IGTC Laguna Seca: Porsche will den nächsten Sieg!

Porsche will nach dem perfekten Saisonauftakt in der Intercontinental GT Challenge beim zweiten Rennen des Jahres in Laguna Seca die Meisterschaftsführung ausbauen!

Im Zwölfstundenrennen in Bathurst waren Werksfahrer Dirk Werner sowie die beiden Porsche Young Professionals Matt Campbell und Dennis Olsen auf der spektakulären Rennstrecke am Mount Panorama zum Sieg gefahren. Das Trio hatte mit dem ersten Triumph von Porsche in Bathurst dem Kundenteam von Werksfahrer Earl Bamber einen optimalen Einstand auf der weltweiten Bühne sowie dem Porsche 911 GT3 R des Jahrgangs 2018 einen perfekten Abschied beschert. Beim Achtstundenrennen in Laguna Seca kommt die neue Version des über 500 PS starken GT3-Fahrzeuges zum Einsatz, die im Januar in Daytona ihre Rennpremiere gefeiert hatte.

Der Laguna Seca Raceway ist berüchtigt für die legendäre Corkscrew-Kurve. In der engen Passage auf dem Gipfel eines Hügels haben in der Vergangenheit spektakuläre und denkwürdige Manöver stattgefunden. Der 3,601 Kilometer lange Rennkurs umfasst insgesamt elf Kurven. Pro Runde wird ein Höhenunterschied von 55 Metern bewältigt. Der zweite Saisonlauf der Intercontinental GT Challenge geht über eine Distanz von acht Stunden. Das Veranstaltungsformat umfasst einige Besonderheiten. Im Gegensatz zum ersten Saisonrennen in Bathurst müssen im Qualifying alle auf einem Fahrzeug genannten Piloten eine schnelle Rundenzeit setzen. Die Teilnehmer haben vor der Zeitenjagd nur ein offizielles freies Training. Das Team Park Place Motorsport setzt einen neuen Porsche 911 GT3 R ein. Im Auto mit der Startnummer 911 wechseln sich die Werksfahrer Romain Dumas und Sven Müller mit Porsche Young Professional Mathieu Jaminet ab. Im von Wright Motorsports eingesetzten Fahrzeug mit der Nummer 912 kommen die Bathurst-Sieger Dirk Werner, Matt Campbell und Dennis Olsen zum Einsatz.

Der Porsche 911 GT3 R wurde für die Saison 2019 neu entwickelt. Dabei flossen die Erkenntnisse aus den zahlreichen Einsätzen des Vorgängermodells konsequent in Form von Verbesserungen in den Bereichen Aerodynamik, Kinematik, Effizienz und Fahrbarkeit ein. Der Sechszylinder-Motor im Heck des GT3-Rennfahrzeuges für den Kundeneinsatz leistet über 368 kW (500 PS). Das erfolgreiche Vorgängerfahrzeug hatte Siege in zahlreichen internationalen Rennserien errungen, etwa in der IMSA SportsCar Championship, der World Challenge, dem ADAC GT Masters sowie beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und beim Zwölfstundenrennen in Bathurst.

Auch BMW ist in Laguna Seca am Start. Das BMW Team Schnitzer und Walkenhorst Motorsport setzen erneut je einen BMW M6 GT3 ein. In den Cockpits kommen dieselben sechs Fahrer zum Einsatz, die bereits in Bathurst am Steuer saßen. Im BMW M6 GT3 mit der Startnummer 42 vom BMW Team Schnitzer wechseln sich Augusto Farfus, Martin Tomczyk und Chaz Mostert ab. Das Trio hatte in Bathurst bis zum Schluss um einen Podestplatz gekämpft und letztlich den fünften Platz belegt. Für Walkenhorst Motorsport treten die beiden BMW Werksfahrer Nick Catsburg und Mikkel Jensen sowie Christian Krognes im Auto mit der Nummer 34 an. Das Fahrzeug war beim Saisonauftakt ausgeschieden.

In Kalifornien ganz groß auftrumpfen will das Team von Audi Sport customer racing. Der Audi R8 LMS ist bei den California 8 Hours in den USA bislang ungeschlagen. Nach zwei Siegen in Folge will Audi seine Erfolgsserie in Laguna Seca am 30. März fortsetzen. Erstmals startet dabei die neue Evolutionsstufe des Audi R8 LMS in dieser Rennserie.

Noch nie war die Konkurrenz so hart: Acht Automobilmarken sind in der Saison 2019 in die Intercontinental GT Challenge eingeschrieben. „Das ist eine Herausforderung, die wir als Titelverteidiger in der Markenwertung gerne annehmen, aber wir haben auch gesehen, wie schwierig die Aufgabe in diesem Jahr ist“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. Beim Saisonauftakt im australischen Bathurst Anfang Februar mussten die Teams und Fahrer von Audi Sport mehrere Rückschläge einstecken und sammelten nur drei Punkte. Somit beginnt nun eine Aufholjagd rund um den Globus. Jeweils ein Langstreckenrennen in Amerika, Europa, Asien und Afrika komplettiert bis November den Kalender der Serie.

