IMSA Long Beach: Im Sprintmodus!

Das Porsche GT Team tritt beim dritten Saisonlauf der IMSA Weathertech SportsCar Championship in Long Beach als Tabellenführer in der Hersteller- und Teamwertung an. Nach dem hart erkämpften Sieg im Zwölfstundenrennen von Sebring in Florida starten die beiden rund 510 PS starken Porsche 911 RSR am 13. April unter gänzlich anderen Bedingungen an der Pazifikküste. Der sogenannte Sports Car Grand Prix in Long Beach geht über die Distanz von nur 100 Minuten und ist somit das kürzeste Rennen der Saison! Im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 911 wechseln sich die Sebring-Sieger Patrick Pilet und Nick Tandy ab. Das Duo hatte das Zwölfstundenrennen in Florida gemeinsam mit dem Werksfahrerkollegen Frédéric Makowiecki gewonnen. Das Schwesterauto pilotieren Earl Bamber und Laurens Vanthoor. Die beiden Piloten im Fahrzeug mit der Startnummer 912 hatten das Rennen im Vorjahr über mehr als die Hälfte der Gesamtdistanz angeführt.

Ford Chip Ganassi Racing will beim dritten Lauf zur nordamerikanischen IMSA Sportwagen-Meisterschaft zurückschlagen: Bei den Langstreckenläufen in Daytona und Sebring noch von Pech gebeutelt, steht für das Werksteam am kommenden Samstag das Sprintrennen von Long Beach an. Auf dem ebenso berühmten wie engen kalifornischen Straßenkurs beträgt die Renndauer nur 100 Minuten. Ford CGR setzt in der hart umkämpften GTLM-Klasse zwei Ford GT mit dem 3,5 Liter großen EcoBoost-Turbobenziner ein. Sie werden pilotiert von Ryan Briscoe und Richard Westbrook sowie Dirk Müller und Sébastien Bourdais. Der Franzose ersetzt seinen Teamkollegen Joey Hand: Der Lokalmatador kann aufgrund von grippeähnlichen Symptomen nicht antreten. Bourdais gehört zur Langstreckenmannschaft des Teams. 2016 holte er gemeinsam mit Müller und Hand den Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Der Franzose absolviert in Long Beach einen Doppeleinsatz: Am Sonntag tritt er außerdem für Dale Coyne Racing im IndyCar-Rennen an.

„Der Stadtkurs von Long Beach ist eine Ikone des amerikanischen Rennsports – hier möchte sich jeder Hersteller, jedes Team und jeder Fahrer in der Siegerliste verewigen“, erklärt Mark Rushbrook, als Direktor von Ford Performance verantwortlich für das globale Motorsport-Engagement der Marke. „Die Strecke zwischen Betonmauern verzeiht keine Fehler. Wir freuen uns auf die besondere Herausforderung. Anders als in den Langstreckenrennen ist hier eine aggressivere Strategie gefordert. Es ist traurig, dass Joey Hand bei seinem Heimrennen pausieren muss, aber wir sind froh, mit Sébastien Bourdais einen so guten Ersatzmann am Start zu haben. Wir konnten uns in Long Beach von Jahr zu Jahr mit unseren Ford GT immer weiter verbessern und hoffen 2019 auf einen Sieg.“
Diesen hat Ford Chip Ganassi Racing im Vorjahr nur knapp verpasst: 2018 kamen Ryan Briscoe/Richard Westbrook als Zweite vor dem Schwesterauto von Joey Hand/Dirk Müller ins Ziel. Aktuell belegen Müller/Hand im Ford GT mit der Startnummer 66 Platz vier in der Fahrerwertung, Briscoe/Westbrook (Startnummer 67) rangieren auf Position sieben. In der Herstellerwertung liegt Ford mit fünf Punkten Rückstand auf die Spitze auf dem dritten Rang.

„Das Rennen in Long Beach ist ein absolut fantastischer Event“, schwärmt der 43-jährige Dirk Müller aus Burbach in Nordrhein-Westfalen. „Mit seiner kurzen Dauer von unter zwei Stunden stellt er allerdings ganz andere Anforderungen an uns als die übrigen Rennen. Auf diesem Kurs gibt es keinen Spielraum für Fehler. Beide Fahrer müssen zu jeder Zeit hundertprozentig fokussiert sein, auch auf die Rennstrategie kommt es besonders an. Der Ford GT ist ein fantastischer Rennwagen und wir dürfen uns auf die Hilfe eines großartigen Teams verlassen. Ich kann den Start kaum noch abwarten.“

„Ein Sieg in Long Beach ist ganz besonders prestigeträchtig, weil dieses Rennen so eine großartige Historie hat“, bestätigt der Australier Ryan Briscoe. „Die strategische Aufgabe für diesen Sprint ist kniffliger, als viele glauben. Der einzige planmäßige Stopp in diesen hundert Minuten muss hinsichtlich Kraftstoffbedarf und Reifenabnutzung absolut perfekt geplant sein. Sowohl die gnadenlosen Mauern als auch der enge Zeitrahmen führen zu einem ganz besonderen Druck!“

Der BUBBA Burger Sports Car Grand Prix auf dem 3,167 km langen Kurs startet am Samstag, 13. April 2019, um 14:05 Uhr Ortszeit (23:05 Uhr MESZ). Es wird außerhalb der USA und Kanada im Internet auf www.imsa.com komplett live übertragen.

Fotos (c) Porsche AG, Ford Werke GmbH