IMSA Rolex 24: Der GTLM-Saisonstart!

Das Motorsportjahr 2019 beginnt für das BMW Team RLL mit einem echten Highlight: dem 24-Stunden-Rennen in Daytona am kommenden Wochenende. Der Langstreckenklassiker eröffnet traditionell die IMSA WeatherTech SportsCar Championship!

Der BMW M8 GTE, der 2018 in Daytona seine Rennpremiere feierte, geht in seine zweite IMSA-Saison. Wie im Vorjahr setzt das BMW Team RLL auch 2019 zwei BMW M8 GTE in der GTLM-Klasse ein. Besonderes Interesse zieht der Auftritt von BMW Werksfahrer Alessandro Zanardi in Daytona auf sich! Zanardi bestreitet das 24-Stunden-Rennen im 24 BMW M8 GTE, Startnummer 24, des BMW Team RLL gemeinsam mit den beiden Stammfahrern John Edwards und Jesse Krohn sowie Chaz Moster. Im Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 25 wechselt sich Stammpilot Connor De Phillippi mit Augusto Farfus, Philipp Eng und Colton Herta ab. Anfang Januar war das Team bereits vor Ort, um sich beim offiziellen Roar-Test auf das Marathonrennen vorzubereiten. Die 24 Stunden von Daytona starten am Samstag, 26. Januar, um 14.35 Uhr Ortszeit. Der Zieleinlauf erfolgt am Sonntag, 27. Januar, um 14.35 Uhr. Das Team von Turner Motorsport setzt in der IMSA-Serie 2019 in der GTD-Klasse einen BMW M6 GT3 ein. Das Fahrzeug wird in Daytona pilotiert von Jens Klingmann und den US-Amerikanern Bill Auberlen, Robby Foley und Dillon Machavern. Außerdem geht Turner Motorsport in der Michelin Pilot Challenge, die in Daytona ebenfalls ihr Auftaktrennen bestreitet, mit einem BMW M4 GT4 in der GS-Klasse an den Start. Insgesamt treten bei der ‚BMW Endurance Challenge At Daytona‘ fünf BMW M4 GT4 an.

BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt hat große Erwartungen: „Die 24 Stunden von Daytona sind immer ein echtes Highlight zu Beginn einer neuen Motorsportsaison. Im vergangenen Jahr hat unser BMW M8 GTE dort seine Rennpremiere bestritten. Inzwischen hat er sich zum Siegerfahrzeug entwickelt, und wir sind gespannt, was am kommenden Wochenende für uns möglich sein wird. Das BMW Team RLL und unsere Ingenieure haben in den vergangenen Monaten hart gearbeitet, um bestmöglich vorbereitet in die 24 Stunden von Daytona und in die IMSA-Saison 2019 zu gehen. Etwas ganz Spezielles wird Daytona in diesem Jahr auch durch den Auftritt von Alex Zanardi. Es ist großartig, ihn im BMW M8 GTE zu erleben. Wir können uns in diesem Jahr also auf ein besonders spektakuläres Rennen freuen.“Alessandro Zanardi ergänzt: „Als Rennsportfan, und das war ich immer schon, bin ich unheimlich aufgeregt. Ich lebe einen Traum. Ich hatte ja mit einer Menge Unterstützung durch die Fans und meine Freunde in Daytona gerechnet, aber schon beim Roar wurden alle Erwartungen übertroffen. Wir werden sicherstellen, dass wir ein gutes Auto haben und dass wir eine konstant gute Performance bringen können. Gehen wir es an!“

Auch Porsche ist natürlich wieder in Daytona vertreten. Als siegreichste Marke in der Geschichte des traditionsreichen Rennens will der Sportwagenhersteller aus Weissach die Erfolgsgeschichte zum Auftakt der diesjährigen Saison in der IMSA SportsCar Championship fortschreiben. In der über 50 Jahre langen Geschichte des 24-Stunden-Rennens in Daytona ist kein anderer Hersteller derart erfolgreich wie Porsche. 18 Gesamtsiege, vier weitere als Motorenpartner und die Rekordmarke von 77 Klassenerfolgen sind unerreicht. Mit fünf Gesamtsiegen in den Jahren 1973, 1975, 1977, 1979 und 1991 sowie einem Klassensieg 1972 ist die US-Rennlegende Hurley Haywood der Porsche-Pilot mit den meisten Erfolgen in Daytona. In der hart umkämpften GTLM-Klasse setzt das Porsche Werksteam wieder auf die beiden rund 510 PS starken 911 RSR. Zum Auftakt des Rennjahres 2019 in Nordamerika werden die Stammpiloten Patrick Pilet und Nick Tandy in der Startnummer 911 wie bereits im Vorjahr von Frédéric Makowiecki unterstützt. Das Trio gewann 2018 die Langstreckenrennen in Sebring und auf der Road Atlanta. Im Schwesterauto des Porsche GT Teams mit der Startnummer 912 kommen Earl Bamber, Laurens Vanthoor und der Franzose Mathieu Jaminet zum Einsatz. Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport, hofft auf ein vielversprechendes Rennen für die Weissacher Mannschaft. „Die Saison in Nordamerika startet immer mit dem großen Klassiker in Daytona. Das Rennen ist ein Highlight, das wir in diesem Jahr mit unseren bestens ausgereiften 911 RSR unbedingt gewinnen möchten. Porsche ist der erfolgreichste Hersteller beim 24-Stunden-Rennen in Florida. Wir hoffen sehr, dass wir diese Bilanz noch weiter ausbauen können. Die Testfahrten waren vielversprechend. Das gesamte Team ist auf einem sehr guten Weg!“

