Dakar 2019: Loeb holt zweiten Tagessieg!

Die fünfte Etappe der Rallye Dakar kehrt mit 197 km Verbindungslänge nach Arequipa zurück, gefolgt von 517 km Wertungsprüfung gegen die Uhr. Sebastien Loeb holte sich einen souveränen Tagessieg und beendete den Tag mit einen beeindruckenden Vorsprung vor Nasser Al-Attiyah im Toyota Hilux!

In der Fahrzeugkategorie mussten sich die Teams von Tacna nach Arequipa durchschlagen. Red Bull Privatier Sebastien Loeb löste die Aufgabe am besten und hatte auf seinem Vorjahres-Peugeot einen Traumlauf. Der Elsässer holte den Etappensieg und nahm dem Führenden Nasser Al-Attiyah gute 10 Minuten ab. X-Raid sicherte sich mit Nani Roma und Stéphane Peterhansel den dritten und vierten Platz. Loeb kam nach zwei verheerenden Tagen wieder zurück und fuhr eine Traumprüfung um den Etappensieg sicherzustellen. Der Franzose erklärte: „Es war ein sehr guter Tag für mich. Wir haben vom Anfang bis zum Ende der Etappe richtig hart gearbeitet, ohne Fehler, keine Reifenschäden, nichts. Wir hatten einen perfekten Tag. Das Roadbook war heute korrekt, daher haben wir keine Fehler gemacht und es war gut!“ Stephane Peterhansel verlor mehr als 5 Minuten bei der 478-km-Marke der fünften Etappe, woraufhin Nasser Al-Attiyah in der Gesamtwertung mit 26 Minuten Vorsprung führte. In der zweiten Woche der Dakar wird der Zweikampf zwischen Peterhansel und Al-Attiyah an Intensität zunehmen. Das Duell um den Dakar 2019 Sieg wird ein Zweikampf zwischen dem X-Raid MINI Buggy Piloten und dem Katari im bärenstarken Toyota Hilux, der fachmännisch unterstützt wird.

Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz haben Tag fünf der Rallye Dakar gemeistert, dabei aber jede Menge Staub geschluckt. Auf dem Weg von Tacna nach Arequipa, wo am Samstag der einzige Ruhetag der 2019er-Ausgabe des Wüstenklassikers etwas Erholung verspricht, hatten die Veranstalter der A.S.O. Höchstschwierigkeiten auf das Programm gesetzt. Als 28. Fahrzeug der Gruppen von Automobilen, Side-by-sides, UTVs und Lkw waren Giniel und Dirk in die Etappe gegangen, nachdem sie tags zuvor bei einer Hilfsaktion für ihre Toyota-Teamkollegen Bernhard Ten Brinke/Xavier Panseri etwa eineinhalb Stunden eingebüßt hatten. Entsprechend viel Überholvorgänge bremsten das Fortkommen des südafrikanisch-norddeutschen Duos – inklusive der Top-Teams in der Lkw-Wertung, in deren Staubfahnen die Dakar-Sieger von 2009 einen Gutteil der Wegstrecke verbrachten. Die Tageslosung setzten de Villiers/von Zitzewitz dennoch um: Dank Tagesrang zehn starten sie am Sonntag nur wenige Minuten hinter den Gesamtführenden, ihren Teamkollegen Nassar Al-Attiyah/Matthieu Baumel, für die sie das sogenannte Chasecar sind – also die schnell-schraubende Eingreiftruppe im Falle eines Falles, beladen mit 75 Kilogramm zusätzlichem Material.

In der Truck-Klasse stellte das russische Team von Kamaz Master ihre Dominanz weiterhin unter Beweis. Eduard Nikolaev hat in weniger als 6 Stunden einen weiteren Etappensieg nach Arequipa errungen, wobei der Teamkollege Dmitry Sotnikov nur 3 Minuten hinterher fuhr. Siarhei Viazovich von Maz-Sportaut belegte einen komfortablen dritten Platz, Andrey Karginov (Kamaz Master) belegte den vierten Rang.

Zwischenstand der Gesamtwertung nach Tag 5

01. Nasser Al-Atiiyah/Matthieu Baumel (QA/FR), Toyota, tba
02. Stéphane Peterhansel/David Castera (FR/FR), Mini, tba.
03. Joan „Nani“ Roma/Alex Haro Bravo (ES/ES), Mini, tba.
04. Jakub Przygonski/Tom Colsoul (PL/BE), Mini, tba.
05. Sébastien Loeb/Daniel Elena (FR/MC), Peugeot, tba.
06. Cyril Despres/Jean-Paul Cottret (FR/FR), Mini, tba.

Die Hälfte der Dakar liegt hinter den Teams. Den heutigen Ruhetag haben sich die Crews redlich verdient. Doch bereits am Sonntag startet die Rallye-Rückrunde. Die sechste Etappe startet am Sonntag um 09:30 Uhr MEZ über ingesamt 810 Kilometer. Um 16:50 Uhr geht das erste Auto auf die 290 Kilometer lange Sonderprüfung, die gegen 20:40 Uhr MEZ beendet wird. Gegen 21:25 Uhr wird das erste Team im Biwak erwartet. Die 6. Etappe von Arequipa nach San Juan de Marcona wartet mit extrem langen Überführungsetappen auf. Dann folgen wieder unzählige weiche Dünen, die fahrerisch und navigatorisch anspruchsvoll sind.

Fotos (c) Toyota GAZOO Racing SA, Red Bull Content Pool, Team Kamaz Master