WEC & IMSA Sebring: Doppelter Einsatz!

Der sechste Lauf der ‚Super Season‘ in der FIA World Endurance Championship WEC und das zweite Rennen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship 2019 stehen am kommenden Wochenende auf dem Programm: BMW startet gleich doppelt. Toyota debütiert in Sebring und peilt beim WEC-Lauf den nächsten Doppelsieg an!

Toyota Gazoo Racing kehrt auf der Langstrecke aus der Winterpause zurück: Mit den 1.000 Meilen von Sebring am 15. März 2019 geht die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft in die nächste Runde. Nach dem Doppelsieg in Schanghai hat der japanische Automobilhersteller beim sechsten und drittletzten Lauf der Supersaison 2018/19 den fünften Saisonsieg im Visier und will so die WM-Führung bei Fahrern und Herstellern weiter ausbauen. Der Abstecher nach Florida ist eine Premiere: Erstmals gastiert Toyota im Rahmen der WEC in Sebring. Doch völlig unbekannt ist die knapp 6,02 Kilometer lange Strecke im Sunshine State nicht: Neben ausgiebigen Testfahrten über 4.000 Kilometer im Februar durfte sich die Marke sogar schon in die hiesigen Siegerlisten eintragen. Juan Manuel Fangio II und Andy Wallace konnten im Eagle Mark III Toyota 1992 und 1993 die Zwölf Stunden von Sebring gewinnen, die in diesem Jahr im Anschluss an die WEC ausgetragen werden. Dadurch startet das WEC-Rennen auch schon am Freitagnachmittag – ein Novum.

Ebenfalls neu ist die Boxengasse: Wie viele Langstreckenrennen in Übersee verfügt Sebring über die sogenannte American Wall – eine Wand, die Werkstattbereich und Boxengasse voneinander trennt. Um sich auf dieses für die WEC ungewöhnliche Konzept vorzubereiten, haben Mechaniker von Toyota GAZOO Racing in Köln mit einem Modell der Sebring-Boxenanlage geübt. Auch für die Fahrer ist Sebring weitgehend Neuland. Während Kamui Kobayashi vollständiger Rookie ist, konnten die anderen beiden Piloten des Toyota TS050 Hybrid Nr. 7, Mike Conway und José María López, zumindest schon Rennerfahrung sammeln. Conway wurde in den letzten beiden Jahren sogar zweimal Dritter beim Zwölf-Stunden-Rennen. Bei den WM-Führenden im zweiten Toyota Boliden mit der Startnummer acht sieht es ähnlich aus: Kazuki Nakajima und Fernando Alonso feiern ihr Debüt auf dem ehemaligen Flugfeld. Sébastien Buemi startete zwar schon 2017 vor Ort, sah aber nicht die Zielflagge.

Auch das BMW Team MTEK bestreitet mit seinen beiden BMW M8 GTE die ‚1000 Miles of Sebring‘ der WEC. Die Stammbesetzung des Nr. 81 BMW M8 GTE, Nick Catsburg und Martin Tomczyk, wird dabei durch Alexander Sims verstärkt. Augusto Farfus und António Félix da Costa treten im Nr. 82 Schwesterfahrzeug an, zusammen mit BMW DTM-Fahrer Bruno Spengler, der in Sebring sein WEC-Debüt geben wird. Die Mannschaft aus München nimmt zum ersten Mal an einem Rennen in den USA teil. Doch am vergangenen Wochenende hat das Team über 2.300 Testkilometer absolviert und fühlt sich gut gerüstet.

Am Samstag startet das BMW Team RLL, das im Januar beim IMSA-Saisonauftakt, dem prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen von Daytona, den Sieg in der GTLM-Klasse gefeiert hat, in die ‚Sebring 12 Hours‘ der IMSA. Nachdem das Team dieses Rennen 2018 – beim erst zweiten Auftritt des BMW M8 GTE – auf dem zweiten Platz beendet hat, nimmt es dieses Mal die oberste Stufe des Podests ins Visier. Der in Daytona siegreiche Nr. 25 BMW M8 GTE wird von Tom Blomqvist, Connor De Phillippi und Colton Herta pilotiert. Ihre Teamkollegen Jesse Krohn und John Edwards wechseln sich im Schwesterauto mit der Startnummer 24 mit BMW DTM-Fahrer Philipp Eng ab.

BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt erwartet ein spannendes Wochenende: „Es wird ein großes Wochenende für BMW M Motorsport und vor allem für den BMW M8 GTE. Nachdem er Anfang des vergangenen Jahres sein Renndebüt gegeben hat, haben sowohl das BMW Team RLL als auch das BMW Team MTEK großartige Podiumserfolge gefeiert, darunter den Sieg in Daytona und in der vergangenen Saison den zweiten Platz in Sebring. Es ist fantastisch, vier BMW M8 GTE an zwei Tagen in zwei verschiedenen Rennen an den Start gehen zu sehen, und wir freuen uns auf diese Herausforderung. Der BMW M6 GT3 und die BMW M4 GT4 komplettieren das große BMW Aufgebot in Sebring. Dieses Wochenende wird ein tolles BMW Familientreffen, auf einer Strecke, die in der Geschichte von BMW Motorsport eine wichtige Rolle spielt. Denn wir alle erinnern uns an die fantastischen Sebring-Gesamtsiege des BMW 3.0 CSL in seiner Debütsaison 1975 und des BMW V12 LMR vor genau 20 Jahren.

Fotos (c) BMW AG, Toyota GAZOO Racing