Gut aufgestellt sieht sich auch das Team von Chip Ganassi Racing. Ford Chip Ganassi Racing (CGR) nimmt den Saisonauftakt der IMSA-Sportwagenserie voller Zuversicht in Angriff: Das Werksteam will bei den 24 Stunden von Daytona den dritten Sieg in der hart umkämpften GTLM-Klasse in Folge einfahren und schickt dafür erneut zwei Ford GT ins Rennen, das am 26. Januar beginnt. Schon der offizielle Daytona-Test im Januar, der sogenannte Roar before the Rolex 24, verlief für CGR erfolgreich. Die beiden Mittelmotorboliden belegten Rang zwei und drei und sicherten dem Team damit gute Boxenpositionen für den bevorstehenden Langstreckenklassiker. Die Statistik der beiden zurückliegenden 24-Stunden-Rennen von Daytona spricht klar für Ford Chip Ganassi Racing: In 1.196 von 1.435 gefahrenen Rennrunden lag einer der beiden Ford GT des Teams in der hart umkämpften GTLM-Klasse auf Platz eins. Das ergibt über 8.000 Führungskilometer auf dem berühmten Daytona International Speedway, der beim Rolex 24 in einer Kombination aus dem stark überhöhten Oval und einem kurvigen Abschnitt im Innenraum befahren wird. Die Gesamtlänge einer Runde beträgt 5,73 Kilometer. 2018 verteidigten die beiden Ford GT nach 774 von 783 Rennrunden jeweils die Spitzenposition. Meistens dominierte mit Dirk Müller (D), Joey Hand (USA) und Sébastien Bourdais (F) das Trio der Startnummer 66. Als die Zielflagge fiel, hatten jedoch ihre Teamkollegen im Ford GT mit der Nummer 67 die Nase vorn: Den Sieg sicherte sich der Brite Richard Westbrook zusammen mit dem Australier Ryan Briscoe und Scott Dixon aus Neuseeland.

„Wir werden auf jeden Fall mit einem Lächeln ins Fahrerlager einlaufen“, verspricht Westbrook. „Wir wissen, dass wir auch in dieser Saison den Sieg schaffen können und noch ein Jahr mehr Erfahrung haben. Jetzt geht es um die Feinabstimmung des Autos auf die neuen Michelin-Reifen. Wir sind zuversichtlich und wollen versuchen, unseren Vorjahreserfolg zu wiederholen. Daytona ist ein gutes Pflaster für Ford und den Ford GT, aber in dieser Saison können wir mit keinem so komfortablen Vorsprung rechnen. Dieses Rennen gewinnt fortlaufend an Bedeutung und das Niveau steigt in allen Klassen immer höher. Wenn ich an meinen ersten Daytona-Einsatz zurückdenke, erkenne ich die Veranstaltung kaum wieder. Es kommen auch jedes Jahr mehr Zuschauer.“ Joey Hand ergänzt: „Es ist offensichtlich, dass wir ein gutes Paket für Daytona geschnürt haben. Der Ford GT wurde für diese Art Strecke mit ihren langen Geraden entwickelt, die Vollgaspassagen kommen dem Auto entgegen. Auch Ford CGR scheint sich in Daytona auszukennen, wie die vielen Siege zeigen, die das Team hier bereits errungen hat. Es ist schön, dass die Saison auf einer Rennstrecke beginnt, auf der wir uns richtig wohlfühlen. Ich freue mich immer auf Daytona. Wenn ich das erste Mal durch den Tunnel aufs Gelände fahre, ist das stets ein toller Moment. Die Konkurrenz sitzt dir hier immer im Nacken, und nach zwei Siegen in Folge werden sie uns jetzt ganz besonders jagen. Der Kampf in der GTLM-Klasse ist hart, es gibt viele großartige Teams. Wir werden sehen, wie es ausgeht.“

„Die 24 Stunden von Daytona gehören für Ford zu den wichtigsten Events in unserem Rennkalender“, betont Mark Rushbrook, als Direktor von Ford Performance verantwortlich für das weltweite Motorsport-Engagement der Marke. „Ein Sieg bei diesem Langstreckenklassiker verleiht der ganzen Saison einen positiven Schwung. Aber jedes Jahr ist anders und stellt uns hinsichtlich der Wettbewerber sowie der notwendigen Weiterentwicklung immer wieder vor neue Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig, dass wir an die bevorstehenden Aufgaben mit einem frischen Blick herangehen – nur weil wir in der Vergangenheit Erfolg hatten, dürfen wir uns keinesfalls zurücklehnen. Zugleich freuen wir uns sehr, mit zwei besonders gestalteten Ford GT den 50. Geburtstag der IMSA feiern zu können!“ Mit fünf Laufsiegen hat sich Ford 2018 den Herstellertitel in der IMSA-Sportwagenserie gesichert. Zugleich gewannen Hand und Müller den IMSA Michelin Endurance Cup als beste GTLM-Fahrer bei den Langstreckenrennen in Daytona, Sebring und Watkins Glen sowie beim Petit Le Mans in Atlanta. Die Meistertitel für Teams und Fahrer hat Ford CGR nur knapp verpasst.

