F1 2018: Versöhnlicher Abschluß!

Lewis Hamiton siegt auch beim letzten Rennen der Saison und läßt Sebastian Vettel und Max Verstappen hinter sich. Für den Weltmeister endet eine erfolgreiche Saison. Gleichzeitig setzt Lewis ein Zeichen für 2019!

2018 war ein außergewöhnliches Jahr für Mercedes Motorsport. Mit Mick Schumacher und George Russell holte man die Titel in der Formel 3 und in der Formel 2. Zudem war Mercedes in der DTM und natürlich in der Formel 1 erfolgreich. Mit Lewis Hamiltons Sieg in Abu Dhabi endete erneut eine erfolgreiche Saison für die Silberpfeile. Es war ein harter Kampf über die gesamte Saison hinweg und das komplette Team musste bis ans Limit gehen, um beide Weltmeisterschaften zu gewinnen. Lewis hat bis zum letzten Rennen alles gegeben, obwohl er den Fahrer-Titel bereits in Mexiko in der Tasche hatte. Er ist so sehr ein Teil dieses Teams, dass ihm der Fahrer-Titel allein nicht gereicht hat. Stattdessen wollte er auch für das Team abliefern und den Konstrukteurs-Pokal gewinnen. Dafür hat er seinen Fuß bis die Saison endgültig vorüber war nicht vom Gaspedal genommen. Er ist auf dem Yas Marina Circuit erneut ein großartiges Rennen gefahren und kontrollierte jede einzelne Runde. Valtteri Bottas hatte dagegen mit den Bremsen zu kämpfen und noch wird untersucht, woran das gelegen hat. Aber man konnte sehen, dass die Balance an seinem Auto nicht stimmte. Hinter Valtteri liegt eine harte Saison und man kann verstehen, dass er enttäuscht ist. Sobald ein Fahrer keine Chance mehr auf die Weltmeisterschaft hat, wird es für ihn sehr schwer. Er wird nun über den Winter seine Akkus aufladen und dann im nächsten Jahr gestärkt zurückkommen.

Das großartige Finale von Abu Dhabi blieb auch nach dem Rennen spektakulär. Sebastian Vettel wurde zweiter und traf auf der Zielgeraden auf Lewis Hamilton, die sich wie alte Freunde umarmten. Ein wirklich versöhnlicher Abschluß einer äußerst hart umkämpften Saison. Max Verstappen wurde als dritter seiner Leistung gerecht. Glück hatte Nico Hülkenberg, der sich nach einer Kollision mit dem Haas von Romain Grosjean überschlug, ehe er kopfüber landete. Der Unfall sah schlimmer aus, als er war, es wirkten keine besonders hohen Kräfte, und dennoch war es „eine unbequeme Situation“, sagte Hülkenberg: „Ich hatte noch ein kleines Feuerchen hinten am Auto. Die Gase steigen natürlich ins Cockpit, und das Atmen wird schwierig, nicht angenehm!“

Nicht wirklich angenehm war die ganze Saison für Hülkenberg, der es in seinen nun 156 Formel-1-Rennen immer noch nicht auf das Podium geschafft hat. Die Entwicklung mit dem Werksteam Renault ging dann doch nicht so schnell wie von allen Seiten erhofft. „Das hat bei Mercedes, Ferrari und Red Bull auch so lange gedauert“, sagte der WM-Siebte in Abu Dhabi, man müsse eben Geduld haben: „Die haben sich an die Spitze gearbeitet, die waren nicht da und – bumm – sofort oben. Es dauert seine Zeit, und die muss man uns auch geben.“

Die Formel 1 sei „zu komplex und zu schwierig“, um sofort „alle anderen wegzublasen“. Die Teamstruktur müsse aufgebaut, das gute Personal angelockt werden. „Das dauert eben“, sagte Hülkenberg. 2019 hofft der ‚Hulk‘ auf mehr Glück und Erfolg, doch bis zum Saisonstart wartet eine lange Winterpause!

Fotos (c) Daimler AG, Ferrari, Red Bull CP