Die bevorstehenden California 8 Hours auf dem Kurs von Laguna Seca verbindet Audi Sport mit besonderen Erinnerungen. Die Berg-und-Tal-Bahn rund 200 Kilometer südlich von San Francisco kombiniert auf nur 3,6 Kilometer Länge diverse Kurvenradien und beträchtliche Höhenunterschiede. Die Corkscrew-Kurve mit ihrer stark abfallenden Links-Rechts-Passage ist weltweit einzigartig und bei allen Rennfahrern beliebt.

Auf dieser Rennstrecke haben die Le-Mans-Prototypen Audi R8 und Audi R10 TDI zwischen 2000 und 2008 insgesamt acht Siege in der früheren nordamerikanischen Sportwagen-Serie American Le Mans Series eingefahren. Die im Jahr 2017 erstmals ausgetragenen California 8 Hours entschieden im ersten Jahr Pierre Kaffer/Kelvin van der Linde/Markus Winkelhock mit Audi für sich. Winkelhock gewann auch die Fahrerwertung der Rennserie und Audi die Markenwertung. Ein Jahr später war der Audi R8 LMS erneut unschlagbar: Kelvin van der Linde feierte im vergangenen Oktober zusammen mit Christopher Haase und Christopher Mies nach acht spannenden Rennstunden einen Sieg vor Robin Frijns/Dries Vanthoor/Markus Winkelhock in einem weiteren Audi R8 LMS. In diesem Jahr sind sechs Piloten von Audi Sport am Start. Christopher Haase startet mit Dries Vanthoor und Frédéric Vervisch für das Audi Sport Team WRT. Das im Vorjahr siegreiche Audi Sport Team Land hat erneut Kelvin van der Linde und Christopher Mies an Bord. Markus Winkelhock komplettiert dieses Fahreraufgebot.

Mercedes-Benz ist der vierte im Bunde der deutschen Premiumhersteller und will sich in Laguna Seca standesgemäß präsentieren. Das Rennen auf dem legendären Laguna Seca Raceway ist die zweite von insgesamt fünf Stationen der Intercontinental GT Challenge Powered by Pirelli. In der hart umkämpften Langstrecken-Rennserie führt Mercedes-AMG nach den Plätzen drei und vier beim 12-Stunden-Rennen von Bathurst die Herstellerwertung an. Um bei dem Rennen in den USA seine Spitzenposition zu verteidigen, setzt die Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach auf vier hochkarätig besetzte Mercedes-AMG GT3. Zwei Fahrzeuge werden vom Mercedes-AMG Team GruppeM Racing betreut. Ein Cockpit teilen sich Maximilian Buhk, Maximilian Götz und der amtierende Blancpain GT-Champion Raffaele Marciello. Das Trio rangiert aktuell auf dem gemeinsamen zweiten Platz der Fahrerwertung. 2018 konnte Buhk mit einem dritten Platz beim 8-Stunden-Rennen von Laguna Seca bereits einen Podiumserfolg feiern. Mit einer besonderen Motivation startet Marciello, der im vergangenen Jahr an gleicher Stelle seine eigenen IGTC-Titelchancen einbüßte, und daher mit dem Rennen in Kalifornien noch eine Rechnung offen hat. Im Schwesterfahrzeug von GruppeM Racing werden die amtierenden Blancpain-Endurance-Meister Yelmer Buurman, Maro Engel und Luca Stolz angreifen.

Stark besetzt präsentieren sich auch die beiden Mercedes-AMG GT3 von STRAKKA Racing. In der Startnummer 42 tritt IGTC-Champion Tristan Vautier an. Der Franzose fuhr beim letztjährigen California 8 Hours auf den dritten Rang und sicherte sich damit den Fahrertitel der Serie. Vautier teilt sich das Cockpit mit zwei weiteren amtierenden Champions: Gary Paffett, der im vergangenen Jahr die Fahrerwertung der DTM für sich entschied, und Lewis Williamson, der sich 2018 zum besten Pro-Am-Piloten des Blancpain GT Series Endurance Cups kürte. Im Wagen mit der Startnummer 43 wird STRAKKA Racing die beiden Mercedes-AMG Fahrer Dominik Baumann und Adam Christodoulou an den Start bringen. Das Duo wird verstärkt durch Christina Nielsen. Als zweifache GTD-Meisterin der IMSA WeatherTech SportsCar Championship ist das Event auf dem Laguna Seca Raceway eine Art Heimspiel für die 27-jährige Dänin, die zu den Stars des nordamerikanischen Motorsports gehört.

Das Achtstundenrennen in Laguna Seca startet am Samstag, 30. März, um 8:30 Uhr Ortszeit (16:30 Uhr MEZ). Das Rennen wird live im Internet unter https://www.intercontinentalgtchallenge.com übertragen.

Fotos (c) Audi AG, BMW AG, Daimler AG, Porsche AG