden langsamer als der Continental GT am vergangenen Sonntag.

Bentley stellte den Rekord am Sonntag, den 30. Juni, an dem Tag auf, an dem Carlin Dunne bei einem Unfall ums Leben kam, während er versuchte, an Bord eines Ducati Streetfighter V4-Prototypen einen anderen Rekord aufzustellen. Der Ducati Werkspilot Dunne wurde bei der Teilnahme am 97. Broadmoor Pikes Peak International Hill Climb am Sonntag getötet. Der professionelle Biker war auf dem besten Weg, einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen, als er weniger als eine viertel Meile vor dem Ziel stürzte.

Dunne qualifizierte sich in der Pole Position und war damit der schnellste Fahrer des Events. Er war der Titelverteidiger in der Schwergewichtsklasse. Doch wie konnte es zu dem folgenschweren Unfall kommen? Laut Colorado Springs Gazette hatten die Fahrer wohl den ganzen Vormittag über Probleme mit einem kleinen Buckel auf der Straße in der Nähe des Gipfels. Mehrere Zeugen hätten berichtet, dass Carlin Dunne mit zu hoher Geschwindigkeit gegen die Bodenwelle gefahren sei, wodurch er die Kontrolle über sein Bike verlor.

Es ist nicht der erste tödliche Unfall beimPikes Peak International Hill Climb. Vor Carlin Dunne kamen bereits sechs weitere Menschen bei dem Motorradrennen ums Leben. Dunne wurde 36 Jahre alt. „Wir trauern um den tragischen Tod von Carlin und er wird für immer in unseren Herzen bleiben, als Teil der Pikes Peak International Hill Climb Familie“, sagte eine Pressemitteilung des Board of Directors des Pikes Peak International Hill Climb. „Carlin wird als warmherziger Mentor mit Wettbewerbsgeist in Erinnerung bleiben.“

Fotos (c) AOL CDN, Bentley Media