DRM: Hattrick für Marijan Griebel!

Die löwenstarke Erfolgsserie von Marijan Griebel und Copilot Alex Rath geht weiter. Auch bei der ADMV Rallye Erzgebirge steht das Peugeot-Duo ganz oben auf dem Siegerpodest und baut seine Führung in der Deutschen Rallye-Meisterschaft DRM aus!

Die diesjährige ADMV Rallye Erzgebirge war an Spannung kaum zu überbieten. Marijan Griebel und sein schärfster Konkurrent Dominik Dinkel auf Skoda lieferten sich von Beginn an ein enges Sekundenduell um die Spitze. Immer wieder wechselte die Führung zwischen den beiden Titelfavoriten hin und her, erst ein Reifenschaden, den sich Marijan Griebel auf der siebten Wertungsprüfung einfing, schien eine vorzeitige Entscheidung herbeigeführt zu haben. Doch der Peugeot-Pilot gab trotz des Rückschlags nicht auf und bewies, warum er der amtierende U28-Europameister ist. Auf den anschließenden Wertungsprüfungen konnte Griebel das volle Potenzial seines rund 280 PS starken Peugeot 208 T16 abrufen und übernahm kurz vor dem Finale wieder die Spitzenposition in der Gesamtwertung. Jetzt hieß es Nervenstärke zu beweisen, denn mit nur 1,4 Sekunden Vorsprung startete der Pfälzer in die letzte Wertungsprüfung. Trotz des enormen Drucks blieb der 29-Jährige fehlerlos und fuhr den dritten Saisonsieg in Folge nach Hause. Mit einem Vorsprung von 1:04,7 Minuten verwiesen das Peugeot ROMO Duo Dominik Dinkel und Copilotin Christina Fürst auf den zweiten Platz. Vorausgegangen war ein Sekundenkampf zwischen beiden Piloten mit zahlreichen Positionswechseln. Ein technisches Problem bei Dominik Dinkel verhinderte den sportlichen Zweikampf auf der letzten Wertungsprüfung. „Ich habe auch nach dem Reifenschaden immer daran geglaubt, dass wir es noch schaffen werden“, jubelte Marijan Griebel im Ziel. „Bei uns passt zurzeit einfach alles, und die letzten Wertungsprüfungen konnte ich voll am Limit fahren. Ohne Zweifel ist das mein schönster Sieg in dieser Saison!“ Mit dem Erfolg in Sachsen übernimmt Marijan Griebel die alleinige Führung in der Deutschen Rallye-Meisterschaft und hat nun die beste Ausgangslage für das große Saisonfinale im Rahmen der ADAC 3-Städte-Rallye vom 19. bis 20. Oktober.

Bereits auf den ersten Wertungsprüfungen am Freitagabend rund um Stollberg zeigte sich, dass beide Anwärter auf den Titel der Deutschen Rallye Meisterschaft ambitioniert um Bestzeiten und den Sieg in der Meisterschaft kämpfen. So wechselte nach jeder WP die Führung zwischen Dinkel und Griebel bis zur siebten Prüfung. Dort handelte sich das Peugeot-Team auf einer längeren Schotterpassage einen schleichenden Plattfuß ein. Was zunächst wie eine Vorentscheidung aussah, weckte bei Griebel noch mehr den Ehrgeiz. Drei weitere Bestzeiten verkürzten seinen Rückstand und ließen ihn auf der zehnten WP die Führung zurückerobern. Ein technisches Problem bei Dinkel verhinderte seine Attacke auf der letzten Wertungsprüfung, womit Griebel souverän seinen dritten Saisonsieg einfahren konnte. „Eine absolut tolle Rallye für uns und ein super intensiver Kampf mit Dominik. Nach dem Plattfuß auf der siebten Wertungsprüfung haben wir elf Sekunden verloren und lagen neun Sekunden hinter Dominik. Da war es schon fast vorbei, aber die letzten vier Prüfungen bin ich absolut am Limit gefahren und jetzt stehen wir hier als Sieger im Ziel. Mein tollster Gesamtsieg bisher“, so Griebel. Enttäuscht zeigte sich Dominik Dinkel: „Ein unglückliches Ende für uns. Auf der letzten Prüfung hatten wir kurz nach dem Start ein mechanisches Problem. Somit konnten wir nicht voll angreifen und verloren über eine Minute. Marijan hat jetzt zwölf Punkte Vorsprung, aber wir kämpfen weiter und werden beim Saisonfinale in Straubing alles daransetzen, Deutscher Meister zu werden“, so Dinkel. Komplettiert wurde der tolle Erfolg der Löwen-Marke durch den erneut starken Auftritt von Roman Schwedt (Peugeot 207 S2000), der sich im Erzgebirge den dritten Gesamtrang sicherte.

Sepp Wiegand und Copilotin Anne-Katharina Stein gewannen bei ihrer Heimrallye im Erzgebirge in einem Opel ADAM R2 die 2WD-Wertung. Mit einer sehr beherzten Fahrweise sicherte sich das sächsische Team den fünften Gesamtrang und verwies zahlreiche stärkere Mitbewerber auf die Plätze. „Ich bin mit meinem fünften Gesamtrang und meinem Sieg in der 2WD-Wertung absolut überglücklich. Besser hätte es nicht laufen können. Ich bin so froh, dass ich hier bei meiner Heimrallye vor meinen Fans am Start sein konnte“, freute sich Wiegand im Ziel. Damit entschied Sepp Wiegand auch das sächsische Juniorenduell mit Julius Tannert für sich. Tannert, der in diesem Jahr die Junior-Weltmeisterschaft bestreitet, überzeugte vor allem am zweiten Tag mit guten Zeiten. Trotz seiner Aufholjagd fehlten ihm im Ziel 9,8 Sekunden auf den 2WD-Sieg.

Fotos (c) ADAC Motorsport, Peugeot Kommunikation