Dakar 2019: Der Wüstenfuchs schlägt zurück!

Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel und sein Navigator David Castera haben gestern mit einer beeindruckenden Fahrt die dritte Etappe gewonnen. Dank dieses Resultats liegt das französische Duo mit seinem MINI John Cooper Works Buggy auf Rang drei der Gesamtwertung!

Für den Wüstenfuchs Peterhansel und für das Team X-Raid war der dritte Tag der Dakar ein guter Tag. Peterhansel äußerte sich im Ziel so „Das war heute ein sehr herausfordernder Tag mit komplizierter Navigation in den großen und weichen peruanischen Dünen. Es war nicht leicht, da wir vier Stunden lang wirklich konzentriert bleiben mussten; wenn man nur eine Information übersieht, kann man leicht alles verlieren. Auf der heutigen Etappe konnte man sehr leicht Fehler machen, aber David hat einen wirklich guten Job gemacht. Wir sind gut zusammen gefahren, und das ist jetzt die erste Etappe, die wir zusammen gewonnen haben. Das ist eine gute Nachricht!“ Der MINI John Cooper Works Rally von Jakub ‚Kuba‘ Przygonski und Beifahrer Tom Colsoul war das zweitbeste MINI Fahrzeug unter den besten Fünf des Tages. Gut eine Minute hinter ihnen folgten im Ziel Yazeed Al-Rajhi und Beifahrer Timo Gottschalk auf dem vierten Rang. Damit verbesserte sich Al-Rajhi auf die zweite Gesamtposition. Joan ‚Nani‘ Roma und Beifahrer Alex Haro waren nicht gut in den Tag gestartet, hatten dann aber in der zweiten Hälfte der dritten Etappe einige Plätze gutgemacht. Ihre entschlossene Fahrt zahlte sich mit Tagesrang fünf aus. Cyril Despres und Jean Paul Cottret schlossen die dritte Etappe auf dem sechsten Rang ab, womit sie das gestrige Ergebnis des zweiten Teilstücks wiederholten. Dank dieser Konstanz liegen sie jetzt auch im Gesamtklassement auf Platz sechs. Boris Garafulic und Beifahrer Filipe Palmeiro setzten ihre Aufholjagd in die Top-10 mit dem 14. Platz auf der dritten Etappe fort.

Kein Glück hatten dagegen heute Carlos Sainz und Beifahrer Lucas Cruz. Gerade einmal 40 Kilometer nach Beginn der Sonderprüfung hatte die MINI Crew einen Unfall, bei dem ihr MINI John Cooper Works Buggy an der Front stark beschädigt wurde. Es dauerte einige Zeit, bis sie das Rennen fortsetzen konnten, um für die morgige vierte Etappe wieder bereit zu sein.

Toyota Pilot Nasser Al-Attiyah kämpfte sich mit souveräner Fahrt wieder an die Spitze der Gesamtwertung zurück. Der neunfache Rallye-Weltmeister und Red Bull-Privatfahrer Sebastian Loeb belegte gestern, wie gravierend die Fehler sein können. Nachdem er vorgestern den Etappensieg errungen hatte, machte Loeb während der nebligen Bedingungen einen teuren Navigationsfehler und verlor auf der Marathonetappe über 42 Minuten auf Stéphane Peterhansel. Loeb enthüllte: ”Es war sehr neblig. Wir konnten den Weg nicht zurückfinden, also fuhren wir im Kreis herum… und haben dabei eine halbe Stunde verloren. Wir haben große Zeit verloren, also fangen wir heute wieder an. “

Die Truck-Klasse gewann Andrey Karginov vom Team Kamaz-Master, der in Arequipa einen beeindruckenden Sieg herausfahren konnte und 12 Minuten vor Federico Villagra die Führung ausbaute. Der drittplatzierte Dmitry Sotnikov lag vor dem Tabellenführer Eduard Nikolayev, der in dieser Etappe 14 Minuten verlor.

Die heutige vierte Etappe hat es wieder in sich und gilt als erste große Marathonetappe. Auf dem Weg von Arequipa nach Tacna wartet auf die Teams eine Gesamtdistanz von 664 Kilometer. Die Wertungsprüfung in den nördlichen Ausläufern der Atacama Wüste geht über 351 Kilometer. Dirk von Zitzewitz hat vor der WP großen Respekt: „Diese Etappe wird Neuland werden, auch wenn wir hier vor einigen Jahren schon einmal unterwegs waren, als wir aus Chile gekommen sind. Ein Ausläufer der Atacama-Wüste und ein abwechslungsreiches Terrain mit viel weichem Sand, aber weniger hohen Dünen. Im Sand sind oft spitze Steine versteckt. Es wird extrem hart für das Material. Die Orientierung wird nicht einfach. Und überholen im Staub unmöglich – weil sehr Risiko-reich. Also: eine echte Herausforderung. Vor dieser Etappe und der am kommenden Tag habe ich einen Riesenrespekt.

Der Start in die Prüfung erfolgt um 14:57 Uhr MEZ. Das erste Auto soll gegen 19:32 Uhr das Ziel erreicht haben. Die Ankunft im Biwak hat der ASO für 21:17 Uhr errechnet.

Fotos (c) BMW AG, Red Bull Contend Pool