Der Ruhm wirkt weiter!

Sieben Weltmeistertitel, 91 Grand Prix Siege! Michael Schumacher bleibt auch an seinem fünfzigsten Geburtstag der Rekordhalter des Formel 1 Sports. Über sechs Jahre nach seinem zweiten Rücktritt und fünf Jahre nach seinem Skiunfall feiert der Größte heute seinen fünfzigsten Geburtstag. Die Öffentlichkeit bleibt auch weiter abgeschirmt, doch Schumis Ruhm wirkt weiter!

Da sind natürlich die Anfänge im Kart und später im WTS-Formel 3 Team von Willi Weber, der ihn 1991 mit einer Notlüge ins F1-Cockpit von Eddie Jordan verhalf. Schumacher überzeugte im Qualifying, fiel im Rennen in Spa aber mit einem Kupplungsschaden aus. Sein Fahrstil und die Art, selbst vor den großen Stars der F1-Szene keine Scheu zu zeigen, sorgten für den ersten Aha-Moment. Der anschließende Wechsel zu Benetton war eine seiner vielen richtigen Entscheidungen. 1994 erkämpfte sich Schumi seinen ersten WM-Titel im Benetton. Einem Auto das keine elektronischen Hilfen mehr besitzen durfte. Der Fahrer war gefragt, genau das richtige für einen Michael Schumacher. Trotzdem machte sich in diesem Jahr der Begriff ‚Schummel-Schumi‘ selbstständig. Sein erster Titel blieb nicht ganz ohne Beigeschmack, denn Benetton und Schumacher hafteten immer wiederkehrende Betrugsvorwürfe an. Gefunden und bewiesen wurde am Ende nichts. Ein Jahr später, 1995, wiederholte Schumacher seinen Erfolg und verteidigte seinen WM-Titel auf dem Benetton mit Renault V10-Motor. Die Höhepunkte aus Schumachers Sicht waren bis dahin der erste Sieg seiner Karriere auf dem Hockenheimring, der Sieg im Regenrennen von Spa, als er von Position 16 aus startend mit Slicks bei wechselnden Bedingungen, den mit Regenreifen hinter ihm fahrenden Hill entscheidend aufhalten konnte. Und schließlich der Sieg auf dem Nürburgring, als er zwei Runden vor Schluss Jean Alesi überholte. Mit seinem zweiten WM-Titel im Gepäck wechselte Schumacher zu Ferrari und brauchte einige Jahre, um aus der Grande Casino Truppe ein WM-Team zu formen. Im Jahr 2000 folgte sein dritter WM-Titel, der erste auf Ferrari. Danach ging es Schlag auf Schlag. 2001: WM-Titel Nummer 4. 2002: Titel Nummer 5. 2003: Titel Nummer 6. 2004 folgte dann der siebte WM-Titel. Schumacher gewann 13 von 18 Rennen und die Schumania erreichte ihren Höhepunkt!

Am 10. September 2006, nach seinem 90. Grand Prix Sieg, gab Schumacher in Monza das Ende seiner Karriere bekannt. Doch Mitte November 2007 saß Schumacher wieder im F1-Ferrari und testete in Barcelona. Ein Motorradunfall Anfang des Jahres 2009 verhinderten seinen Einsatz als Ersatzpilot für Felipe Massa einzuspringen, doch der Funke loderte wieder auf. Am 23. Dezember 2009 gab Schumacher sein Comeback bei Mercedes GP bekannt.

Gemeinsam mit Nico Rosberg erlebte Schumacher bei den Silberpfeilen auch die Tiefen seines Sports. 2010 beendete Schumacher die Saison auf dem neunten Rang. 2011 verbesserte sich der Kerpener auf den achten Gesamtrang. 2012 fuhr Schumi seine letzte Saison. Wir hier im Dorf erinnern uns noch an die Schrecksekunde beim GP Singapore, als Schumacher beinahe ungebremst ins Heck von Jean Eric Vergne fuhr. Die Rennkommissare verhängten im Anschluss an das Rennen gegen Schumacher eine Strafversetzung für das nächste Rennen um zehn Positionen. Trotz aller Downs bereitete Schumacher die Bühne für eine gewissen Herrn Hamilton, der Schumis Saat bei Mercedes mit vier WM-Titeln krönen konnte! Nicht zu vergessen, auch Nico Rosberg, der es einmal schaffte!

Und dann kam dieser 29. Dezember des Jahres 2013. Der Skiunfall von Meribel veränderte von einer Sekunde zur nächsten nicht nur das Leben der Familie Schumacher. Auch die viele Fans und Kollegen waren tief geschockt. „Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Ich war selbst beim Skilaufen in Kitzbühel“, sagte Norbert Haug in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Weil schlechtes Wetter herrschte, schaute sich der langjährige Mercedes-Motorsportchef ein Skirennen im TV an und wurde per Laufband von den Nachrichten über Schumachers Sturz informiert. Wie vermutlich die meisten, die Schumacher kannten und um seine Skifahrer-Qualitäten wussten, dachte auch Haug im ersten Moment, dass die Berichterstatter ein bisschen übertreiben würden.

Die Schwere der Verletzungen und ihre Folgen, all das wurde am Morgen danach aber schmerzhaft klar. Das Leben des Michael Schumacher, der in seiner Karriere aberwitzig viele Kilometer in über 700 PS starken Rennwagen fuhr und bis auf einen Schienbeinbruch zumindest auf vier Rädern keine schwereren Verletzung davongetragen hatte, war nicht mehr dasselbe.

Heute, an seinem Geburtstag kann man ihm nur alles Gute wünschen und hoffen, das es das Leben vielleicht doch noch einmal gut mit ihm meint! In diesem Sinne #KeepFightingMichael

Fotos (c) Daimler AG, Hoch Zwei