Dakar 2019: Toyota legt vor!

Die Dakar 2019 ist im Gange. Gestern verließen 130 Autos, 137 Motorräder, 26 Quads und 41 Lastwagen das peruanische Lima, um die erste Etappe zu beenden. Nach einer 84 Kilometer langen Special Stage war der Toyota von Nasser Al Attiyah am schnellsten im Ziel in Pisco!

In der Kategorie Auto holte der zweimalige Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah (Toyota Gazoo Racing SA) den Sieg und schlug den amtierenden Meister Carlos Sainz (X-Raid Mini JCW Team) um fast zwei Minuten. Dritter wurde Jakub Przygonski vom Orlen X-Raid Team.

Nasser Al-Attiyah sagte: „Die Etappe war schwierig, nicht einfach. Es gab eine gute Linie von den Motorrädern und wir haben nicht viel gepusht. Die letzten 10km haben wir Carlos gefangen und haben versucht, bis zum Ziel vor ihm zu bleiben. Heute war keine kurze Etappe, voller Sand, es war nicht leicht. Und morgen wird es ähnlich sein!“ Carlos Sainz war nach dem Auftakt nich unzufrieden, weiss ‚El Matador‘ doch, das die Dakar gerade erst begonnen hat. „Wir hatten wirklich keine größeren Probleme. Wir wussten mehr oder weniger, was uns erwarten würde, und haben uns an unseren Plan gehalten. Wir wollten den morgigen Tag nicht eröffnen und haben es deswegen ein bisschen lockerer angehen lassen!“ Teamkollege Stephane Peterhansel kam dagegen nur als siebter ins Ziel und haderte mit der Auftaktetappe: „Mit der ersten Etappe ist es immer die gleiche Geschichte. Wenn man nach ein paar Wochen oder Monaten ohne Rennen wieder in eine Rallye geht, fühlt man sich nicht wirklich wohl, ganz besonders hier, da beispielsweise die Dünen in Peru nicht mit den Dünen in Marokko vergleichbar sind. Bei mir ist es so, dass ich ein bisschen Zeit brauche, bis ich das richtige Vertrauen gefunden habe. Wir hatten uns daher entschieden, nicht gleich voll zu attackieren!“

Zum Auftakt der Dakar lieferte Toyota Gazoo Racing South Africa einen soliden Start. Hintere dem führenden Teamkollegen belegten Giniel die Villiers und Navigator Dirk von Zitzewitz den sechsten Rang. Doch Giniel und Dirk hatten sich mehr erhofft, mussten aber der heissen Sonne Tribut zollen. Denn die Etappe begann mit einer Verspätung von mehr als einer Stunde. „Eine gute erste Etappe für uns“, sagte Dirk im Ziel, „die wegen eines Problems für alle Starter etwas später begonnen hat. Dadurch sind wir in der Mittagssonne gefahren, was nicht ideal für die Sicht war, da man die Struktur der Dünen und die steilen Abfahrten nicht gut erkennen konnte. Dazu hat sich Giniel einmal ordentlich verschaltet – das Getriebe müssen wir heute Abend checken lassen. Abgesehen davon lief alles wie am Schnürchen. Die Ausgangslage ist gut für die morgige Prüfung.

Die Motorsportlegende Sébastien Loeb, der als Red Bull-Privatfahrer unterwegs ist, belegte den 13. Platz. Er sagte: „Wir sind richtig gefahren. Wir wollten kein Risiko eingehen, es war in dieser Phase nicht unser Ziel. Wir befinden uns im Rhythmus, haben keinen Fehler gemacht und die Etappe beendet!“ US Off Road Star Robby Gordon konnte zum Auftakt noch keine Duftmarke setzen. Mit seinem Team Speed Textron XX verlor Gordon auf die Spitze gute achteinhalb Minuten.

Dakar 2019, Wertung nach der 1. Etappe
01. Nasser Al-Atiiyah/Matthieu Baumel (QA/FR), Toyota, 1:01.41 Std.
02. Carlos Sainz/Lucas Cruz (ES/ES), Mini, 1:03.40 Std.
03. Jakub Przygonski/Tom Colsoul (PL/BE), Mini, 1:03.41 Std.
04. Vladimir Vasilyev/Konstantin Thiltsov (RU/RU), Mini, 1:03.59 Std.
05. Yazeed Al Rajhi/Timo Gottschalk (SA/DE), Mini, 1:04.09 Std.
06. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/DE), Toyota, 1:04.21 Std.
07. Stéphane Peterhansel/David Castera (FR/FR), Mini, 1:04.38 Std.
08. Bernhard Ten Brinke/Xavier Panseri (NL/FR), Toyota, 1:05.00 Std.

Die zweite Etappe startet heute um 11:50 Uhr MEZ und wird von der PKW-Klasse gestartet. Nasser Al-Attiyah geht als erster in die 342 Kilometer lange Sonderprüfung von Pisco nach San Juan de Marcona. Auf sandigem Untergrund geht es also bereits voll zur Sache. Gegen 15:50 Uhr MEZ sollte das erste Auto die zweite Etappe beendet haben. Das Ziel im Biwak wird gegen 19:10 Uhr MEZ erreicht sein.

Fotos (c) BMW AG, DPPI, Red Bull Content Pool, Toyota GAZOO Racing SA, MCH Foto