Dakar 2019: Dreifacherfolg für MINI!

Die MINI Crews haben auf der Königsetappe der Dakar 2019 einen eindrucksvollen Erfolg gefeiert. Sie holten einen Dreifachsieg und lieferten sich dabei ein enges Rennen. Am Ende lagen lediglich 9:28 Minuten zwischen dem ersten und dem dritten Platz!

Stéphane Peterhansel und Beifahrer David Castera hatten sich im MINI John Cooper Works Buggy früh in der Prüfung die Führung geholt und bis ins Ziel sowohl ihre Nerven und als auch ihre Position unter Kontrolle gehalten. Es war der zweite Etappensieg für das französische Duo, und zugleich schoben sich die beiden durch den Tageserfolg auf Rang zwei der Gesamtwertung, mit nur noch 29:16 Minuten Rückstand auf das führende Fahrzeug. Im Ziel war der Dakar-Rekordsieger aber nicht zufrieden. „Wieder kein perfekter Tag. Wir hatten am Anfang in den Dünen einen heftigen Sprung. Der war richtig heftig, wir sind quasi mit der Motorhaube gelandet und ich habe nach dem Aufprall echt Sterne gesehen. Danach fing ich an, mich zu konzentrieren und habe Nani überholt. Es ist ein gutes Ergebnis, war aber immer noch kein perfekter Tag!“

Joan ‚Nani‘ Roma und Beifahrer Alex Haro waren in ihrem MINI John Cooper Works Rally von Beginn an und über den gesamten Tag die einzige echte Bedrohung für Peterhansel. Roma hatte bei Wegpunkt 3 selbst zwischenzeitlich die Führung inne und belegte am Ende nur 4:33 Minuten hinter Peterhansel Platz zwei. Als dritte MINI Crew im Ziel wurden Carlos Sainz und Beifahrer Lucas Cruz in einem MINI John Cooper Works Buggy auch Dritte der Etappe. Mit diesem Ergebnis machte Sainz wieder einige Zeit auf seine Konkurrenten gut und kehrte als Zehnter wieder in die Top-10 des Gesamtklassements zurück. Cyril Despres und Beifahrer Jean Paul Cottret beendeten Etappe 7 auf dem fünften Rang. Sie sorgten somit dafür, dass auf den ersten fünf Plätzen des Tagesklassements vier MINI ins Ziel kamen und waren zudem die dritte Crew eines MINI John Cooper Works Buggy, die bei der Dakar 2019 in die Top-5 fuhr.

Für Sébastien Loeb war es ein Tag, zum vergessen. Obwohl Peugeot Privatier Loeb der schnellste Fahrer auf dem Kurs war, fiel er nach einem elektrischen Defekt um 40 Minuten zurück, bevor er bis zum Ende der Etappe fuhr und seine Verluste auf 28 Minuten reduzierte. Loeb sagte: „Das Auto kam nach drei Kilometern zum Stehen. Es war ein totaler Stromausfall. Abgesehen davon haben wir keine Fehler gemacht und waren ziemlich schnell. Es ist ziemlich demoralisierend, wir werden sehen, was wir tun können und wofür wir in den kommenden Tagen kämpfen können. “

Nasser Al-Attiyah im Toyota war den ganzen Tag souverän unterwegs und wurde trotz einer Reifenpanne in den letzten 10 km Vierter. Der Hilux-Pilot führt in der Gesamtführung immer noch mit 29 Minuten vor Peterhansel. Der zweite Hilux mit Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz kämpften sich ebenfall stark durch die Königsetappe der Dakar. Das südafrikanisch-norddeutsche Sieger-Duo von 2009 ist bis zum Zielstrich der 2019er-Ausgabe wegen eines Rückschlags in der ersten Woche als schnelle Helfer für die Gesamtführenden, ihre Toyota-Teamkollegen Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel, eingeteilt. Trotz ihrer Rolle, die maximal eine kontrollierte Attacke zulässt, sicherten sich Giniel und Dirk Tagesrang sechs – und haben damit für die kommenden Tage zum Absichern ihrer Teamkollegen eine ideale Ausgangsposition.

Der Russe Eduard Nikolaev vom Kamaz-Master-Team hatte einen so großen Vorsprung, dass er es sich leisten konnte, 36 Minuten vor Etappensieger Gerard de Rooy zu verlieren, und sich dennoch mehr als eine Stunde auf dem ersten Platz behauptete.

Dakar Gesamtwertung nach der 7. Etappe
01. Nasser Al-Atiiyah/Matthieu Baumel (QA/FR), Toyota, 25:13.30 Std.
02. Stéphane Peterhansel/David Castera (FR/FR), Mini, 25:42.46 Std.
03. Joan „Nani“ Roma/Alex Haro Bravo (ES/ES), Mini, 25:51.29 Std.
04. Sébastien Loeb/Daniel Elena (FR/MC), Peugeot, 26:07.42 Std.
05. Cyril Despres/Jean-Paul Cottret (FR/FR), Mini, 26:33.31 Std.

Der achte Tag der Dakar wird heute wieder zu einem großen Wüsten- und Sandduell. Die Route führt von San Juan des Marcona nach Pisco mit einer Gesamtdistanz von 575 Kilometern. Mittendrin warten 360 Wertungskilometer auf die Teams, die für die Navigatoren und Piloten wieder höchst anspruchsvoll sind. Um 13:00 Uhr MEZ geht Nasser A-Attiyah in die Prüfung. Gegen 17:55 Uhr MEZ wird das erste Auto im Ziel erwartet

Fotos (c) BMW AG, Toyota GAZOO Racing, Red Bull Content Pool, Team Kamaz Master