Dakar 2019: Erster Rückschlag für Gordon!

Die großen Favoriten, die Mini- und Toyota-Teams sowie die Kamaz-Trucker haben die administrative und technische Abnahme durchlaufen. Robby Gordon, ein mitfavorisierter Außenseiter, musste nach einem unvorhergesehenen Rückschlag eine verspätet technische Abnahme über sich ergehen lassen!

Die Anwärter haben die Bühne betreten. Es sind nur noch wenige Stunden bis zum Start der Rallye und die Außenseiter der 41. Dakar-Ausgabe machen aus ihren brennenden Ambitionen kein Geheimnis. Bei einem Sportwettkampf gibt es immer weniger Preise als Mitbewerbern, und dies ist nirgendwo offensichtlicher als in der Entschlossenheit aller Teilnehmer, die eine Revolution beginnen wollen! Gerard de Rooy – zurück nach der letzten Ausgabe – und seine Teamkollege gehören zu den Rebellen in der Lkw-Kategorie. Der Niederländer ist nach wie vor der einzige Fahrer, der Kamaz besiegt hat, seit die Rallye nach Südamerika verlegt wurde, und äußert sich offen zu seinem Ehrgeiz, dieses Ziel zu wiederholen. „Ich liebe Sand und Dünen, das gefällt mir am besten, und das Gewinnen ist unser einziges Ziel. Es ist mir egal, um welche Crew es sich handelt. Ich möchte nur einen unserer grünen Lkw an der Spitze sehen“, sagt er begeistert. In Peru sind die Teams hungrig nach mehr Titeln. Zweifellos erinnerte sich de Rooy daran, wie er 2012 gerade in Lima seinen ersten Sieg holte. Unterdessen nimmt der Titelverteidiger und Kamaz-Trucker Eduard Nikolayev elegant seinen Lieblingsstatus in einem sehr wettbewerbsintensiven Feld an: „Ich weiß, dass es noch schwieriger wird, aber es ist spannender für uns, ein spannendes, dramatisches Rennen zu führen. Das bedeutet nicht, dass wir Angst haben! “

Robby Gordons Rückkehr in die Dakar sollte die Geschichte des Tages in der Kategorie Auto sein. Der Amerikaner hatte Pech gehabt, aber er hätte auch auf einen Rückschlag verzichten können, der sein Comeback nach dreijähriger Abwesenheit gestört hat. Das Schiff, mit dem sein Hilfswagen aus den Vereinigten Staaten fuhr, kam verspätet an und zwang Gordon, die letzten Änderungen an seinem Fahrzeug zu verschieben. Obwohl er rund um die Uhr mit seinen Mechanikern zusammenarbeitete, gelang es ihm erst auf dem allerletzten Drücker zu seinem Termin mit der technischen Abnahme fertig zu werden. Die Mechanik seines neuesten Textron XX Off Roader ist mit Spitzentechnologie vollgepackt und erfordert einiges an Erfahrung. Am Ende erhielt Gordon etwas mehr Zeit, um den Wagen mit der gebotenen Sorgfalt dem letzten Schliff zu unterziehen!

Die erste Etappe für die PKW-Klasse startet heute um 13:54 Uhr MEZ. Die Route führt von Lima nach Pisco und hält eine Überführungsetappe von 331 Kilometern bereit. Voraussichtlich um 17:54 Uhr erreichen die Teams die erste Wertungsprüfung des ersten Tages, die mit 84 Kilometern zwar überschaubar ist, aber trotzdem ist Vorsicht angesagt. Die Teams müssen auf der Hut sein. Bereits zum Auftakt wird die Navigation zum alles entscheidenden Thema. Vor allem aber müssen sich die Teams für den zweiten Tag gut platzieren. Es gibt nichts zu verschenken und taktische Spielchen werden wir heute nicht erleben. Gegen 18:54 Uhr sollte das erste Auto die Prüfung beendet haben. Mehr dazu dann morgen!

Fotos (c) Ivevo Media, Kamaz Master Team, Toyota Gazoo Racing SA, Robby Gordon