Dakar 2019: Loeb mit mutigem Comeback!

Nach seinem historischen WRC-Erfolg in Spanien hat Sebastien Loeb wieder ehrgeizige Pläne. Der neunmalige Rallye-Weltmeister nimmt als Red Bull Privatfahrer an der Dakar 2019 teil.

Sébastien Loeb hat bereits dreimal das schwerste Rallye-Raid-Rennen der Welt in einem Werksauto gefahren. Sein zweiter Platz hinter Teamkollege Stéphane Peterhansel im Jahr 2017 war sein bestes Ergebnis für das Team Peugeot Total. Nachdem Loeb 2018 aufgrund einer Verletzung seines Copiloten Daniel Elena in den peruanischen Sanddünen und dem Rückzug des Peugeot-Teams in den Dakar-Zwangsruhestand gegangen war, sah es so aus, als würde die Motorsportlegende nie mehr bei der Dakar antreten. Doch der Sieg in Spanien hat den Elsässer ermuntert, einen weiteren Versuch in Südamerika zu unternehmen. Loeb wird zusammen mit dem Navigator Elena einen privaten Peugeot 3008DKR fahren. Sein Auto wird von dem unabhängigen französischen Team PH Sport gefahren. Loeb will der erste Privatfahrer sein, der das Rennen seit Jean-Louis Schlesser im Jahr 2000 gewonnen hat.

Die 41. Rallye Dakar findet vom 6. bis 17. Januar zum ersten Mal in nur einem Land statt. Rund 5.000 Kilometer auf 10 Etappen warten in Peru auf die besten Offroader der Welt, die Loeb wenig Zeit zum Testen lassen.

Der 44-Jährige, der auch mit Peugeot auch bereits die Silk-Way-Rallye und die Rallye du Maroc bestritten hat, sagte: „In meiner gesamten Karriere wurde ich immer als Favorit betrachtet. Ich bin offensichtlich motiviert zu gewinnen und Spaß zu haben. Es ist auch wichtig, an der Dakar 2019 als privater Außenseiter mit Daniel Elena teilzunehmen. Ich bin bereit, es auszuprobieren: ein bisschen wie meine drei WRC-Auftritte in diesem Jahr, bei denen der Erfolg noch lange nicht garantiert war!“ Der gebürtige Haguenauer wird das PH-Auto im Dezember privat testen, bevor der Rallye-Auftakt in Lima stattfindet, wo er gegen altbekannte Gegner wie Stephane Peterhansel, Carlos Sainz, Cyril Despres und Nasser Al-Attiyah antritt. Loeb erläuterte seinen Plan vor zwei Tagen: „Ich denke, dass alle diese Jungs starke Rivalen sein werden. Ich kann aufgrund der jüngsten Vorschriften nicht mit dem breiteren 3008DKR Maxi aus diesem Jahr fahren, also fahren wir mit dem 2,20 m breiten Auto aus dem Vorjahr, vielleicht mit ein paar kleine Entwicklungen am Motor!“

Knapp 70 Prozent der Dakar 2019 sind Sanddünen, vor denen Loeb keine Angst hat. Er erklärte: „Ich mag die Dünen, aber das Wichtigste ist, nicht stecken zu bleiben. Daran werde ich während meines Tests arbeiten und es wird auch für Daniel etwas Arbeit geben, da die Navigation in den Dünen wirklich schwierig ist. Ich habe mich erst in letzter Minute entschieden, noch einmal die Rallye Dakar zu fahren, aber ich habe immer noch Hunger nach dem Sieg. Im Vergleich zu den anderen fehlt uns wahrscheinlich etwas Vorbereitung“ Aber Loeb vertraut auf seine Erfahrung. „Ich habe ich nicht alles vergessen, was ich zuletzt dort in drei Jahren gelernt. Es ist ein Abenteuer, auf das ich mich wieder freue!“

Auf Loebs Einsatz und das Duell mit seinen ehemaligen Teamkollegen, die alle den MINI X-Raid fahren, darf man gespannt sein. Als Underdog wird Loeb seine Chance, die Dakar 2019 aufzumischen, ganz sicher wahrnehmen. Uns steht im Januar ein spannendes Rennen bevor!

Fotos (c) Red Bull CP