DTM Nürburgring: Rast gelingt ein perfektes Wochenende!

Mit gleich zwei Siegen und der vollen Punktzahl des Wochenendes schreibt Audi-Pilot Rene Rast auf dem Nürburgring Geschichte. Ein All In hat vor dem Mindener noch kein DTM-Pilot geschafft! Der Titelverteidiger ist wieder mittendrin im Titelkampf 2018!

Audi-Pilot René Rast gelang auf dem Nürburgring das perfekte DTM-Wochenende. Wie schon am Samstag sicherte sich der Titelverteidiger auch am Sonntag die Pole-Position und den Sieg. Damit holte er mit seinem Audi RS 5 DTM die maximal mögliche Punktzahl und verbesserte sich auf Rang drei der Gesamtwertung. 56 Punkte an zwei Tagen! Das hat es in der DTM seit Einführung des aktuellen Rennformats noch nie gegeben. Sechs Tausendstelsekunden machten es möglich: Mit diesem knappen Vorsprung schnappte Rast Tabellenführer Gary Paffett im Mercedes-Benz am Sonntag die Pole-Position weg und holte sich so die ersten drei Punkte des Tages. 25 weitere folgten nach einem souverän herausgefahrenen Sieg, dem insgesamt sechsten seiner DTM-Karriere. Von der Pole-Position aus gelang Rast erneut ein perfekter Start. In den ersten Runden hielt er Gary Paffett geschickt hinter sich, ehe er sich etwas absetzen konnte und anschließend von Rangeleien im Verfolgerfeld profitierte. Nachdem alle Boxenstopps absolviert waren, hatte der Deutsche aus dem Audi Sport Team Rosberg einen Vorsprung von über acht Sekunden, den er bis ins Ziel verwaltete. 2,739 Sekunden vor dem Tabellenzweiten Paul di Resta im Mercedes-Benz sah Rast die Zielflagge. Den Siegerpokal erhielt er anschließend von FIA-Präsident Jean Todt. „Das Rennen war für mich ähnlich hart wie am Samstag“, sagte Rast. „Ich hatte am Ende gewaltig mit dem Auto zu kämpfen. Aber wir haben die maximale Punktzahl geholt und Platz drei in der Meisterschaft. Es war ein unglaubliches Wochenende mit zwei Poles und zwei Siegen. Mir fehlen die Worte!“

Mit Beginn der Schluphase wird der Kampf um den Fahrertitel in der DTM noch einmal richtig spannend. Bei noch zwei ausstehenden Rennwochenenden am 22./23. September auf dem Red Bull Ring in Österreich und am 13./14. Oktober in Hockenheim liegt Rast nur noch 57 Punkte hinter Tabellenführer Gary Paffett. Noch insgesamt 112 Punkte werden bei den letzten vier DTM-Rennen vergeben.

In den zwei ausgeglichenen Läufen gelang Mercedes AMG wieder der Sprung aufs Podest. Paul di Resta machte als Zweiter wichtige Punkte im Titelkampf gut. Es war sein sechstes Podium auf dem Nürburgring, sein sechstes in dieser Saison und das 37. in seiner DTM-Laufbahn. Für das Team war es der 26. Podestplatz im 16. Saisonrennen. Der Meisterschaftsführende Gary Paffett beendete das Rennen auf dem fünften Platz und geht mit zwei Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Paul in die letzten beiden Rennwochenenden der Saison in Spielberg und Hockenheim. Pascal Wehrlein überquerte die Ziellinie auf Platz neun ebenfalls in den Punkterängen. Edoardo Mortara beendete das Rennen auf Position 14. Daniel Juncadella schied kurz vor Rennende mit einem Reifenschaden aus. Nach 16 von 20 Saisonrennen führt Mercedes-AMG Motorsport weiterhin die Fahrer-, Team- und Herstellerwertung an. Während sich Gary und Paul einen spannenden Kampf um die Tabellenspitze liefern, führt die Mannschaft von Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS (306 Punkte) die Teamwertung an. Mercedes-AMG Motorsport REMUS (262 Punkte) und SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport (248 Punkte) belegen die Ränge zwei und drei. In der Markenwertung liegt Mercedes-AMG (801 Punkte) mit 270 Zählern Vorsprung auf BMW (531 Punkte) auf Platz eins.

BMW feierte am Sonntag sein 100. DTM Rennen seit der Rückkehr mit zwei Podiumserfolgen. Am Samstag kämpfte Bruno Spengler mit Rene Rast um den Gesamtsieg und wurde am Ende zweiter. Am Sonntag sicherte sich Marco Wittmann den dritten Podestplatz. Hinter Wittmann erreichte Bruno Spengler den vierten Platz. Joel Eriksson, Augusto Farfus und Philipp Eng folgten auf den Positionen sechs, sieben und acht. Timo Glock musste sich nach einer frühen Kollision und einer folgenden Durchfahrtsstrafe mit Rang 16 begnügen. Wie schon am Samstag gelang der Mannschaft vom BMW Team RBM mit Erikssons Fahrzeug der schnellste Boxenstopp des Rennens.

Fotos (c) Audi Communication Motorsport, BMW AG, Daimler AG