Zu Ehren des 50. Geburtstags der IMSA-Organisation treten die beiden Ford GT bei den 24 Stunden von Daytona in historischen Farben an. Der Rennwagen mit der Startnummer 66 – den sich Dirk Müller, Joey Hand und Sébastien Bourdais teilen – greift das „Motorcraft“-Design jenes Ford Mustang von Roush Racing auf, mit dem John Jones, Wally Dallenbach jr. und Doc Bundy 1985 die GT1-Klasse gewannen. Jones dominierte in jenem Jahr und wurde IMSA-Meister in der GTO-Kategorie. Das Schwesterauto mit der Nummer 67 würdigt Teampartner Castrol und trägt das traditionelle grün-rote Streifendesign des Schmiermittelspezialisten. Es ist das erste Mal, dass die Ford GT abseits ihrer charakteristischen Werksfolierung mit einem speziellen Design an den Start gehen.

Die 24 Stunden von Daytona beginnen am 26. Januar um 14 Uhr Ortszeit (20 Uhr MEZ). Das Rennen wird in voller Länge auf www.imsa.tv live gestreamt.

Viertes Team im Bunde der potentiellen GTLM-Sieganwärter ist Corvette Racing. Für den C7.R wird es das letzte Rennjahr, bevor der C8 zum neuen Flaggschiff-Modell der Klasse GTE / GTLM wird, bringt das Team die gleichen Fahrer mit. Antonio Garcia und Jan Magnussen und Mike Rockenfeller teilen sich das Auto mit der Startnummer drei. Oliver Gavin, Tommy Milner und Marcel Fässler pilotieren das Schwesterauto mit der Nr. 4. Dieser Mangel an Veränderungen bedeutet jedoch nicht, dass Corvette Racing nicht wettbewerbsfähig sein kann. Die ersten Anzeichen sind positiv. Die Besetzung des Teams zeigt weiterhin, dass es in der Lage ist, sowohl Rennen als auch Titel zu gewinnen. Beim Roar Vortest fuhr Jan Magnussen mit 1: 42.651 Min. die schnellste GTLM-Zeit des Wochenendes. Es ist klar, dass Corvette so motiviert ist, große Rennen wieder zu gewinnen. Für die Abschiedstour der Corvette C7.R wäre der Sieg ein großer Erfolg

Bleibt noch ein letztes GTLM-Team. Risi Competitione kommt zu den 24 Stunden Daytona, obwohl die Pläne für die gesamte Saison noch einmal nicht entschieden sind. Das Ergebnis vom Sonntag ist möglicherweise ein wichtiger Faktor für den Einstieg in weitere Rennen. Das IMSA-Team, gilt nachwievor als das beste privat geführte Team in der GTLM-Klasse. Obwohl sie nur ein Auto einsetzen, können sich genauso gut behaupten wie alle anderen Teams im Feld. Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, wie gut das Team geführt wird, aber auch, weil es beim Rolex24 mit dem All-Star-Team der WEC Ferrari-Werksfahrer Davide Rigon, Miguel Molina und dem amtierenden GTE Pro-Weltmeister Alessandro Pier Guidi und James Calado an den Start geht . Das Tempo des Teams war beim Roar Vortest nicht gerade umwerfend, und innerhalb des Teams war angeblich eine BoP-Pause, die es aber nicht gegeben hat, erwünscht. Doch Risi Competitione ist hochmotiviert. Vielleicht werden sie am Sonntag belohnt!

Die Rennen der IMSA-Sportwagenserie 2019:

24.01. – 27.01. Rolex 24 Daytona (Florida, USA)
13.03. – 16.03. 12 Stunden von Sebring (Florida, USA)
12.04. – 13.04. Long Beach (Kalifornien, USA)
03.05. – 05.05. Mid-Ohio Sports Car Course (Ohio, USA)
31.05. – 01.06. Detroit Grand Prix (Michigan, USA)
27.06. – 30.06. Watkins Glen (New York, USA)
05.07. – 07.07. Mosport (Ontario, Kanada)
19.07. – 20.07. Lime Rock (Connecticut, USA)
02.08. – 04.08. Road America (Wisconsin, USA)
23.08. – 25.08. Virginia International Raceway (Virginia, USA)
13.09. – 15.09. Laguna Seca (Kalifornien, USA)
09.10. – 12.10. Petit Le Mans (Giorgia, USA)

Fotos (c) BMW AG, Porsche AG, Ford Werke GmbH, Ford Chip Ganassi Racing, IMSA Media